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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Gaumenfreuden und Nervenkitzel

Willkommen in der Villa Fernsicht, einem Haus mit Geschichte – und das in doppelter Hinsicht.

Zum einen blickt es zurück auf eine beachtliche Chronik, zum anderen blickt es nach vorn und erfindet sich immer wieder neu mit sprühendem Charme, Mut zum Ungewöhnlichen, ja, und – einer packenden Geistergeschichte.

Strenggenommen genügt ein angrenzender Wildpark, um sich der Kategorie „Erlebnisgastronomie“ zuordnen zu können. Die Villa Fernsicht aber wird alle Erwartungen, die dieser doch so viel mehr versprechende Begriff weckt, definitiv übertreffen.
Das wildromantische Schwentinetal bei Kiel, ein Naherholungsgebiet, das Haus- und Wildtiere vom Schaf bis zum Lama ihr Zuhause nennen, ein Abenteuerspielplatz, Schleswig-Holsteins größtes Freibad mit Wasserrutsche, der Bootsanleger für eine Schwentinetalfahrt … all das ist nur einen Steinwurf entfernt, und doch ist das historische Ausflugslokal selbst das größte Erlebnis.

Schliemanns Erben
Bewegte Jahre eines Familienunternehmens: Im Jahr 1900 von Joachim Schliemann als Pension gegründet avancierte die Villa Fernsicht schnell zum beliebten Ausflugslokal. Ein kleines Märchenschloss mit knarrenden Dielen und antiken Möbeln, die schon bei der Eröffnung vorhanden waren und zum Teil heute noch zu dem markanten Profil dieser „rüstigen Dame“ gehören. Ein Nachfahre brachte 1955 die erste Attraktion ins Haus: einen Reptilienzoo, der in den 80er Jahren allmählich durch einen die Villa säumenden Vogelpark abgelöst wurde.

Die vierte Generation machte sich zudem als singende Wirtsleute einen Namen, und die mittlerweile fünfte Generation etablierte innerhalb weniger Jahre sorgfältig ausgetüftelte saisonale Sonderaktionen. Absoluter Publikumsmagnet sind die wiederholt anstehenden Gruselwochen.

Verspukt nochmal
Während die Eltern dafür Sorge tragen, dass die Gäste kulinarisch verwöhnt werden, setzen Holger und Ina Schliemann mit ihren Helfern alles daran, die übrigen Sinne der Besucher zu kitzeln. Das junge Kreativteam agiert mit vereinter Kraft in Sachen Dramaturgie, experimenteller Erfindung und Handwerk für die Attraktion des Herbstes: die „Gruselwochen 2008“.

Aus einem 2002 als „finsteres Grusellabyrinth“ gegründeten 1-Zimmer-Projekt entwickelte sich ein über die Grenzen der Region hinaus bekanntes Event. Der einstige Geheimtipp wuchs mit explosionsartig ansteigender Nachfrage. So wurde aus einem einzigen Erschrecker inzwischen ein 30-Mann-Ensemble und aus 1500 Gästen stolze 20 000 pro Jahr, die hier in einer Zeitspanne von sieben Wochen durchmarschieren und sich dann ein wohlverdientes, schrecklich gutes Dinner munden lassen.

Schon im Januar beginnt das Brainstorming. Das Schliemann-Team entwickelt eine neue Geschichte samt ihrer Charaktere, schreibt Texte, entwirft Kulissen und Effekte. Dann wird geschraubt, gepinselt und gecastet. So entsteht über Monate eine bis ins Detail geplante Attraktion in völliger Eigenregie und -leistung.

Gepflegtes Gruselambiente statt Halloween-Kitsch
Graf Zahl würde vor Begeisterung glatt das Zählen vergessen. Also nehmen wir es ihm ab: 1, 2, 3, 4 … 70 000 Gäste seit Eröffnung von Deutschlands mittlerweile größtem Grusellabyrinth und Europas einzigem Labyrinth in völliger Finsternis. Fast 2000 Quadratmeter Fläche, ein Kilometer Kulissenwände und über zwei Kilometer Kabel bilden einen atemberaubenden Strudel aus Schockmomenten und witzigen Einlagen, sprich Lachmuskelattacken mit hohem Gruselfaktor. Und diese Riesenattraktion ist noch nicht alles. Für die kleinen Abenteurer ab 5 Jahren gibt es ab dieser Saison auch Grusel „light“ im Kinderlabyrinth.

Am 3. Oktober fällt der Startschuss für das lebendige und interaktive Theater, in dem jeder Gast einen Part übernimmt. Ein echtes Rollenspiel also! Betreten Sie die skurrile Welt des „Wächters“ (berühmter Geisterjäger), beweisen Sie Mut und Geschick im Kampf gegen das „Phantom vom Chat Noir“. Ein ausgelutschter Kürbis? Von wegen. Sie bekommen es mit übel gelaunten Bewohnern der Unterwelt und erschreckend agilen Untoten zu tun!

Ein Blick in den Terminkalender der Villa lohnt sich. Neben dem zeremoniellen Eröffnungstag sind unter anderem mehrere Invasionen der Untoten mit den Stars der „Boo-Crew“ und die „Nacht der Hexen“ zu Halloween geplant.

Mmmh lecker … Gespaltenes Hirn an Fledermausragout
Nach 80 Minuten im Grusellabyrinth lockt ein weiterer fürchterlicher Hochgenuss: ein köstliches Mahl im schaurigen Ambiente der sonst so zauberhaften Villa oder das Grusel-Schlemmerbüfett im historischen Festsaal „Castello“ – mit allen Zutaten des Grauens! Nein, kein Grund zur Sorge – hier wird ganz real und mit viel Liebe gekocht (zu familienfreundlichen Preisen!).

Ein Besuch in der Villa Fernsicht ist die beste Alternative zu PC-Spiel und TV. Hier arbeitet die ganze Familie zusammen, um weiterzukommen. Und Familie Schliemann macht es uns vor, denn in jedem Event steckt viel Herzblut und Energie. Angstschreie und freudige Gesichter sind dabei der schönste Lohn!

Vorreservierung ist dringend empfohlen. Termine, Preise, Wegbeschreibung und hilfreiche Tipps im Vorwege finden Sie unter www.villafernsicht.de

tide

Fotos: Villa Fernsicht