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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Ein funkelnder Weihnachtsengel

Show: „Mary Christmas“

„Mary Christmas“ – Die neue Show von Georg Preuße alias Mary
 Man kann fast alles sagen und tun, wenn es charmant rüberkommt.“ Diese Worte stammen aus dem knallrot geschminkten Mund von Deutschlands schillerndster Diva, dem Travestiestar Mary.

Wer sonst könnte diese Worte perfekter mit Leben füllen? Wie ein roter Faden zieht sich das Motto durch die mittlerweile schon 35 Jahre währende Bühnenkarriere von Georg Preuße.

Ein Kessel Buntes
Die Zuschauer erleben ihre Mary nicht einfach als einen Mann in Frauenkleidern, sondern als eine Mischung aus Grande Dame und Sexbombe, die jeden ihrer Auftritte mit Eleganz und Klasse feiert. Die langen Fingernägel setzt Mary auch gern mal zum Kratzen ein und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Das Opfer ihrer Spitzen ist mal sie selbst, mal sind es die Tücken des Alltags. Aber auch Politik und Gesellschaft sind vor ihren Spitzfindigkeiten nicht sicher. Doch selbst ihre zuweilen beißende Kritik trägt sie immer mit einem Augenzwinkern vor. Und so spaltet sie nicht, sondern wirbt vielmehr für Verständnis und Toleranz.

Die Weihnachtsshow ist Marys persönliches Bekenntnis zum Leben und genauso facettenreich wie der Star selbst: nachdenklich und kritisch und im nächsten Moment wieder heiter und bunt. Dingen, die man gewöhnlich viel zu ernst nimmt, begegnet sie mit Gelassenheit. Genauso wichtig ist der Raum für Themen, die man nicht ernst genug nehmen kann. Und darum legt Mary auch den Finger in die Wunden unserer Zeit und spricht über den Krieg im Nahen Osten und die Mütter, die den Tod ihrer Söhne beklagen.

Ein Leben für die Show
Eine Diva auf ihr Alter anzusprechen, gehört sich nicht! Aber bemerkenswert ist auf jeden Fall, dass die ersten professionellen Auftritte von Georg Preuße vor 35 Jahren bereits im Jahr 1972 stattfanden, damals noch unter dem Künstlernamen Mary Morgan. Am 1. Juli 1978 hatte das Duo „Mary Morgan & Gordy Blanche“ den ersten gemeinsamen Auftritt im Hilton München. Gemeinsam mit Bühnenpartner Reiner Kohler feierte sie fortan große Erfolge, national wie international.

Anfang der 80er Jahre hatten beide unter dem verkürzten Namen „Mary & Gordy“ ihre erste eigene Fernsehshow, die in 17 weiteren Ländern ausgestrahlt wurde. In den folgenden Jahren gab es ausverkaufte Tourneen, erfolgreiche Fernsehshows und Langspielplatten sowie eine Vielzahl von Auszeichnungen und Ehrungen. Reiner Kohler musste nach einigen Jahren seine Bühnenkarriere aus gesundheitlichen Gründen beenden; er starb 1995.

Mary machte alleine weiter und war fortan aus dem Showgeschäft nicht mehr wegzudenken. Schon ihre erste Solo-Show „Mary – die frech, frivole Illusion“ wurde ein Riesenerfolg. In den kommenden Jahren folgten unzählige Auftritte im Fernsehen und auf den Bühnen in ganz Europa. Selbst kleine Gastauftritte, wie ihre Rolle als Flötenspieler Kokopelli in der Krimiserie „Derrick“, zeugten von der unvergleichlichen Bühnenleidenschaft. Und auch in dem wohl wichtigsten Theaterstück der Nachkriegszeit – „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert – spielte Georg Preuße derart leidenschaftlich, dass die Kritik sich förmlich überschlug. 

Weihnachtszeit, Lichterglanz und Geschenke

Die Show „Mary Christmas“ läuft vom 20. November 2007 bis zum 13. Januar 2008 im Admiralspalast in Berlin. Karten sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen, unter der Tickethotline
(0 30) 4 7 99 74 77 und unter
www.eventim.de


jp

Fotos: Jürgen Frahm, Robert Recker