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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Achtung, wild!

Serengeti-Park

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Ferne ist schon da? Der Serengeti-Park Hoden­hagen, im Städte­dreieck Hamburg-Bremen-Hannover gelegen, holt uns exotische Tiere in heimische Gefilde und eignet sich als Ausflugsziel für die ganze Familie.

Das Foto in meinen Händen ist alt. Es zeigt ein strahlendes Kind der 70er Jahre, eindeutig an der blauen Latzhose und der zeitgenössischen Frisur als solches zu erkennen. Auf seinem Schoß liegt ein junges Löwenbaby, allerdings eher irritiert denn euphorisch in die Kamera blickend. Auch wenn der letzte Besuch bei Simba und Co. schon etwas länger her ist: Der Serengeti-Park Hodenhagen weckt schöne Erinnerungen.

Natürlich hat sich mittlerweile einiges getan. Der Park ist kontinuierlich gewachsen. Im Laufe der Zeit haben sich dem eigentlichen Safari-Erlebnis weitere Themenwelten hinzugesellt. Die Affenwelt ergänzt die Tierfraktion, in der Freizeit- und Wasserwelt kommen Freunde der Fahrattraktionen voll auf ihre Kosten. Außerdem neu im Programm sind die Lodges, die seit dem letzten Jahr Möglichkeiten zur Übernachtung auf dem Parkgelände bieten.

Der Herzog der Löwen
Initiator dieses Projektes war der Herzog von Bedford. Gemeinsam mit einer Gruppe US-amerikanischer Investoren begann er ab 1972, seinen Traum vom europaweit größten Safaripark umzusetzen. Bereits 1974 war es so weit und der Park öffnete seine Pforten. Seither folgten unzählige, die Nähe zur Natur suchenden Tierliebhaber dem Ruf der Wildnis.

Ein 110 Hektar großes Gelände empfindet als Tierland den afrikanischen Kontinent nach und bietet knapp 1500 Tieren ein Zuhause. Verteilt auf 14 Areale sind sie untergebracht. Schließlich will man ja nicht, dass sich zwei „ins Gehege kommen“. Zu bestaunen gibt es Giraffen, Nashörner, Zebras, Antilopen, Löwen, Elefanten, Leoparden und viele weitere Tierarten, die Savanne und Dschungel bevölkern.

Im Familienverbund oder auch als Einzelgänger ist der Besucher in der Lage, entlang der zehn Kilometer langen Strecke das artgerechte Verhalten zu studieren. Entweder vom eigenen Pkw aus oder bei einer der regelmäßig verkehrenden Serengeti-Bustouren. Fast möchte man behaupten, es handele sich um einen Zoobesuch mit umgekehrten Vorzeichen: Während der Mensch „eingesperrt“ in seinem Gefährt hockt, mustern neugierige Tiere von draußen gelegentlich, wer oder was da zu ihnen vorgedrungen ist.

Die ganze Affenbande
Noch weiter auf Tuchfühlung geht es dann in der Affenwelt, die zwischen 1997 und 2000 entstanden ist. Hier bewegt sich der Mensch größtenteils barrierefrei neben seinem nächsten (biologischen) Verwandten. Nur das Highlight, das Amboseli-Menschenaffen-Reservat, ist von einem sechs Meter breiten, natürlichen Gewässer getrennt. Auf Schritt und Tritt befindet man sich hier in guter Gesellschaft – 200 Affen zwanzig verschiedener Arten sind stets in der Nähe. Gerade erst im vergangenen Jahr wurde die Anlage der Berberaffen, Weißkopfmakis und Kattas ausgebaut. Vertiefendes Wissen über die Primaten und andere Parkbewohner können Schulklassen übrigens in der seit 2007 neu im Programm stehenden Safarischule in Erfahrung bringen.

Wem der Sinn jetzt schlichtweg nach Unterhaltung steht, der sollte im Anschluss die verbliebenen zwei Welten des Parks ansteuern. Besonders die jungen „Löwen“ in Ihrer Begleitung werden es Ihnen danken. Die Fahrattraktionen der Freizeit- und Wasserwelt können sich durchaus mit jenen großer Freizeitparks messen. Der 17 Meter hohe „Victoria Freefall“-Tower, die Riesenschiffschaukel, die Wildwasserbahn, die neue Achterbahn „Wilde Maus“ und viele weitere Fahrgelegenheiten sorgen für einen erhöhten Adrenalinpegel.

Derlei „tierisches“ Vergnügen macht aber auch ganz schön müde, und wir wissen, dass am Ende vom Tag auch der mächtigste Löwe schlafen muss. Vielleicht ja sogar in seinem natürlichen Habitat! Dann kann er auch am Folgetag auf Entdeckungstour gehen. Denn es gibt immer noch mehr zu sehen, so zum Beispiel das hier geborene Elefantenbaby Bou Bou.

Weitere Informationen unter
www.serengeti-park.de

Fotos: Serengeti-Park Hodenhagen (3)