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Eine »schräglich« nette Familie
»Spamalot« – das Musical der britischen Kultkomiker Monty Python jetzt in Köln.
Ihre Sketche und Filme sind legendär! Vom Ende der sechziger Jahre bis in die frühen Achtziger hinein verbreitete die Truppe Monty Python Unsinn in Reinkultur. Doch halt! »Unsinn« war es sicher nicht, auch wenn alles zweifellos sehr, sehr schräg war. Denn eigentlich hielten die Komiker ihrer Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigten respektlose Parodien auf viele gesellschaftliche Phänomene, die sie beobachten konnten.
Den Anfang machte von 1969 bis 1974 die BBC-Show »Monty Pythons Flying Circus«, in der ganze 45 Folgen lang der Wahnsinn regierte. Die Show zeigte alle typischen Elemente der Komiker: schrägen, hintersinnigen und sehr schwarzen Humor, absurde Themen und eigenwillige Darstellungsformen.
Tabulos komisch
Viele bekamen dort ihr Fett weg: Hausfrauen, Ärzte, die Medien, die Nachbarvölker oder auch mal die Nazis. Und auch vor schwierigen Themen wie dem Tod oder den Religionen machten sie nicht Halt. Später gab es dann verschiedene Kinofilme wie »Die Ritter der Kokosnuß«, »Das Leben des Brian« oder »Der Sinn des Lebens«, in denen die Komiker fast alles veralberten, was ihnen lieb und anderen heilig war.
Viele Szenen gehören heute beinahe schon zur Allgemeinbildung, und auch die Musik hatte schon damals Ohrwurmcharakter. Jahre später, Anfang der Neunziger, schaffte es ein Song sogar an die Spitze der Musikcharts: »Always look on the bright side of life«.
Die Vorlage für »Spamalot«
Einer dieser Filme – »Die Ritter der Kokosnuß« – ist die Grundlage für das Musical »Spamalot«, das vor vier Jahren am Broadway in New York uraufgeführt und begeistert aufgenommen wurde. Das Musical wurde mehrfach preisgekrönt, unter anderem mit dem »Tony Award« und der »Silbernen Rose« in Montreux. Seit Januar 2009 ist die deutschsprachige Produktion im Kölner Musical Dome zu sehen, und das Interesse der Fans ist riesig – ebenso wie die Erwartungen.
Dass nicht nur die Freunde des britischen Humors auf ihre Kosten kommen, sondern auch jeder Musicalfan, dafür sorgen mehr als 20 großartige Ohrwurmhits, die von einem erstklassigen Live-Orchester begleitet werden.
Die Geschichte spielt in Britannien, mitten im Jahre 932 nach Christi. Auf sehr freie und extrem humorvolle Weise erzählt »Spamalot« die Legende von König Artus und seiner Suche nach dem Heiligen Gral. Der liebenswert-schrullige König wird bei seiner Mission unterstützt von seinem treuen Diener Patsy und den Rittern der Tafelrunde – die er jedoch zunächst einmal finden muss. Es beginnt eine ereignisreiche Reise durch das Königreich mit köstlichen Kuriositäten und jeder Menge schräger Einfälle. Da gibt es ganze Scharen von Showgirls, die für reichlich Aufregung in der bunten Truppen sorgen, es gibt ein glitzerndes Las Vegas-Casino, in dem die Tafelrunde tagt. Und Ritter Lanzelot schließlich entpuppt sich als ein leidenschaftlicher Copacabana-Tänzer. Viel Abenteuer und noch mehr Showbiz sind garantiert!
Eigene Wege gehen
Monty Python bestand ursprünglich aus sechs Komikern, darunter John Cleese und Terry Gilliam. John Cleese stieg jedoch schon nach einigen Jahren aus. In jüngerer Zeit spielte er unter anderem in den »Harry Potter«- und »James Bond«-Filmen mit. Terry Gilliam machte sich vor allem als Regisseur einen Namen und war der Wunschkandidat der Autorin für die Verfilmung von »Harry Potter«. Jedoch entschied sich das Studio für einen anderen Regisseur.
Erleben Sie »Spamalot«
»Spamalot« erleben Sie live im Kölner Musical Dome direkt am Hauptbahnhof. Weitere Infos im Internet: www.spamalot.de
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