
Meine Gesundheitsapotheke
Zauber der Fantasie.
Das japanische Animationsabenteuer »Ponyo - das große Abenteuer am Meer« ab 16. September im Kino.
Animation bewegt – nicht nur die Figuren auf der Leinwand, sondern auch die Herzen. Nicht nur aus den amerikanischen Studios wie Disney-Pixar oder Dreamworks kommen große Trickabenteuer wie »Toy Story«, »Findet Nemo« oder »Shrek«, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern.
In den vergangenen Jahren haben sich auch japanische Anime-Filme hier zu Lande immer mehr Fans erobert. Mit unglaublicher Liebe zum Detail und viel Magie entführen uns die fernöstlichen Geschichtenerzähler in geheimnisvolle Welten.
Auf Animationskurs: Asien.
Schon »Nausicaä aus dem Tag der Winde«, der erste Film des »japanischen Walt Disney«, wie Hayao Miyazaki oft genannt wird, war 1984 in Japan ein enormer Kinoerfolg. Das daraufhin gegründete Studio Ghibli stellt seitdem ausschließlich handgefertigte Zeichentrickfilme her. Als erster abendfüllender Zeichentrickfilm entstand 1986 »Das Schloss im Himmel«, die Geschichte zweier Kinder, die sich auf die Suche nach einem legendären fliegenden Schloss machen. 1988 folgten »Mein Nachbar Totoro« und »Die letzten Glühwürmchen«, die mehrfach ausgezeichnet und von Kritikern gelobt wurden.
Es folgten verschiedene weitere Filme, die endlich auch die verdiente Aufmerksamkeit des Publikums im Ausland erreichten. 1997 erschien »Prinzessin Mononoke«, der damals in Japan erfolgreichste Film, und 2001 der international gefeierte »Chihiros Reise ins Zauberland«, der bis heute der am meisten ausgezeichnete Zeichentrickfilm aller Zeiten ist und unter anderem den Oscar® als »Bester Animationsfilm« gewann. 2004 folgte der ebenfalls nominierte Film »Das wandelnde Schloss«. Nun will »Ponyo – das große Abenteuer am Meer« in die großen Fußstapfen treten.
Natur in Aufruhr.
Das kleine, magisch begabte Goldfischmädchen Brunhilde möchte die Welt außerhalb des Ozeans kennen lernen – gegen den Willen ihres Vaters, des strengen Zauberers Fujimoto. Auf dem Weg an die Wasseroberfläche verfängt sie sich jedoch in einem Marmeladenglas. Der fünfjährige Sosuke entdeckt das Geschöpf am Strand, tauft es Ponyo und freundet sich mit ihm an. In einem gefüllten Wassereimer trägt er die kleine Ponyo durch die Gegend, bis der entzürnte Zauberer sein Kind wieder zurück auf den Meeresgrund holt.
Aber Ponyo möchte zurück zu ihrem geliebten Freund Sosuke und unbedingt selbst ein Mensch werden. Entgegen aller Zauberregeln setzt sie ihre magischen Kräfte ein, verwandelt sich in ein fünfjähriges Mädchen und kehrt zurück zu Sosuke. Doch bei ihrer Verwandlung in Menschengestalt hat sie versehentlich Unmengen des magischen Elixiers im Ozean verschüttet. Im Meer bricht daraufhin das Chaos los: Die zuvor noch ganz sanften Wellen verwandeln sich in turmhohe Brecher, die die kleine Stadt bedrohen, in der Sosuke und seine Eltern wohnen.
Ponyos zahlreichen Geschwister verwandeln sich in gigantische Urzeitfische und längst vergessene Meerestiere. Die Flut überschwemmt die ganze Stadt, sodass Ponyo und Sosuke sich dringend etwas überlegen müssen. Ponyos Vater ist wütend und verweigert seine Hilfe, doch ihre Mutter ist ebenso mächtig …
Das Auge isst mit.
Wie in den vorherigen Filmen spielen auch dieses Mal kulinarische Leckereien eine große Rolle. Der Regisseur setzt den in Japan überaus populären »Ramen Noodles« ein filmisches Denkmal. Ursprünglich wollte er diese Nudeln mit gekochtem Spinat zeigen, weil er selbst seine Ramen Noodles so am liebsten isst. Da er jedoch keinen Weg fand, gekochten Spinat in einem Zeichentrickfilm appetitlich aussehen zu lassen, werden sie im Film nun stattdessen mit gehacktem Porree serviert.
In einer anderen Szene, in der Ponyo eine von zwei Scheiben Schinken aus ihrer Nudelschale isst, sollte sie ursprünglich die obere der beiden Scheiben nehmen.
Der Animation Director änderte die Szene allerdings mit großer Sorgfalt und hohem Aufwand. Grund: Die untere Scheibe, die direkt auf den Nudeln lag, sei heißer als die obere und daher die bessere Wahl! jp





