Artikel dieser Ausgabe aus Familie & Gesellschaft
Meine Gesundheitsapotheke
Gut geplant ist halb beschenkt
Weihnachten entspannt genießen
Mit ein bisschen Vorbereitung wird das Weihnachtsfest
(fast immer) perfekt. Geht es Ihnen auch so? Da hat man gerade erst die letzte Hoffnung auf eine Wiederkehr des Sommers aufgegeben und sich zähneknirschend bereiterklärt, die schönen Seiten des Herbstes willkommen zu heißen, da kündigt sich schon die nächste Saison an: Weihnachten!
Gäste einladen, Grußkarten versenden, Geschenke einkaufen, ein Galadinner zusammenstellen. „Oh, oh, oh“ statt „ho, ho, ho“! Jetzt nicht schlappmachen! Sagen Sie dem Stress den Kampf an, gewissermaßen prophylaktisch. Denn wenn schon Chaos, dann bitte perfekt organisiert!
Erst mal ein wenig Theorie
Ein guter Plan ist die halbe Miete. Aber auch Planung braucht Zeit. Also verlieren wir besagte nicht und nehmen gleich Notizblock und Stift zur Hand. Die wichtigsten Attribute des Projekts: vorausschauend (Sie), übersichtlich (Ihr Plan). Wer gar nichts aufschreibt, läuft Gefahr, sich zu verzetteln, ebenso wie jener, der zu viel aufschreibt (wir wollen das Fest ja nicht in Grund und Boden planen), seine Wohnung mit Klebezetteln tapeziert und Schritt für Schritt in einen herbstlichen Blätterwald verwandelt.
Wir notieren wild entschlossen die Überschrift „Weihnachten“ und stellen uns die leicht abgenutzte Frage: Was steht im Vordergrund? Es ist das Fest der Liebe, der Familie und des Friedens. – Okay, okay, das sagen immer alle. Manche Antworten haben eben genauso viel Tradition wie die Feiertage selbst.
Um dem Ganzen trotzdem gerecht zu werden, sei nun Folgendes gesagt: „Zwischen Onkel Otto und meiner Schwiegermutter gibt es eh wieder nur Knatsch“, oder „Ich krieg die Krise, wenn nach dem Essen wieder alle fröhlich die elektrische Eisenbahn um den Weihnachtsbaum sausen lassen, und ich mit dem Abwasch alleine dastehe“ – solche Sätze sollten Sie ab jetzt vermeiden, um nicht gewohnheitsgemäß an eventuelle Missstimmungen vergangener Familienzusammenkünfte anzuknüpfen.
Immer schön positiv denken!
Letzteres gilt auch, wenn der Festtermin bereits ein paar mehr Personen zu berücksichtigen hat als die eigenen Kinder. Wenn also auch Freund oder Freundin derselben und Schwiegersohn/-tochter mit von der Partie sein wollen („müssen“??), besteht immer noch die Möglichkeit, den Bescherungsabend auf den 1. oder 2. Weihnachtstag zu verlegen. Denn mal ehrlich: Ob nun an Heiligabend oder erst am nächsten Tag alle zusammenkommen, dürfte, um der guten Stimmung willen, doch egal sein.
Zur Sache, Schätzchen – und Schatz sowieso!
Widmen wir uns nun den Themen, die uns zeitlich und organisatorisch zum Rotieren bringen. Klären Sie zuerst die Rahmenbedingungen mit den „Hauptakteuren“. Man nehme das längst nicht mehr zu den Ausnahmen gehörende Modell der Patchworkfamilie: Wer feiert wo, wann, mit wem und warum? (upps, die letzte Frage streichen). Welche Termine und Fahrtwege lassen sich gut kombinieren? Und, nicht zu vergessen: Ist jeder eingeweiht und einverstanden? Lassen Sie kein „Joah, ich denke schon“ durchgehen!
Besondere Aufmerksamkeit verdient auch das Thema „Geschenke“. Wann immer Geschenkideen auftauchen, und sei es während des Osterfrühstücks oder eines Strandspaziergangs auf Mallorca: notieren und sammeln! Denn die Erfahrung lehrt, dass die schönsten und persönlichsten Einfälle unvermutet kommen und nicht etwa am Küchentisch zwischen dem 2. und 3. Advent.
