Artikel dieser Ausgabe aus Freizeit
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Spannende Reise in den Lebensraum „Wasser“
Sea Life Center Timmendorf
Seit Ostern begrüßen die asiatischen Zwergotter Bonnie und Clyde die Gäste im Sea Life Timmendorfer Strand.
Vor elf Jahren öffnete das Sea Life Timmendorfer Strand zum ersten Mal seine Pforten. Das Großaquarium ist einzigartig in Norddeutschland und zeigt mit Tausenden von Lebewesen einen umfangreichen Querschnitt durch den Artenreichtum der nordeuropäischen und tropischen Gewässer. Damit die Besucher jetzt Neues entdecken können, wurde im Sea Life Timmendorfer Strand der neue Dschungelbereich aufgebaut: das neue Zuhause der zwei asiatischen Otter.
Auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern werden mit über 36 naturgetreu und abwechslungsreich gestalteten Aquarien und Gehegen der Reichtum und die Schönheit der heimischen und tropischen Wasserwelt gezeigt. Auf dem Rundgang tauchen die Besucher im Sea Life Timmendorfer Strand in das letzte große noch unerforschte Gebiet unserer Erde ein: die Meere und Ozeane dieser Welt mit ihrer Vielzahl von ungewöhnlichen und mysteriösen Bewohnern.
Abtauchen und die Reise beginnt
Die Reise kann losgehen, allein oder auch zusammen mit geschulten Besucherbetreuern, die regelmäßig Vorträge halten und gern jede Frage zu den Meeresbewohnern beantworten.
Erster Stopp der Reise ist die neue „Welt der Otter“ mitten im asiatischen Dschungel, an einem kleinen Urwaldsee. Die beiden Bewohner, die Zwergotter Bonnie und Clyde, schwimmen und spielen hier inmitten von Bambuswäldern und verwaisten Tempelruinen. Das tropische Süßwasserbecken nebenan beherbergt über vierhundert Neonfische und Salmler, mehrere Buntbarsche und Panzerwelse. Im Mangrovenbecken gegenüber tummeln sich exotische Fische wie Fadenflosser, Vieraugen, Schützenfische und Schlammspringer in dem für sie optimalen Lebensraum, dem Brackwasser.
Weiter führt die Reise in die norwegischen Fjorde. Im „Winterfjord“ des Sea Life Timmendorfer Strand fühlen sich bei kälterem Licht und einer niedrigeren Raumtemperatur Seewölfe, gefleckte Lippfische und Dorsche richtig wohl. Sie sind die häufigsten Vertreter dieser Region.
Berühren erlaubt!
Langsam kehren die Besucher bei der dritten Station wieder heim in hiesige Gewässer. Besonders bei Kindern ist das „Berührungsbecken“ sehr beliebt. Hier leben ausschließlich wirbellose Tiere wie Seesterne, Seeigel, Schnecken, Muscheln, Krebse und Seeanemonen. Unter Anleitung eines Besucherbetreuers dürfen einige Tiere berührt werden.
Im Niendorfer „Hafenbecken“ können sich die Besucher einen Eindruck verschaffen, wie hier angesiedelte Arten mit der Verschmutzung des belebten Ostseehafens leben. Vor allem robuste und widerstandsfähige Dorsche, Knurrhähne, Aale und Schollen haben sich in alten Ölfässern, Stiefeln und Bierflaschen in ihrem Lebensraum eingerichtet und nutzen sie als idealen Unterschlupf.
Direkt neben dem Hafenbecken kann der Besucher durch ein Fenster einen Blick in die Kranken- und Quarantänestation des Sea Life Timmendorfer Strand werfen. Hier werden junge und kranke Fische gepflegt und Neuankömmlinge an die Umgebung gewöhnt.
Und in der „Babyfischausstellung“ gibt es für Klein und Groß viel zum Thema „Fortpflanzung der Fische und Meeresbewohner“ zu entdecken.
Hinaus in die tiefe Welt
Über die Ostsee hinaus geht die Reise weiter in die Nordsee und in den Nordatlantik. Zu den geheimnisvollsten Lebensbereichen gehören dunkle Höhlen, überwucherte Riffe und Meeresspalten. Hier leben zum Beispiel Muränen und Drückerfische. Aber auch die häufig mit Pflanzen verwechselten Seeanemonen schätzen die Sicherheit dieser zerklüfteten Küstenregion, die im „Grottenbereich“ dargestellt ist.
Im großen, teilweise verglasten „Rochenbecken“ tummeln sich die in der Nordsee und im Nordatlantik beheimateten Nagelrochen und Katzenhaie. Beide Arten sind durch Körperfärbung und -form gut an ihre Umgebung angepasst. Der flache Meeresboden bietet kaum Unterschlupf und ist so seit jeher eine Herausforderung für alle dort lebenden Tierarten.
Im Laufe der Evolution entwickelten sich Stein- und Glattbutt, die zu den Plattfischen zählen, zu Meistern der Tarnung. Sie ändern ihre Hautfarbe, um sich dem Meeresboden anzupassen. Dank ihres abgeflachten Körpers sind auch die Rochen, die sich im Boden eingegraben haben, nur schwer auszumachen.
Durch speziell nach innen oder außen gewölbte Glaskuppeln bietet das Kleinfischbecken einen Einblick in die Welt der kleineren Meerestiere wie zum Beispiel der Demoisellen, der kleinen Riffbarsche und der Putzergarnelen. Besonders faszinierend ist der lichtempfindliche Oktopus, der sich im gedämpften Licht von seiner schönsten Seite zeigt.
Den Abschluss der Unterwasserreise bildet das rund 220 000 Liter fassende tropische Ozeanbecken. Es ist einer der Höhepunkte auf dem Rundgang durch das Großaquarium. Ein acht Meter langer, durchsichtiger Unterwassertunnel ermöglicht den Einblick in das tropische Meeresleben aus einer für den Menschen ungewöhnlichen Perspektive. Wie Taucher ziehen die Besucher an Schwarzspitzenriffhaien und Rochen vorbei. Dazwischen tummeln sich farbenprächtige Picasso-Drückerfische, Doktorfische und viele weitere einzigartige Meeresbewohner.
Da mag man gar nicht mehr auftauchen aus dieser faszinierenden Welt
anis










