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Mit großen Augen
Disneys neues Musical „Tarzan“ berauscht die Sinne.
Als die Forscherin Jane zum ersten Mal im afrikanischen Dschungel auf die dortige Tier- und Pflanzenwelt stößt, die sie bis dahin nur aus den Lehrbüchern kannte, ist sie überwältigt – betört von der Vielfalt und berauscht von der Schönheit. So sehr ist sie gefangen von der Situation, dass sie gar nicht bemerkt, tatsächlich von einer gigantischen Spinne in einem riesigen Netz gefangen worden zu sein.
Ebenso staunen wie die mutige Forscherin im Urwald sollen auch die Zuschauer im Musical „Tarzan“, das Ende Oktober seine Premiere in Hamburg feierte und Flora und Fauna des afrikanischen Kontinents – passenderweise – ins Theater „Neue Flora“ zaubert. Um dies zu erreichen, wurden ganz neue Wege beschritten, die das deutsche Publikum in Bann ziehen werden.
Augen auf!
Mittendrin im Geschehen sitzen die Zuschauer, wenn das Schiff mit Tarzans Eltern im Gewitter kentert, die Familie sich an den Strand der afrikanischen Westküste retten kann und die weitere Geschichte im undurchdringlichen Urwald ihren Lauf nimmt. Die Handlung spielt nicht allein auf der Bühne, sondern im gesamten Saal und vor allem in der Luft, wo sich scheinbar mühe- und schwerelos die Darsteller mit Hilfe von Lianen fortbewegen.
Für die spektakulären Flugszenen ließen die Produzenten in Argentinien eigens ein ganz spezielles Fluggeschirr entwickeln, das für jeden einzelnen Darsteller maßgefertigt wird und ihm dann in der Luft eine 360°-Rotation um die eigene Achse ermöglicht. Ganze 16 Kilometer Seil werden benötigt, um die Szenen zu realisieren. Damit keinem der Darsteller etwas passiert, gibt es unzählige Sicherungsmaßnahmen. So ist zum Beispiel der gesamte Bühnenraum umlaufend mit dreilagigen, aufblasbaren Luftkammern gepolstert, die permanent mit 400 Kubikmeter Luft befüllt werden.
Beeindruckend sind nicht allein die technischen Herausforderungen und Lösungen, sondern auch die optische Umsetzung des Stückes. Achtzig unterschiedliche Kostümdesigns sind zu bestaunen. Vor allem Flora und Fauna des Dschungels wurden extrem aufwendig nachempfunden, denn schließlich soll nicht nur Jane große Augen machen, sondern auch die Zuschauer sollen staunen und träumen. So besteht zum Beipiel das Kostüm der Trompetenblume aus sechzig Metern handgemalter und handplissierter Seide und misst im fertigen Zustand eine Länge von rund drei Metern.
Mit viel Herzblut
Die Geschichte von Tarzan ist in den vergangenen Jahrzehnten in Filmen, Comics und Serien immer wieder neu erzählt worden. Für das Musical gingen die Produzenten zurück zu den Wurzeln der Geschichte, in der vor allem die Beziehung zwischen Tarzan und dem Gorillaweibchen Kala dargestellt wird. Nach dem Tod seiner Eltern wird Tarzan von Kala aufgezogen, die selbst gerade ihr Junges verloren hat. Gegen den Widerstand der Horde, die sich vor dem Menschenkind fürchtet, zieht sie Tarzan mit viel Liebe und Fürsorge auf. Doch je älter Tarzan wird, desto deutlicher spürt er, dass er anders ist. Erst als er zufällig die britische Forscherin Jane und ihren Vater trifft, kommt er seinen eigenen Wurzeln näher.
Die Musik des Musicals stammt vollständig aus der Feder von Phil Collins. Bereits für den Disney-Zeichentrickfilm schrieb er die Songs und erhielt dafür den Grammy für die beste Filmmusik sowie einen Oscar für den Titelsong „Youll Be In My Heart“. Hier legt er nun seinen ersten kompletten Musical-Soundtrack vor und beweist damit, dass er von der Ballade bis zur mitreißenden Tanznummer die gesamte musikalische Bandbreite beherrscht.
Die beiden Hauptdarsteller Anton Zetterholm und Elisabeth Hübert sind für viele Zuschauer keine Unbekannten. Denn sie wurden mit großem Aufwand im Rahmen der TV-Show „Ich Tarzan, du Jane!“ ausgewählt und eroberten sich dort bereits die Herzen des Publikums.
Tarzan - Erleben Sie Disneys Musical „Tarzan“ im Theater Neue Flora
Stresemannstraße 159a, 22769 Hamburg
Tickets und weitere Infos unter
www.musicals.de oder
Telefon (01805) 4444
(14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreise weichen ab).
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