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Zwei ausgekochte Freunde
Kinotipp: „Ratatouille“
In Pixars neuestem Animationsabenteuer „Ratatouille“ verwöhnt Ratte Remy die Pariser Feinschmecker. Kinostart: 3. Oktober.
Wenn Ratte Remy wüsste, dass die meisten Kinobesucher schnödes Popcorn in den Fingern halten, würde sie verzweifelt die Pfoten über dem Kopf zusammenschlagen. Remy ist nämlich ein wahrer Feinschmecker, verehrt den Starkoch Auguste Gusteau und träumt davon, selbst Chefkoch in einem feinen Restaurant zu werden.
Für eine kleine Ratte ist das ein verwegener Traum, und so schütteln seine Angehörigen auch nur den Kopf. Und auch die Menschen im Restaurant halten so gar nichts von einer Ratte in der Küche.
Die Ratte im Restaurant
Während seine Artgenossen am liebsten Kompostabfälle zu sich nehmen, legt Remy großen Wert auf hochwertige Nahrung. Außerdem kann er einzelne Zutaten erschnuppern und erschmecken und zaubert aus ihnen wahre Meisterwerke. Sein großes Vorbild ist dann auch der kürzlich verstorbene 5-Sterne-Koch Auguste Gusteau. Unter den Ratten ist Remy ein Außenseiter, bis er eines Tages in den gesammelten Nahrungsvorräten Rattengift erschnuppert und seine Familie rettet.
Als die gesamte Rattenkolonie in die Kanalisation flüchten muss, wird Remy vom Rest getrennt und landet nach einiger Zeit im „Gusteaus“, dem ehemaligen Restaurant seines Idols. Dort trifft er auf den Küchenjungen Alfredo Linguini, der dort gerade seinen ersten Arbeitstag hat. Remy kommt an Linguinis missratener Suppe vorbei und versucht sie zu retten. Er gibt heimlich Zutat um Zutat in den Topf, bis er vom Küchenpersonal erwischt wird.
Eine Restaurantkritikerin probiert genau diese Suppe und ist hellauf begeistert. Linguini findet heraus, dass Remy für den Erfolg verantwortlich ist. Daher beschließt er, trotz anfänglichen Widerwillens, gemeinsam mit der Ratte in der Küche zu arbeiten. Remy versteckt sich unter seiner Kochmütze und steuert Linguinis Bewegungen wie eine Marionette. Das geht so lange gut, bis Linguini der Erfolg zu Kopf steigt.
Die Ratte im Film
Mit Ratatouille wollen die Macher aus dem Hause Pixar nach zahlreichen erfolgreichen Filmen wie Findet Nemo, Die Unglaublichen oder Die Monster AG einen weiteren Meilenstein schaffen. Technisch wird die Messlatte gegenüber den Vorgängern noch höher gelegt. Die Mimik und Gestik der Figuren sind noch realistischer geworden, so dass allein für Remys Gesicht jetzt rund 160 individuelle Bewegungen erschaffen wurden. Beim Küchenjungen Linguini war die Frisur die besondere Herausforderung: Seine Haare sind wild und völlig außer Kontrolle. Die Figur des Kochs Auguste Gusteau verlangte andere spezielle technische Tricks, denn an ihm schlabbert viel Fett herum und er ist sehr elastisch. Auch die Bewegungen von Küchenchef Skinner sind sehr dynamisch.
Bei der Gestaltung der Figuren orientierten sich die Macher an unterschiedlichen Vorbildern. Sie beobachteten lebende Ratten und studierten deren Bewegungen. Sie stellten fest, dass die Ratten mit ihrem Körper unglaubliche Dinge anstellen können und extrem dehnbar sind. Dies griffen sie für den Film auf und schufen daraus einige besonders komische Szenen. Da der Film in Paris spielt, sprechen die Figuren mit französischem Akzent. Die Mundform ist dabei immer ein wenig anders, als wenn jemand Englisch spricht. Die Animatoren ließen sich dabei von großen französischen Ikonen wie Brigitte Bardot, Serge Gainsbourg und selbst Charles de Gaulle inspirieren.
Wie in den bisherigen Filmen auch, legen die Produzenten neben der technischen Qualität auch großen Wert auf die Story. Der Film überzeugt nicht nur mit einer emotionalen Geschichte, sondern auch mit Tiefgang und viel Humor. Die Geschichte ist unvorhersehbar und lebt von wilden Wendungen, viel Spannung und absurder Comedy. Die Kombination verspricht ein besonderes Kinoerlebnis für die ganze Familie.jp





