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Meine Gesundheitsapotheke
Osterklatsch im Krankenhaus
Sie haben gewonnen: Einladung zum Kaffeeklatsch
Langeweile, Einsamkeit, Sorgen – ein Krankenhausaufenthalt kann wirklich zur Qual werden. Um die Ängste und Nöte der Patienten zu lindern, sind im städtischen Kieler Krankenhaus täglich die Damen der Ökumenischen Krankenhaushilfe unterwegs. Oder, wie die Patienten sie auch nennen: „die grünen Engel“.
Eine dieser ehrenamtlichen Helferinnen in den grünen Kitteln ist Marion Mau. Sie kam vor einem guten Jahr durch eine Bekannte zu den „grünen Damen“, wie sie sich selbst bezeichnen. Pünktlich zu Ostern überrascht sie ihre Kolleginnen jetzt mit einem Kaffeeklatsch, den mein coop magazin spendiert hat.
Süßes für die lieben Kollegen
Die grünen Damen treffen sich nach ihrer Schicht am Sonnabend meist noch, um das Erlebte aufzuarbeiten und sich bei einem Kaffee und ein paar Keksen auszutauschen. Heute aber erwartet Marion Mau ihre Kolleginnen mit Nuss-Sahnetorte, Schokoladen-Schnitten und gedecktem Apfelkuchen.
„Hin und wieder bringe ich auch schon mal einen Kuchen mit“, plaudert die leidenschaftliche Bäckerin und Köchin. Dabei untertreibt sie ganz gehörig, wie uns ihre Kollegin und Freundin Frau Eckhoff verrät. Für sie ist Frau Mau schon zu so etwas wie einem privaten „Essen auf Rädern“ geworden. Doch trotz dieser Hobbys ist es natürlich viel schöner, sich mal ausgiebig bedienen zu lassen.
Abschied auf Zeit
Dabei haben wir Glück, den Gewinn noch übergeben zu können, denn schon im nächsten Monat zieht es die 72-Jährige wieder zum Dauercampen ins nördliche Nachbarland. Bis Ende September ist dann ein großer Wohnwagen in Dänemark ihr Zuhause. Früher ist die gebürtige Hamburgerin viel gereist, hat ihre Schwester in Schweden und Portugal besucht und sich die Welt angeschaut. Aber seit 1991 ist der Wohnwagen ihr festes Urlaubsziel. Es kommen jeden Sommer wieder Urlauber, die man vom letzten Jahr kennt. „Man freut sich aufeinander“, erzählt sie. Und mittlerweile spricht sie sogar fließend Dänisch. Ihre Tage verbringt sie dort mit Schachspielen, Nordic Walking und Radfahren. Vorausgesetzt natürlich, ihre vielen Erkundungstouren geben ihr noch Luft für diese Beschäftigungen.
In Deutschland widmet sie sich den Winter über dann ganz ihrer Aufgabe im Krankenhaus. Von der gelegentlichen Teilnahme an dem ein oder anderen Gewinnspiel einmal abgesehen. Der Kaffeeklatsch heute ist schließlich bei weitem nicht ihr erster Preis. „Man muss optimistisch denken“, verrät sie uns, „dann ist das Glück nur eine Frage der Zeit.“
Und dass materielles Glück für sie nicht gleichbedeutend ist mit einem Leben auf der faulen Haut, das betont sie ebenfalls. Sollte sie also jemals Lotto-Millionärin werden, so bliebe sie ihren „grünen Damen“ doch auf alle Fälle treu. „Dann würde ich meine Runden über die Stationen vermutlich im goldenen Kittel drehen“, scherzt sie zum Abschluss.
sd







