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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Rosen, Tulpen, Nelken …

Pflegetipps für Blumen

… alle drei verwelken. Damit dies aber nicht so schnell geschieht und man so lange wie möglich Freude an seinen Schnittblumen hat, die jetzt überall frisch bei plaza, SKY und Wandmaker erhältlich sind, haben wir hier ein paar Tricks und Kniffe zusammengefasst.

Wer sich die farbenfrohen Frühlingsboten jetzt ins Wohnzimmer holen möchte, sollte bereits beim Kauf darauf achten, dass die Blütenstände „reif“ sind, d. h. bereits Farbe haben. Bei grünen und fest geschlossenen Knospen kann es sein, dass durch zu frühe Ernte sich die Blüte nicht öffnet. Um Beschädigungen auf dem Heimweg zu vermeiden ist es ratsam, die Schnittblumen in einfaches Packpapier zu wickeln.

Zu Hause angekommen, sollten sie zunächst mit einem scharfen Messer schräg angeschnitten werden, damit der Stiel der Blume eine größtmögliche Fläche zur Aufnahme des Wassers hat. Auch sollten die Blumen sofort in lauwarmes Wasser gestellt werden, da sie entsprechend temperiertes Wasser schneller aufnehmen können.

Um die Blütezeit zu verlängern, empfiehlt es sich, dem Wasser Schnittblumennahrung (im Handel erhältlich) beizufügen. Wer keine zur Hand hat, kann auch abgestandenes Mineralwasser benutzen, da es in geringen Mengen Mineralstoffe wie Magnesium und Kalium sowie Spurenelemente wie Eisen enthält. Dass Zucker Blumen länger blühen lässt, ist ein Irrglaube. Tatsächlich bewirkt die Beigabe ein Austrocknen der Pflanze und eine Vermehrung der Mikroorganismen, die ihrerseits Fäulnis auslösen.

Rauchen, Feuer und offenes Licht verboten

Da Pflanzen auch Lebewesen sind, sind diese natürlich auch sehr empfindsam, was ihre Umgebung angeht. Daher sollten Schnittblumen nicht in Zugluft stehen. Auch zu warme oder zu kalte Standorte können die Lebensdauer verringern. Zudem reagieren die Pflanzen negativ auf Äthylenquellen wie Zigarettenrauch, reifes Obst und offenes Feuer.

Damit sich gar nicht erst Fäulnis in der Vase ausbreiten kann, sollten abgestorbene Blätter und verwelkte Blüten entfernt werden und täglich frisches Wasser eingegossen werden. Auch ein weiterer Anschnitt des Stiels nach einigen Tagen kann Wunder bewirken.

Die Tulpe

Die Tulpe gehört zur Familie der Liliengewächse und ist inzwischen 400 Jahre alt. Sie stammt ursprünglich aus dem Orient (nicht wie allgemein angenommen aus den Niederlanden). Mittlerweile sind mehr als 5000 verschiedene Tulpennamen registriert.

Der Grund, warum die Tulpe weiter „wächst“, hat mit ihrem großen Durst zu tun. Durch ein Wachstumshormon (Auxin), das die Zellwände dehnbar und flexibel macht, kann die Pflanze in ihren Zellen so viel Wasser aufnehmen, dass diese sich ausdehnen. Der Effekt: Die Blume schießt in die Höhe.

Die Schlüsselblume (Primel)

Die Schlüsselblume gehört zu den Primelgewächsen und stammt aus Asien. Da ihre Blütezeit bei der richtigen Pflege fast ganzjährig andauert, eignet sie sich gut als Topfpflanze für die Fensterbank. Primeln mögen keine volle Sonne und bevorzugen einen eher hellen bis halbschattigen Standort, der möglichst kühl und luftig ist. Ideal sind hier Temperaturen zwischen 15 und 20 °C.

Die Schlüsselblume ist aber nicht jedermanns Sache. Die Primelblätter haben kleine Kurzhaare in denen ein priminhaltiges Sekret enthalten ist, auf das empfindliche Menschen mit Allergien reagieren können.

Steckbrief: die Orchidee

Orchideen stammen ursprünglich aus den Tropen und wachsen in ihrer Heimat auf Bäumen. Über die tentakelartigen Wurzeln nimmt die Orchidee Nährstoffe aus der Luft und dem Regenwasser auf. Daher sollten Orchideen nicht in normale Blumenerde, sondern in Orchideensubstrat gepflanzt werden, das aus Rinde, Torf, Styropor und anderen Zusätzen besteht. Dieses Substrat hält zwar Wasser, ist jedoch auch sehr luftdurchlässig.

Orchideen: Was bleibt? Was wird abgeschnitten?

Bei Orchideen gilt die Regel: Abschneiden sollte man nur Stängel, Blätter und Triebe, die vollständig abgestorben, also gelb oder braun sind.
Alles, was grün ist – insbesondere die zum Teil stark wuchernden Wurzeln –, darf bleiben. Nach dem Schnitt verfällt die Orchidee in eine Art Winterschlaf, um sich auf die neue Blüte vorzubereiten.
Also nicht gleich das gute Stück wegschmeißen, wenn sie nicht mehr blüht. Nach einiger Zeit bilden sich neue Blüten, dies kann allerdings bis zu zwei Jahren dauern.

line

Fotos: mcm-Archiv, mein coop magazin