Artikel dieser Ausgabe aus Freizeit
Meine Gesundheitsapotheke
Das Eis als Bühne
Schlittschuhlaufen
Wenn es im Winter so richtig kalt wird, werden die Naturseen in Mitteleuropa zu glitzernden Eisflächen. Schlittschuhlaufen ist angesagt. Was gibt es Erhebenderes, als leicht wie eine Feder auf zwei Kufen an einem romantischen Winterabend über das Eis zu gleiten? Schon Katharina Witt, die zweifache Olympiasiegerin im Eiskunstlaufen, erkannte: „Das Eis ist eine Bühne!“
Egal ob draußen oder drinnen: Schlittschuhlaufen ist die perfekte Kombination aus Sport und Vergnügen, und zwar für die ganze Familie. Dabei lernen es die Kinder besonders schnell. Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings – es sieht leichter aus, als es ist.
Die ersten Schritte
Bevor man halbwegs elegant über das Eis gleiten kann, bedarf es nicht nur einer gehörigen Portion Geduld, sondern auch eines gewissen Maßes an Frustrationstoleranz. Die ersten Schritte geraten nur zu häufig zur ungewollten Schlitterpartie. Freunde und Verwandte tarnen ihr eigenes Unvermögen dabei gerne mit Spötteleien über andere Novizen auf der Eisfläche. Dabei bietet das Schlittschuhlaufen, beherrscht man erst einmal die Grundtechniken der Fortbewegung auf dem spiegelglatten Untergrund, einen nicht zu verachtenden Fitnessfaktor.
Eislaufen ist ein gesunder Sport, daran ändern auch mögliche Ausrutscher nichts. Wem es gelingt, über einen längeren Zeitraum gleichmäßig seine Bahnen zu ziehen, der tut einiges für sein Herz-Kreislauf-System, verbrennt nebenbei noch etwas Fett und trainiert bei entsprechender Intensität darüber hinaus sogar noch die Muskeln an Po und Oberschenkeln. Übrigens: Das Gleiten auf dem Eis ist wesentlich gelenkschonender als beispielsweise Joggen und daher auch gut für ältere Menschen geeignet. Ein besonders wichtiger Hinweis für Eltern: Eislaufen schult Gleichgewichtssinn, Körperbeherrschung und Koordination Ihrer Kinder.
Es kann losgehen
Sicherheit geht vor, das gilt natürlich auch beim Schlittschuhlaufen. Die Schuhe sollten einen festen Schaft haben, damit der Fuß Halt findet. Will man nur geradeaus fahren lernen, genügt ein Schuh mit Kunststoffschale. Für anspruchsvollere Pläne sollte es ein Eislaufstiefel aus Leder sein. Wichtig ist: Die Kufen müssen gut geschliffen sein. Wählen Sie auf jeden Fall einen Eiskunstlaufstiefel mit Zacken an der Spitze. Darauf stehen Sie sicherer als auf der runden Schiene eines Eishockeystiefels.
Nur der gesunde Bewegungsdrang allein reicht allerdings nicht aus, um das Wintervergnügen in vollen Zügen genießen zu können. Zugefrorene Gewässer erfordern besondere Aufmerksamkeit. Dort gilt vor allem: Eisflächen nur dann betreten, wenn sie auch offiziell freigegeben sind. Um eventuellen Sturzverletzungen vorzubeugen, empfehlen sich für Kinder und Anfänger Knie- und Ellenbogenschoner, gegebenenfalls sogar ein passender Helm.
Auf dem Eis
Das Schlittschuhlaufen auf einer Natureisfläche macht natürlich am meisten Spaß. Jedes Jahr fiebern die Eislauf-Enthusiasten der kalten Jahreszeit entgegen, immer wieder geht der Blick auf das Thermometer. Wann sind die Eisschichten endlich tragfähig? Das Besondere am Schlittschuhlaufen ist die völlig andere Perspektive auf die bekannte Umgebung. Bei jedem Lauf erschließen sich uns neue Eindrücke: verschneite Tannen am Ufer, spektakuläre Berghänge, die Frische der klaren Winterluft in unseren Atemwegen, das Gefühl von unbändiger Freiheit auf dem Eis. Doch nicht immer bieten unsere milden Winter die Möglichkeit, das Vergnügen in freier Natur zu genießen.
Freiluftanlagen
Zusätzlich zu den zahlreichen Eishallen sprießen pünktlich mit dem Einbruch der kalten Jahreszeit überall die künstlichen Freiluftanlagen aus dem Boden. Jeder kennt aus Film und Fernsehen die weltbekannten Eisflächen vor der majestätischen Skyline am Rockefeller Center mitten in New York City oder im Gorki Park in Moskau.
Doch auch hierzulande bieten sich atemberaubende Kulissen. Sei es am Münchener Stachus oder auf der Hamburger Eisbahn „Planten un Blomen“, die Möglichkeiten werden immer attraktiver. Längst sind die Eisbahnen Treffpunkt für Familien und Verliebte. Und falls das Wetter mal nicht mitspielen sollte, gibt es ja immer noch Indoor-Hallen, die fast genauso viel Spaß auf den flotten Kufen versprechen. nawe






