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Der neue Fotoservice
Meine Gesundheitsapotheke
Ärztekongress mal anders.
Im Garten eines Neubaugebietes in Eckernförde herrscht heute große Aufregung. Gleich nun Ärzte haben sich hier versammelt.
Aber es handelt sich weder um einen Notfall noch um eine Fortbildung. Roland Geruschkat hat ein Grillfest für seine Kollegen gewonnen und alle zu Fleisch und Bier eingeladen.
»Genau rechtzeitig zu dem schönen Wetter«, freut sich der 50-jährige Roland, als er seinen neuen Grill sieht. Denn der alte sieht wirklich schon sehr ramponiert aus und wird von Sohn Fritz gleich aus dem Blickfeld geschoben. Roland heizt hingegen die Kohlen im neuen Grill an, und scheint dabei schon einige Routine zu haben.
Der Job ein Volltreffer …
Roland arbeitet in Flensburg im Sankt Franziskus Hospital in der Abteilung für Geriatrie und Frührehabilitation. Wenn man ihn fragt, was ihn nach seinem Studium zum Internisten in diese Abteilung gebracht hat, muss er nicht lange überlegen. »Die kleinen Erfolgserlebnisse, wenn man jemandem, der sonst in ein Pflegeheim gemusst hätte, helfen kann, wieder ein selbstständiges Leben zu führen.«
Da bei älteren Menschen oft mehrere Krankheiten zusammenfallen, treten Komplikationen auf, die in der Geriatrie von einem Team verschiedener Helfer verarztet werden. Dazu gehören die acht Kollegen von Roland Geruschkat, aber auch Krankenpfleger, Physiotherapeuten und Logopäden. Mit ihrer Hilfe werden die Patienten dann hoffentlich so weit rehabilitiert, dass sie zurück in ihre gewohnte Umgebung können. Und das schon seit 20 Jahren, denn dieses Jubiläum wurde erst vor wenigen Tagen mit allen 70 Mitarbeitern im Garten des Chefs gefeiert.
… im Hobby
ein »Blindgänger«.
In der Medizin hat der 50-jährige Internist seinen Traumberuf gefunden. Dabei wollte er eigentlich Theaterregie studieren. Beim Wehrdienst hat er als Sanitäter allerdings »Medizinluft geschnuppert«, wie er sagt und daraufhin eine Krankenpflegeausbildung begonnen. Nach nur einem Jahr erhielt er durch ein Losverfahren jedoch einen Studienplatz für Medizin. Trotzdem erinnert er sich gern an die Ausbildungszeit zurück, immerhin hat er dort seine spätere Frau Irene kennen gelernt. Mit ihr ist er seit vielen Jahren verheiratet und zieht die drei Kinder Freya (21), Fritz (18) und Katja (12) auf.
Obwohl ihm neben der Arbeit im Krankenhaus, den Einsätzen als Notarzt, den Kindern und den häuslichen Pflichten nur wenig Freizeit bleibt, lässt ihn die Medizin auch dann nicht los. So hat er seinen Berufswunsch von damals zum Hobby gemacht: Seit 1980 ist er Mitglied in der Kabarettgruppe die Blindgänger. Sie planen in diesem Jahr nach langer Abwesenheit ein Comeback. Jetzt, wo ihnen Kinder und Job etwas mehr Zeit lassen, bringen sie in diesem Jahr ein neues Kabarettprogramm auf die Bühne. Es soll im Herbst Premiere feiern und heißt bezeichnenderweise Pflegestufe 2 … und es wird – nach Rolands Begeisterung zu urteilen – absolut sehenswert.sd





