Artikel dieser Ausgabe aus Familie & Gesellschaft
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Im Mai gehts rund!
Muttertag und Co.
Kaum haben wir Ostern hinter uns, da stehen im Mai bereits wieder drei – strenggenommen vier – Feste vor der Tür, die uns erneut auf Trab halten.
Die Rede ist vom Muttertag am 13., vom Vatertag bzw. Himmelfahrt am 17. und nicht zuletzt von Pfingsten am 27. und 28. Mai.
Und damit Sie den Überblick nicht verlieren, warum welcher Tag überhaupt gefeiert wird, hier noch einmal die wichtigsten Fakten.
Den Muttertag bitte nicht vergessen!
Im Jahre 1872 forderte die Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Julia W. Howe erstmals öffentlich einen offiziellen Feiertag für die amerikanischen Mütter. Ann Marie Reeves Jarvis führte diese Idee fort und startete im Mai 1907 eine Kampagne zur Einführung des Muttertages, der jedoch erst 1914 durch den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson zum nationalen Ehrentag erklärt wurde. Der Muttertag wurde nach dem Ersten Weltkrieg zunächst auch in Österreich und Skandinavien, ab 1923 dann in Deutschland eingeführt.
Ganz klassische Geschenke zum Muttertag sind heutzutage Parfum, Pralinen oder Blumen. Wer gerne etwas einfallsreicher und persönlicher sein möchte, der bereitet ihr bestimmt eine große Freude allein dadurch, dass man sie zu einem schönen Essen einlädt oder den Tag mit ihr verbringt. Das Wichtigste ist eben, dass man an sie denkt.
Am Vatertag wird gewandert
Mit dem Vatertag ist es da schon eine Nummer einfacher. Denn der Vater zieht mit ein paar Freunden von dannen – selbstverständlich mit Bollerwagen und jeder Menge alkoholischer Getränke!
Ja, der alte Brauch, den Vater zu ehren und seinen Leistungen Respekt zu zollen, hat viel von seiner ursprünglichen Bedeutung eingebüßt. Oder wussten Sie, dass es noch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts üblich war, den Vater mit einem Lorbeerkranz geschmückt in einen Bollerwagen zu setzen und durch den Ort zu ziehen? Meist ging es in Richtung Marktplatz, wo der Bürgermeister denjenigen der Väter mit einem Preis auszeichnete, der die meisten Kinder gezeugt hatte. Wie gesagt, davon ist nicht mehr viel geblieben. Eigentlich nur der Bollerwagen. Und den füllen die Herren der Schöpfung längst nicht mehr mit „sich selbst“, sondern mit „flüssiger Nahrung“.
Was sich in den letzten Jahren zunehmend abzeichnet, ist, dass vor allem die Väter der jüngeren Generationen auch ihre bessere Hälfte an den Vatertagsausflügen teilnehmen lassen. Das Besondere am Vatertag ist auch seine Terminierung, denn er liegt bekanntermaßen zeitgleich mit Christi Himmelfahrt, also immer zehn Tage vor Pfingsten.
Christi Himmelfahrt bezeichnet nach dem christlichen Glauben die Rückkehr des Jesus von Nazareth als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Christi Himmelfahrt ist ein christliches Hochfest und wird am 39. Tag nach dem Ostersonntag gefeiert. Deshalb fällt es auch immer auf einen Donnerstag.
Pfingsten: der endgültige Abschluss der Osterzeit
Pfingsten wird am 50. Tag nach Ostern gefeiert. Durch den variablen Ostertermin variiert auch Pfingsten zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni. Pfingsten ist sowohl ein eigenes kirchliches Fest, an dem das – von Jesus angekündigte – Kommen des Heiligen Geistes gefeiert wird, als auch zugleich der feierliche Abschluss der Osterzeit.
Als „Pfingstwunder“ bezeichnet man die Fähigkeit der Jünger Jesu, alle Sprachen zu sprechen und alle Sprachen zu verstehen. Damit wurde aus christlicher Sicht die „babylonische Sprachverwirrung“ aufgehoben, mit der Gott die Menschen für die Hybris des Turmbaus zu Babel bestraft hatte.
In vielen Regionen existieren verschiedenste Pfingstbräuche, so zum Beispiel das Pfingstbaumpflanzen in der Lüneburger Heide, das Schmücken des Pfingstochsen in Mecklenburg, der „Wäldchestag“ in Frankfurt am Main oder die Geißbockversteigerung in Deidesheim.
chris





