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So ein Affentheater!
Peter Jacksons Neuverfilmung von „King Kong“
Die alte Geschichte
Im Alter von neun Jahren, so wird jedenfalls berichtet, sieht der kleine Peter Jackson den Film King Kong und die weiße Frau mit Fay Way als Hauptdarstellerin und ist davon so begeistert, dass er beschließt, Regisseur zu werden. Seitdem verfolgt ihn der Wunsch, genau diesen Film neu zu drehen. Doch erst der unglaubliche Erfolg der Herr der Ringe-Trilogie ebnet ihm den Weg und verschafft ihm das nötige Geld für den bisher teuersten Film aller Zeiten.
Inhaltlich hat sich Peter Jackson sehr eng an das Original gehalten. Im New York der 30er-Jahre ist die Schauspielerin Ann Darrow (gespielt von Naomi Watts) auf der Suche nach einer Anstellung, als sie den Abenteurer und Regisseur Carl Denham (Jack Black) trifft. Der ist von ihrem Aussehen und ihrer Art begeistert und will sie unbedingt für ein neues Filmprojekt gewinnen. Deshalb überredet er den Drehbuchautor Jack Driscoll (Adrian Brody), sie zu engagieren. Gedreht wird an Bord des Hochseeschiffs von Captain Englehorn (Thomas Kretschmann). Als jedoch Denham die unerforschte Insel Skull Island ansteuern lässt, beginnt dort das wahre Abenteuer.
in neuem Gewand
Auch wenn die Geschichte bewusst altmodisch in der Machart der alten Tarzan- und Dinosaurierfilme gehalten ist und eng an der Vorlage bleibt, ist die technische Umsetzung auf dem neuesten Stand der Technik. An mehr als 3 000 Computern waren die hochkarätigen Spezialisten damit beschäftigt, die Effekte und vor allem King Kong selbst äußerst realistisch zu erschaffen.
Nicht am Computer erzeugt, sondern in liebevoller und mühsamer Arbeit vor Ort in Neuseeland – dem Heimatland von Peter Jackson, in dem auch schon die Hobbits und Orks herumliefen – sind die Kulissen des Films entstanden. So wurde dort das alte New York ebenso neu erschaffen wie die Dschungellandschaft, die spannender und beeindruckender sein soll als ein wirklicher Urwald.
Schon im Originalfilm wurde die Rolle des Kapitäns von einem deutschen Schauspieler übernommen, und zwar von Frank Reicher. In der aktuellen Verfilmung wird nun Thomas Kretschmann (geboren in Dessau) zu sehen sein, der bereits in den Filmen Der Pianist und Der Untergang gespielt hat und als Deutschlands neue große Hoffnung für internationale Filme gilt.
Die Erwartungen an den Film sind sehr hoch. Nicht nur die Zuschauer und Fans von Regisseur Peter Jackson erwarten ein atemberaubendes Spektakel. Auch die Studiobosse versprechen sich viel von diesem Projekt und zahlten ihm die Rekordgage von 20 Millionen Dollar. Der Einzige, der sich weiterhin so cool und entspannt zeigt, wie man es von ihm kennt, ist Peter Jackson selbst. Er gibt an, dass er den Film in erster Linie für sich selbst bzw. für den neun Jahre alten Peter mache. Und das scheint die beste Voraussetzung für einen tatsächlich gelungenen Film zu sein.
Wir sind gespannt!
jp








