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Meine Gesundheitsapotheke
Grillen mit Freunden und Kollegen
»Das ist ja toll, dann haben wir endlich einen Termin, an dem sich alle frei nehmen müssen«, freut sich Sylvia Lamp, als sie von ihrem Gewinn erfährt.
Sylvia hat mit ihren Kolleginnen, den Kinderkrankenschwestern im Norddeutschen Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche in Schwentinental bei Kiel, schon häufiger etwas geplant. Aber durch den Schichtdienst und die üblichen Verpflichtungen ist selten etwas daraus geworden.
Jetzt endlich sitzen sie alle gemeinsam im Garten, auf den die immer noch kräftige Abendsonne ihr warmes Licht strahlen lässt. Ein gut eingespieltes Team, das sich einer Aufgabe verschrieben hat: junge Menschen mit Epilepsie während ihres Klinikaufenthaltes professionell zu betreuen und zu pflegen.
Eine frühe Therapie lohnt
Rund 600 000 Menschen in Deutschland leiden an Epilepsie, und davon sind 40 Prozent Kinder. Grund genug, für diese Patienten eine besondere Einrichtung zu schaffen – umso mehr, als eine frühe Therapie in vielen Fällen die Krankheit heilen kann.
Das Norddeutsche Epilepsiezentrum für Kinder und Jugendliche in Schwentinental/ OT Raisdorf ist eine solche Einrichtung. Es handelt sich hierbei um eine überregionale Spezialklinik zur Behandlung von Epilepsien bei Kindern und Jugendlichen. Die Klinik verfügt über alle modernen diagnostischen Möglichkeiten und kooperiert eng mit der Kieler Universitätsklinik.
Die medizinische Behandlung durch erfahrene Fachärzte strebt Anfallsfreiheit sowie eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität an. Neuropsychologische Untersuchungen, Ergo- und Physiotherapie sowie eine umfassende Sozialberatung sind feste Bestandteile der Diagnostik und Therapie. Mutter-Kind-Einheiten und Gästewohnungen ermöglichen den Eltern die Begleitung ihrer Kinder während des Klinikaufenthaltes.
Die Schwerpunkte im Aufgabenbereich der Kinderkrankenschwestern liegen neben der Begleitung der Diagnostik und angeordneten Therapien, wie zum Beispiel der Medikamenteneinstellung in einer sehr detaillierten Krankenbeobachtung und Dokumentation. Begleitende Schulungsangebote für Patienten und Eltern erleichtern den Betroffenen den Umgang mit der Epilepsie im Alltag.
Mit dem Herzen dabei
Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass zwischen den Patienten und den Ärzten, Therapeuten und Krankenschwestern eine vertrauensvolle Beziehung entsteht. »Einige Kinder sagen, dass es trotz Schule und Therapien ein bisschen wie Ferien ist«, sagt Stationsleiterin Andrea.
Man glaubt den Kolleginnen gern, wenn sie erzählen, dass trotz der anstrengenden Arbeit die positiven Erlebnisse, die kleinen Erfolge und die zufriedenen Kinder die Arbeit so wertvoll machen. Auch wenn das nächste Treffen in der Freizeit der Kollegen wohl noch etwas warten muss. sd






