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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Polizisten, Panther und andere Raubkatzen

„Der Rosarote Panther“ ab März neu im Kino

Ein Remake von „Der Rosarote Panther“ mit Steve Martin in der Hauptrolle? Fans der Filmklassiker mit dem grandiosen Peter Sellers in der Rolle von Inspektor Clouseau werden schon bei dem bloßen Gedanken entsetzt aufschreien. Mit Recht? Das wird man natürlich erst dann beurteilen können, wenn man sich den fertigen Film angeschaut hat.

Die Macher jedenfalls sprechen nicht von einem Remake, sondern von einer Neuinterpretation, und vielleicht ist gerade dies der Schlüssel zum Erfolg. In einem unmittelbaren Vergleich würde der Film nur verlieren können, selbst dann, wenn es ein wirklich hochklassiges Werk sein sollte. Löst man sich jedoch vom Original und lässt sich stattdessen ein auf die aktuelle Verfilmung, so wird man mit Sicherheit einen ganz eigenen Charme entdecken.

Sängerinnen und Schauspieler

Steve Martin ist nicht Peter Sellers. Und das ist gut so! Denn niemand braucht eine Kopie von Peter Sellers, wenn er sich die Filme mit dem Original anschauen kann. Steve Martin ist Steve Martin, und Steve Martin ist einer der größten Komiker unserer Zeit, der dem Film seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Stempel aufdrückt. Seine große Stärke liegt, so der Produzent des Films, in einer außerordentlich interessanten Verbindung aus Selbstbewusstsein und Verletzlichkeit. Sein Humor ist tiefgründig und ironisch, und besonders zeichnen ihn seine slapstickartigen Bewegungen aus, die an die großen Komiker der Stummfilmära wie Charlie Chaplin und Buster Keaton erinnern.

Unterstützt wird Steve Martin bei seiner Arbeit von einer illustren Schar von Kollegen, unter ihnen auch der Oscar-Preisträger Kevin Kline, den wir aus den unterschiedlichsten Filmen kennen, egal ob Drama oder Komödie. Er stellt Clouseaus Chef Dreyfus dar. Für die Rolle von Clouseaus neuem Assistenten, dem Gendarmen Gilbert Ponton, wurde Frankreichs großer Filmstar Jean Reno gewonnen, der sich ebenfalls schon erfolgreich durch verschiedene Genres gespielt hat und uns zuletzt sogar als Werbestar eines Logistikunternehmens ins Wohnzimmer geflimmert ist.

Popstar Beyoncé Knowles spielt den Popstar Xania, also quasi sich selbst. Beyoncé, die sowohl als Solokünstlerin als auch mit ihrer Mädchengruppe „Destiny’s Child“ international beachtliche Erfolge feierte, hat ihr schauspielerisches Können schon in Austin Powers unter Beweis gestellt. In Der Rosarote Panther macht sie nun wieder das, was sie am besten kann: singen und hübsch aussehen.

Fußball und Diamanten

In seinem mittlerweile zehnten Kinoabenteuer steht Inspektor Clouseau (mal wieder) vor seinem wichtigsten und schwersten Fall. Der weltbekannte Fußballtrainer Yves Gluant hat die französische Nationalmannschaft gerade zum Sieg über das chinesische Team geführt. Als er und seine wunderhübsche Geliebte, der internationale Popstar Xania, von den Fans bedrängt und bejubelt werden, wird er von einem Giftpfeil getroffen.

In der daraufhin entstehenden Panik verschwindet auf mysteriöse Weise Gluants unschätzbar wertvoller Diamantring „Der Rosarote Panther“. Der Mord wird zu einem Medienereignis von internationalem Interesse. Chefinspektor Dreyfus beauftragt Clouseau und dessen stoischen Partner Ponton mit dem Fall. Diese folgen den Spuren und landen schließlich in New York mit all seinen Gangstern und Banditen, mit dem Times Square, der Fifth Avenue und dem frisch renovierten Waldorf Astoria Hotel.

Nach und nach schließt sich der Kreis um die wichtigsten Verdächtigten, zu denen neben Xania auch ein erfolgloser Fußballstar, ein Casinoeigner und eine Publizistin gehören. Doch am Ende muss Clouseau nicht nur den Mörder enttarnen, sondern auch wieder aufpassen, dass nicht Dreyfus die Lorbeeren einheimst.

jp

Fotos: Foxfilm (9)