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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Fauler Zauber in New Orleans

Disneys neuer Zeichentrickfilm »Küss den Frosch« ab 10. Dezember im Kino.

Eine Welt voller Zauber – das trifft auf die Südstaaten-Metropole New Orleans genauso zu wie auf die Zeichentrickjuwelen aus der Werkstatt der Disney Studios. Wenn beides in einem Film aufeinandertrifft, entsteht pure Magie. Der neue Film »Küss den Frosch« wandelt auf den klassischen Zeichentrickpfaden, die schon seit Generationen viele Meisterwerke hervorgebracht haben, und haucht ihnen erneut auf wunderbare Weise Leben ein.

Magie ist in diesem Film wahrlich zu finden, in jeder Hinsicht. Da gibt es die dunkle Magie der Voodoo-Zauber, die den Helden des Films das Leben schwer macht. Aber es gibt auch die Magie der Musik und der Ballsäle, die die Menschen zusammenführt und bezaubert. Und nicht zuletzt – wie es sich für einen richtigen Disney-Film gehört – spielt natürlich auch die Magie der Liebe eine große Rolle.

Finstere Machenschaften
Im New Orleans zu Beginn des vorigen Jahrhunderts kämpft die farbige Kellnerin Tiana um ihren Lebenstraum: Sie möchte endlich ihr eigenes Restaurant führen, und dafür spart sie schon seit Jahren jeden Cent, der von ihrem kargen Lohn übrig bleibt. Charlotte, ihre Freundin aus Kinderzeiten, hat es da viel einfacher, denn ihr Vater ist einer der reichsten und mächtigsten Männer der Stadt. Als Charlotte erfährt, dass ein leibhaftiger Prinz in die Stadt kommt, lässt sie ihren Vater eine große Kostümparty veranstalten, um dort das Herz des begehrten Mannes zu erobern. Tiana soll sich dort um die Verpflegung kümmern und so das nötige Geld für ihr eigenes Restaurant verdienen.

Doch ganz so einfach ist die Sache nicht, denn Prinz Naveen ist ein ziemlicher Draufgänger, der das ausschweifende Leben liebt und nur das Geld seiner Eltern ausgibt, welche ihm nun den Geldhahn zugedreht haben. Also muss er dringend eine reiche Frau finden. Hiervon bekommt der undurchsichtige Voodoo-Priester Dr. Facilier Wind, der fortan die Fäden in die Hand nimmt. Er verwandelt Naveen kurzerhand in einen Frosch und gibt dessen Diener Lawrence das Aussehen des Prinzen. In Gestalt des attraktiven Prinzen soll sich Lawrence an Charlotte heranmachen – und über sie auch an den mächtigen Vater.
Dann nehmen die Dinge ihren Lauf, allerdings anders als erwartet. Frosch Naveen kann nur zurückverwandelt werden, wenn ihn eine Prinzessin küsst. In Tiana glaubt er, eine solche gefunden zu haben. Nach einigem Zögern küsst sie ihn tatsächlich, doch nun wird sie selbst ebenfalls in einen Frosch verwandelt. Beide fliehen in die Sümpfe von Louisiana, wo sie beinahe den Alligatoren zum Opfer fallen. Einer von ihnen, Louis, entdeckt jedoch noch rechtzeitig, dass er und Prinz Naveen dieselbe Leidenschaft haben: Jazz-Musik. Und so schließen sie Freundschaft.

Verzaubert aber bleiben die Helden der Geschichte weiterhin. Die exzentrische, uralte Mama Odie scheint die einzige Hilfe zu sein. Also machen sie sich auf die Suche. In der Zwischenzeit ist ihnen jedoch auch der Voodoo-Priester wieder auf den Fersen.

Glühwürmchen und Alligatoren
Im Film treffen die eigenartigsten Figuren aufeinander. Der verschlagene Halunke Dr. Facilier mit einer Mischung aus finsteren Machenschaften und geschmeidigem Auftreten. Mama Odie mit ihrem eigenen Witz, der jazzbegeisterte Louis und auch das verliebte, gutmütige und charmante Glühwürmchen Ray.

Passend zur lebensfrohen Geschichte gibt es auch einen pulsierenden Soundtrack aus der Feder von Altmeister Randy Newman. Darin werden eine Reihe verschiedener Musikstile verknüpft, von Jazz und Blues über Gospel bis zu Zudeco. Randy Newman selbst hat als Kind manchen Sommer in New Orleans verbracht, hat die typische Musik und Vitalität somit schon im Blut.jp

Schon als Kind hat Tiana geschworen, niemals einen Frosch zu küssen. Niemals???
Das New Orleans der 1920er Jahre wird wieder lebendig.
Prinz Naveen ist nicht für die Arbeit geschaffen.
Fotos: WaltDisneyStudios (5)