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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Artikel dieser Ausgabe aus Familie & Gesellschaft

Winterpfunde ade!

Leicht in den Frühling …

Wenn die Zahlen auf der Waage nach oben klettern, dann fällt die gute Laune in den Keller. Fett oder fit?
Die Frage nach der Ursache für unsere Stimmung ist schnell beantwortet …

Winterspeck und Winterschlaf. Zwei, die es sich in den letzten Monaten schwer bei uns bequem gemacht haben. Ziemlich träge sitzen sie auf der Hüfte und in unseren Gliedern. Die Hose kneift und das Sofa lockt uns unentwegt zu einem Schläfchen. So kann es nicht ins Frühjahr gehen! Jetzt hilft nur noch: runter von der Couch, ran an das »Hüftgold«, raus an die frische Luft und Fitness tanken.

»Weg mit dem Speck« ist das große Ziel. »Nulldiäten« lassen wir dabei aber einfach links liegen. Sie sind zum einen ungesund und zum anderen bleibt uns das Ergebnis nicht einmal bis zum ersten Auftritt in Badehose und Bikini erhalten. Dem Jo-Jo-Effekt sei Dank. Und frühjahrsfit werden muss schließlich nicht weh tun. Ein bisschen mehr Bewegung und die Umstellung unserer winterlichen Essgewohnheiten reichen vollkommen aus, um wieder eine gute Figur zu machen.

Für Schlafmützen heißt es: Augen auf!
Wenn es draußen grau und ungemütlich ist, dann machen es uns Igel, Siebenschläfer und Co. vor: Sie überwintern schlafend. Für die meisten unter uns hört sich das nicht allzu fremd an – auch wir könnten in dieser Zeit sprichwörtlich schlafen wie ein Murmeltier.

Woran liegt das? Kurz gesagt: am Licht. Es bestimmt, wie lange und wie viel wir schlafen oder wach sind. Spezielle Rezeptoren auf der Netzhaut der Augen registrieren die Helligkeit und steuern so die Ausschüttung des Hormons Melatonin.

Dieses macht schläfrig und raubt uns die gute Laune. Das heißt, je kürzer und dunkler die Tage, desto mehr Melatonin produziert die Zirbeldrüse im Gehirn, desto müder sind wir. Jetzt aber, in der Übergangszeit von Winter zu Frühjahr, verstellt sich unsere innere Uhr wieder.
Die Tage werden länger und heller und wir erwachen aus unserem »Winterschlaf«. Gerade rechtzeitig, um dem Winterspeck Beine zu machen.

Esslust statt Winterfrust
Hand aufs Herz: Wie jedes Jahr hat uns die Weihnachtszeit mit gutem Braten, mit Plätzchen, Lebkuchen und Schokolade rundum verwöhnt. Und wie immer währte der verführerische, hochkalorische Genuss nur kurz. Länger halten sich die zusätzlichen Pfunde. Schwerwiegende Gründe dafür, wieder Leichteres wie Obst, Salate und Gemüse auf dem Einkaufszettel festzuhalten.

Obwohl früh im Jahr, hat der Februar schon einiges zu bieten: Chicorée, Endivien- oder Feldsalat zum Beispiel. Sie füllen unsere Nährstoffspeicher wieder mit den notwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Viele Winter-Gemüsesorten haben noch Hochkonjunktur: Rote Bete, Schwarzwurzel, Grünkohl, aber auch Rot-, Weiß- und Wirsingkohl. Eine gesunde und schmackhafte Vielfalt, die auf der Waage garantiert unsichtbar bleibt.
Wer bereits den inneren Schweinehund besiegt hat und viel Sport treibt, der greift zu Quark oder dem kalorienarmen Magerquark. Sie schmecken pur, süß mit Früchten oder herzhaft mit Kräutern. Die Milchprodukte machen satt und sind die ideale Fitnesskost; denn sie enthalten das für die beanspruchte Muskulatur unentbehrliche Milcheiweiß.

Die Pfunde purzeln
Wer etwas für die Figur tun möchte, der kann sich vor der Bewegung nicht drücken. Eine halbe Stunde täglich an der frischen Luft bringt gute Laune und weckt die Unternehmungslust: joggen, wandern oder Rad fahren. Allein oder gemeinsam rücken wir den Fettpölsterchen zu Leibe und genießen gleichzeitig das beginnende Frühjahr in der Natur. Immer beliebter bei Jung und Alt ist Nordic Walking. Denn der Sport mit den Stöcken ist ein wahrer Allrounder: Arm-, Bauch- und Brustmuskulatur werden trainiert; Wirbelsäule, Knie- und Fußgelenke dagegen entlastet.

Der Februar ist draußen noch zu ungemütlich? Dann gibt es auch für drinnen und zuhause gute Gelegenheiten, etwas für Gesundheit und Figur zu tun. Mit dem Springseil etwa, aber auch ein paar Hüpfer auf dem Minitrampolin zeigen ihre Wirkung.

Aber Achtung! Gerade nach den sportlich mauen Wintertagen gilt: den Körper erst langsam wieder an Belastung und Ausdauersport gewöhnen. Ausreichend Zeit für Regeneration sollte auf jeden Fall stets mit eingeplant werden.
»Couchpotatoes« haben keine Chance. Denn faule Ausreden machen garantiert nicht fit fürs Frühjahr! Das überzeugende Argument: Bewegung lässt sich problemlos in den Alltag integrieren.

Einfach öfters das Auto stehen lassen und mit dem Drahtesel zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren. Im Büro nehmen wir die Treppe statt des Aufzugs und in der Mittagspause gibt es ab sofort einen Spaziergang zum Dessert.

Denn am Ende gilt die schlichte Regel: Wer mehr Kalorien verbraucht, als er mit der Nahrung aufnimmt, baut überflüssige Pfunde ab.

Morgenmuffel werden eiskalt erwischt
Wohlfühlen und entspannen mit einem angenehmem Nebeneffekt: das ist der Saunagang nach dem Sport. Gerade in der kalten Jahreszeit stärken Sauna oder Dampfbäder unser Immunsystem. Der Wechsel von Wärme zu extremer Kälte kurbelt dazu den Kreislauf an, sorgt für eine bessere Durchblutung und erhöht den Stoffwechsel. Übrigens funktioniert dieses Prinzip auch zuhause: Morgens einfach die Dusche von heiß auf kalt stellen und wieder zurück – das erfrischt Körper und Seele.

Dem Winterschlaf und dem Winterspeck zeigen, wo’s lang geht: Das ist das Motto, wenn der Frühling vor der Tür steht. Und das Schöne daran ist, dass es viele Wege gibt, um fit zu werden – jeder nach seinem Geschmack und ohne großen Verzicht. Ein paar kleine Veränderungen im Alltag genügen, und schon lachen wir dem Frühjahr um ein paar Pfund leichter und zufriedener entgegen.

mika

Fotos: Shutterstock