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In den Straßen von NewYork
Kinotipp: „Die Liebe in mir“
„Die Liebe in mir“ ist eine Liebeserklärung an New York. Und an die Freundschaft.
Es ist mal wieder Zeit für große Gefühle. Wenn am 16. August Die Liebe in mir mit Adam Sandler und Don Cheadle ins Kino kommt, gibt es davon jede Menge. Schließlich geht es in diesem Film um ein großes Thema: Freundschaft.
Nach vielen Jahren treffen sich die ehemaligen Studienkollegen Charlie Fineman (Sandler) und Alan Johnson (Cheadle) zufällig wieder. Damals bewohnten sie gemeinsam ein Zimmer im Wohnheim und hatten eine tolle Zeit. Doch wie es oft so ist, verloren sie sich nach dem Studium aus den Augen.
Am Scheideweg: das Schicksal
Alans Leben hat sich offenbar hervorragend entwickelt. Er ist erfolgreicher Zahnarzt, hat eine hübsche Frau und nette Kinder. Doch irgendwie ist er trotzdem nicht glücklich und fühlt sich von seinen Pflichten im Beruf und in der Familie überfordert. Charlies Leben hingegen ist ganz anders verlaufen. Bei den Anschlägen auf das World Trade Center im September 2001 hat er seine gesamte Familie verloren. Seitdem hat er sich in sich selbst zurückgezogen und sein altes Leben aufgegeben. Er fährt meist einsam und mit Kopfhörern abgeschottet auf seinem Elektroroller durch New York. Auf den ersten Blick sind die beiden Männer sehr unterschiedlich. Doch eines haben sie gemeinsam: Sie haben niemanden, mit dem sie über ihre Probleme und über ihr Leben reden können.
Langsam gelingt es Alan, in Charlies Isolation einzudringen und sein Vertrauen zu gewinnen. Beide nähern sich einander an, lassen die Erinnerung an die gemeinsame Zeit aufleben und machen viele neue Erfahrungen. Schon bald erkennt Alan, dass die Begegnung nicht nur Charlie neue Wege aufzeigt, sondern auch ihm selbst guttut.
Hauptdarsteller: New York
Der Stadt New York wurde schon oft in Filmen ein Denkmal gesetzt. Kein Wunder, denn schließlich ist die Stadt lebendig und vielfältig wie kaum eine andere. Für Die Liebe in mir haben die Filmemacher ganz bewusst auf Hubschrauber-Aufnahmen der New Yorker Skyline verzichtet, die in anderen Filmen gerne verwendet werden. Stattdessen wird der Film aus der Perspektive von Charlie Fineman erzählt: Die Bilder zeigen die Straßen und Orte, in denen er mit seinem Roller unterwegs ist. Auf diese Weise wollen die Brüder Mike (Autor und Regisseur) und Jack Binder (Produzent) einen ganz persönlichen und intimen Blick auf die Stadt ermöglichen.
Die Zuschauer sollen den Eindruck bekommen, tatsächlich in der Stadt zu sein, statt einfach einen Film zu sehen. Die Stadt wird so fast selbst zu einem Darsteller im Film. Im Vordergrund stehen weniger die bekannten touristischen Sehenswürdigkeiten als vielmehr ganz alltägliche Orte wie Restaurants und Bars, Kinos oder Wohnungen. Die Filmcrew nutzte jede sich bietende Gelegenheit, um Orte und Gebäude der Stadt für den Film einzufangen. Das ging so weit, dass sogar bestimmte Eingangstüren von Gebäuden gefilmt wurden, um die „Seele“ des Big Apple abzubilden.
Aus der Bahn geworfen
Ein besonderes Anliegen war für Regisseur Mike Binder, seine eigenen Erlebnisse und Beobachtungen zu den Anschlägen von 2001 in den Film einfließen zu lassen. Am Tag der Anschläge war er selbst in New York und konnte viele Leute sehen, die aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen worden waren und Verwandte verloren hatten. Als er Monate später wieder in der Stadt war, waren auch die Erinnerungen sehr gegenwärtig, und er erkannte, dass für viele Betroffene das erlebte Trauma andauerte und ihr Leben weiterhin beeinflusste.
Binder will in seinem Film zeigen, dass das Schicksal derartiger Ereignisse jeden Menschen treffen und das ganze Leben umwerfen kann. Während viele Menschen mit ihren schlimmen Erfahrungen alleine bleiben, bekommt die Filmfigur Charlie Fineman die Chance, durch seine neu auflebende Freundschaft die Erlebnisse verarbeiten zu können und einen neuen Weg zu gehen. jp





