Artikel zum Thema Familie&Gesellschaft

 
Sie sind hier: Familie & Gesellschaft / Artikel
Mittwoch, 23. Mai 2012
...

Artikel dieser Ausgabe aus Familie & Gesellschaft

Jetzt wird’s bunt!

Tipps für die österliche Kreativwerkstatt

Eine üppige Osterdekoration ist ein preiswertes Vergnügen, denn man braucht dazu nur einfach Hühnereier auszublasen und sie dann nach Lust und Laune zu gestalten.

Erst mal kräftig durchpusten …

Vor dem Ausblasen reinigen Sie die Eier und stechen oben und unten mit einen Eierpiekser oder einer spitzen Nadel ein kleines Loch hinein, das Sie dann mit einer sauberen Stricknadel vorsichtig vergrößern. Stechen Sie mit der Nadel nicht nur die Innenhaut durch, sondern auch das Dotter an, so pustet es sich leichter.

Nun halten Sie das Ei über eine hohe Schüssel und blasen kräftig hinein, so dass der Inhalt herausgepresst wird. Wer rot anlaufende Köpfe oder Muskelkater in den Pustebacken vermeiden will, kann die Luft auch mit einer Einwegspritze aus der Apotheke (ca. 10 mm, mit Kanüle) in das Ei pumpen. Zum Schluss das Ei noch einmal vorsichtig reinigen und trocknen lassen.

… dann sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt!

Die „Kunst am Ei“ ist einfach und vielseitig zugleich.

Mit einem dickeren Pinsel und einfachen Tuschkastenfarben können schon Dreijährige – abstrakt und farbenfroh – kleine Aquarellgemälde auf die Schale zaubern.

Ältere Kinder greifen vielleicht lieber zu Ölkreide oder Glitzerkleber. Mit Bunt- oder Filzstiften lassen sich detailreiche Szenen aus dem Osterhasenland darstellen.

Praktisch ist es, die Eier zum Bemalen auf einen dünnen Schaschlikspieß aufzuspießen. Dazu klebt man ein kleines Stück Tesafilm über eins der Löcher und sticht den Spieß hinein. So hat man das Ei fest im Griff und kann es zum Trocknen in einen Styroporblock pieksen.

Wenn die Farben gut durchgetrocknet sind, können Sie die kleinen Kunstwerke mit Klarlack oder Sprühlack wasserfest und lange haltbar machen.

Doch wer nicht malen mag, kann auch bekleben. Begonnen bei einfachen Osteraufklebern und -stickern, die schon sehr kleinen Kindern zu dekorativen Erfolgserlebnissen verhelfen, bis hin zu kunstvoll mit Bändern und Borten umwickelten oder paillettenverzierten Eiern, die eher etwas für die große Schwester sind.

Lustig sind Eierköpfe, denen rund ums gemalte Gesicht ein Kostüm aus Stoffresten oder Papier geschneidert wird. Edel wirken naturbraun belassene Hühnereier mit weißer Baumwollspitze. Meist reicht ein einfacher Bastelkleber, um die Kunst ans Ei zu bekommen. Nur bei Moosgummi empfiehlt sich Kontaktkleber.

Ganz natürliche Eierfarben

Eier, die nicht nur dekoriert, sondern auch gegessen werden sollen, dürfen nur mit ungiftigen Farben behandelt werden. Statt mit den handelsüblichen Eierfarben können Sie auch mit – im wahrsten Sinne des Wortes – Lebensmittelfarben färben, und zwar so:

  • Rot: die Eier in Essig mit dem Saft von Roter Bete einlegen
  • Gelb: Safran ins Kochwasser geben
  • Grün: in Spinatsaft einlegen
  • Blau: in Heidelbeersaft einlegen
  • Rosa:  in Preiselbeersaft einlegen
  • Braun: mit Schwarztee oder Zwiebeln und Essig kochen, je länger, desto dunkler


Gefärbte Eier, die noch warm sind, lassen sich mit einer Speckschwarte auf Hochglanz polieren.

Die Ostergalerie

Und wie bekommen Sie die fertigen Werke an den Osterzweig? Für die Aufhängung brechen Sie ein ca. 1 cm langes Stück Streichholz (ohne Kopf) ab, an das Sie in der Mitte dann – so fest wie möglich – einen zur Schlaufe geformten Nähgarnfaden knoten. Dann stecken Sie das Streichholz in eins der Löcher und ziehen leicht am Faden, bis es sich quer stellt. Zu groß geratene Löcher können Sie mit Schleifen an der Aufhängung kaschieren.
Doch nicht nur in Weidenkätzchen, Mandel-, Hasel- oder Birkenzweigen kommen die rundlichen Ostergemälde gut zur Geltung. Auf Schaschlikspießen oder Zahnstochern befestigt, lassen sie sich auch sehr schön in Ostergestecke einbauen.

Oder sie werden Ei für Ei dekorativ im Raum verteilt. Als Aufsteller eignen sich flache, mit Sand oder Reis gefüllte Schälchen oder die Ringe von Tablettenröhrchendeckeln.

Leckere Resteverwertung

Auch wenn es um die Frage geht, was Sie mit dem „Innenleben“ der Eier anstellen, das Sie für den großen vorösterlichen Malspaß herausgepustet haben, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt: Die kulinarische Palette reicht vom Klassiker „Hoppelpoppel“ (Rührei mit Bratkartoffeln, Speck und Bratenresten) über Omeletts in diversen Varianten – mit Pilzen, Spinat oder anderem Gemüse, Hackfleisch, Käse, Kräutern oder Krabben oder auch süß mit Apfel- oder Pflaumenmus und Zimt – bis hin zu diversen Kuchen- oder Kekskreationen.

Foto: Photomatzen, Foto: mcm-Arciv