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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Ein ungebremster Filmspaß

Pixars neuester Filmstreich: „Cars“ ab 7. September im Kino

Wir haben es ja immer geahnt! Autos haben ein Eigenleben, sind genauso zickig, lustig, ehrgeizig oder auch verliebt wie wir Menschen. Pixar, die Filmschmiede aus dem Hause Disney, die uns schon so wunderbare Filme wie Findet Nemo, Toy Story, Monster AG und Die Unglaublichen schenkte, hat nun auch die Geschichte um Lightning McQueen animiert, einen jungen roten Sportflitzer, der unbedingt den begehrten Piston-Cup gewinnen will.

Durch seinen Übermut, seine Frechheit und Unbeschwertheit lehrt Lightning die alten Hasen im Geschäft das Fürchten und sieht auch schon wie der sichere Sieger aus. Wenn er nur nicht so großspurig gewesen wäre und es am Ende nicht gleich drei Autos zeitgleich über die Ziellinie geschafft hätten. In einer Woche soll daher zwischen diesen drei Konkurrenten ein weiteres Rennen die Entscheidung bringen.

Das große Rennen

Lightning macht sich sofort auf den Weg quer durch die Vereinigten Staaten, bleibt aber durch eine Reihe von Zwischenfällen mitten in Texas in einer kleinen Stadt hängen. Was für den jungen Heißsporn zunächst eine Katastrophe ist, beginnt nach und nach aber doch zu seinem Glück zu werden. Denn hier lernt er ein ganz anderes Leben mit vielen kauzigen und liebevollen Bewohnern kennen und findet endlich die Freunde, die ihm bisher fehlten. Und so startet schließlich ein veränderter Lightning McQueen beim großen Finale.

Der Weg ist das Ziel

Die Ideen zum Film setzen sich aus mehreren persönlichen Erfahrungen der Beteiligten zusammen. Auf der einen Seite stand die Begeisterung für Autos und für Animationsfilme und der Wunsch, diese beiden Leidenschaften miteinander zu verbinden. Auf der anderen Seite entwickelte sich ein Sommerurlaub von John Lasseter, der treibenden Kraft hinter dem Film, zu einem einschneidenden Erlebnis. Er fuhr mit seiner Familie im Wohnmobil quer durch die Vereinigten Staaten und erlebte die zweimonatige Reise und die entstehende Nähe zwischen den Familienmitgliedern als derart beglückend, dass er diese Erfahrung im Film verarbeiten wollte.

Dieses ist wohl auch das Erfolgsgeheimnis der Werke von Pixar: Die Geschichten entstammen persönlichen Erfahrungen und kommen von Herzen. Sie behandeln Themen, die die Mitarbeiter und auch die Zuschauer bewegen und so eine Bedeutung über den unterhaltsamen Filmabend hinaus haben.

Vollgas für den Film

Auch in die Umsetzung des Filmes fließt viel Herzblut. Eine Reihe von Schlüsselmitgliedern der Produktion machte sich persönlich auf eine neuntägige Reise entlang der legendären Route 66, um so Informationen aus erster Hand zu sammeln. Sie ließen sich begeistern vom Reichtum der Farben und Formen, von den Häusern und Pflanzen und nahmen sich vor, so viel wie möglich davon für den Film einzufangen.
Sie besuchten auch viele Cafés, Tante-Emma-Läden und Motels, die als Vorbilder für den Film dienten, und lernten dabei immer wieder interessante Gestalten kennen, von denen die eine oder andere ebenfalls in den Film eingeflossen ist.

Denn interessante Gestalten gibt es in diesem Film jede Menge. Noch in keinem anderen Film von Pixar wurden ähnlich viele Figuren geschaffen. Mehr als 100 unverwechselbare Charaktere sind es geworden, die so authentisch wie möglich wirken sollten. Jeder einzelne Animator sollte seine eigene Persönlichkeit in die jeweilige Figur einbringen, und so war das Team immer wieder selbst gespannt auf die Ergebnisse.

Die größte Schwierigkeit bestand darin, die Autos glaubwürdig zu animieren. Die Bewegungen sollten natürlich aussehen, doch wie sehen natürliche Bewegungen von mehr als einer Tonne Stahl und Glas aus? Die Autos sollen ihre Gefühle darstellen können, aber zugleich immer noch wie Autos aussehen. Sie haben keine Arme und Beine und sind auch in ihren Bewegungen stark eingeschränkt. Und so musste die Fantasie ran, und vieles wurde über Versuch und Irrtum einfach ausprobiert. Das Ergebnis werden wir im Kino sehen – und wir sind sicher, es wird gut sein!

jp

Fotos: Buena Vista