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Donnerstag, 24. Mai 2012
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Wort-Spiele in guter Gesellschaft

Spiele: Partyspiele

Sie sind laut, sie sind interaktiv und sie sind der
Garant für abendfüllendes Gelächter. Wort-Spiele wie „Tabu“, „Nobody is perfect“ und das noch recht junge „Äpfel zu Äpfeln“ setzen kreative Energien frei.

Es gibt natürlich noch weit mehr Vertreter in der Riege der Partyspiele. Einige, deren Namen Sie vielleicht auch schon mal gehört haben. Da gibt es „Das Nilpferd in der Achterbahn“, „Therapy“, „Activity“ und natürlich den allseits beliebten Klassiker „Stadt, Land, Fluss“.

Schon mit einfachsten Mitteln bietet sich ein erfrischendes Kontrastprogramm zu digitalen Freizeitgestaltungen à la „SingStar“ und anderen Videospielereien. Und wie schon erwähnt: In puncto Geselligkeit stechen die Brett- und Kartenspiele ihre Bit-&-Byte-Verwandtschaft locker aus.

Man achte auf die Wortwahl
Nein, tabu ist das Spiel gleichen Namens sicherlich nicht. Da sprechen die Verkaufszahlen eine deutlich andere Sprache. Allein in Deutschland ging das „Tabu“, das keines ist, mehr als 13 000 000 Mal über die Ladentheke. Weg von der Statistik und hinein ins Spiel merkt man aber recht schnell, wie der Macher Brian Hersch auf den Namen für seinen Zeitvertreib kam. In diesem aus dem Hause Milton Bradley kommenden Partyspiel bilden sich zwei gegeneinander antretende Teams. Im Wechsel versucht einer der Spieler, seinen jeweiligen Teammitgliedern in einer bestimmten Zeit möglichst viele Begriffe zu erklären, die auf den mitgelieferten Karten stehen.
Doch Vorsicht! Auf jeder Karte finden sich auch fünf Tabu-Wörter, die während der Erklärung nicht fallen dürfen. Denn da ist immer noch das andere Team, das mit Argusaugen über den Erklärenden wacht, immer bereit, den mitgelieferten Quietschball einzusetzen und somit das sofortige Ende der Runde herbeizuquietschen. Womit wir wieder beim „Tabu“ wären. Dieses aus dem Polynesischen kommende Wort steht für etwas Geheiligtes, etwas Unantastbares und manchmal eben auch für Dinge, über die man nicht mal sprechen darf.

Der, die, das
Wie groß ist Ihr Wortschatz und wie umfassend Ihre Allgemeinbildung? „Nobody is perfect“ aus dem Hause Ravensburger gibt Ihnen die Gelegenheit, dies zu testen. Aber seien Sie nicht zu frustriert, wenn Sie kaum eines der Wörter kennen oder wenn die gestellte Aufgabe nur ein Fragezeichen in Ihr Gesicht zaubert. Die Wörter und Wissensfragen sind bewusst so schwierig gewählt, dass wohl nur wandelnde Lexika die richtige Antwort darauf wüssten. Eigentlich kommen in dem von Bertram Kaes konzipierten Gesellschaftsspiel nämlich ganz andere Fähigkeiten zum Tragen. Fantasie und Kreativität sind gefragt.

Ein jede Runde wechselnder Schiedsrichter stellt den Mitspielern eine offene Frage von den Spielkarten, wie zum Beispiel: „Was war noch mal der/die/das Refosco?“ Nun greifen die Spieler zu Papier und Stift und denken sich etwas aus, was sie für möglichst glaubhaft halten. Nach dem Einsammeln aller Vorschläge, liest der Schiedsrichter sämtliche Antworten vor, inklusive der korrekten. Im Normalfall ist er der Einzige, der die richtige Antwort kennt. Die Spieler müssen sich anschließend entscheiden und ihren Spielstein auf das zugehörige Antwortfeld setzen, von dem sie denken, dass es der Wahrheit entspricht. Punkte gibt es zum einen, wenn man auf die richtige Antwort setzt – wissentlich oder unwissentlich spielt dabei keine Rolle –, und zum anderen, wenn Mitspieler auf die selbst ersonnene Antwort reinfallen. Nicht umsonst lautet das Credo des Spiels:„Wer spinnt, gewinnt!“

Gleich und gleich gesellt sich gern
Dass man Äpfel nicht mit Birnen vergleicht, wissen wir schon seit jungen Jahren. Seit 2006 dürfen wir endlich auch hierzulande „Äpfel zu Äpfeln“ zuordnen. Das Spielprinzip ist simpel. Es gibt wieder einen rundenweise wechselnden Schiedsrichter, der einen Begriff von einer Karte vorliest. Nun ist es an den Spielern, eine ihrer sieben Handkarten auszusuchen und verdeckt auszuspielen, von der sie sich erhoffen, dass die Wahl auf sie fällt. Beispiel: Zur Debatte steht das Wort „magisch“. Spieler A legt die Karte „Wien“, Spieler B die Karte „Günter Netzer“ und Spieler C hofft, mit der Karte „Augsburger Puppenkiste“ Assoziationen zu wecken.

Der Schiedsrichter mischt die Karten vor dem Ansehen noch einmal gut durch und nimmt – sozusagen – einen seiner Mitspieler beim Wort. ath

Fotos: Hasbro (1), Ravensburger (1)