An sie: Er hat ein gewisses Talent dafür, den Wink mit dem Zaunpfahl, ach was, Betonpfeiler glatt zu übersehen. Nicht müde werden, von den tollen Ohrringen zu schwärmen, die Sie im Schaufenster gesehen haben. Zur Not hilft es auch, eine gute Portion „Fremdeinwirkung“ durch gemeinsame Bekannte zu organisieren.
Und wenn jede Idee fehlt: Nicht jeder Online-Newsletter nervt. Oft gibt es hilfreiche Anregungen (zum Beispiel den individuell eingerichteten „Ticketalarm“ von www.eventim.de oder das virtuelle Kaufhaus www.amazon.de, das nach dem ersten Einkauf einen auf den Besucher/User zugeschnittenen Shop erstellt).
Doch nicht vergessen: Umtauschfristen und Lieferzeit müssen immer mit eingeplant werden.
Nicht vergessen: „23. März, Open Air
“
Termingebundene Geschenke (zum Beispiel Konzert- oder Fußballkarten) haben zwar oft den Ruf, fantasielos zu sein, erweisen sich jedoch in der Praxis als willkommene Anlässe für den/die Beschenkten, mal wieder was zu unternehmen. Doch auch die Geschenkidee hat ihre Tücken. Spionieren Sie also unbedingt im Umkreis des „Empfängers“, ob der Termin schon vergeben ist, und weihen Sie jemand anderen ein, der im Notfall einspringen könnte.
Zulässig ist auch, einfach mal nachzufragen, ob jemand einen bestimmten Herzenswunsch hegt. Es gibt immer etwas, das ein Teenager gerade unbedingt braucht oder haben will, und so was kommt immer besser an als ein Geschenk, das zwar lieb gemeint ist, aber eben auch nur das! Je nach Lebenssituation darf man getrost einen Wunschzettel parat haben. Eltern halbwegs erwachsener Kinder danken, wenn sie sich die Grübelei sparen können.
Denken Sie dran
Wer rechtzeitig die richtigen Maßnahmen trifft, kann dem Fest der Liebe entspannt entgegensehen.
4 Wochen vorher:
Adventskalender aufhängen, Adventskranz schmücken, Geschenke mit den „Großen“ absprechen, die „Kleinen“ auffordern, an den Weihnachtsmann zu schreiben, Geschenkliste machen, Gästeliste aufstellen, anfangen, Schachteln zu sammeln
3 Wochen vorher:
Einladungen versenden
2 Wochen vorher:
Einkaufsliste schreiben, Geschenke besorgen (Geschenkpapier nicht vergessen), Gockel vorbestellen, Tischwäsche waschen, Baumschmuck kontrollieren, Post vorbereiten
1 Woche vorher:
Weine und Deko besorgen, haltbare Lebensmittel einkaufen, Geschenke einpacken, Post verschicken, Tischausstattung überprüfen (genug Stühle, Geschirr, Gläser, Besteck?)
2 Tage vorher:
Tischordnung festlegen (hier ist Krisenmanagement gefragt), Eiswürfel vorbereiten, Getränke kalt stellen
1 Tag vorher:
frische Lebensmittel einkaufen, Dessert vorbereiten, den 10-Pfund-Gockel aus der Tiefkühlung nehmen
3 Stunden vorher:
kochen, Tisch decken, Sanitärräume kontrollieren, „aufbrezeln“
1 Stunde vorher:
Wein entkorken (er will atmen)
½ Stunde vorher:
Kerzen anzünden, Musik auflegen, ein Gläschen Sekt trinken
3 Tage danach:
Umtauschaktion planen
Seid gegrüßt!
Nun liegt da noch ein Stapel Grußkarten, der mit warmen Worten angereichert werden möchte. Googeln Sie doch mal den Begriff „Weihnachtsgrüße“. Da finden Sie reichlich Anregungen.
Sie haben schon ein Menü zusammengestellt, das Kochbuch mit Klebezetteln versehen oder etwas aus dem Internet ausgedruckt und sämtliche Allergien ausgeschlossen? Super! Aber nicht vergessen, alles vorher durchzulesen. Sätze wie „Den Wildschweinrücken 24 Stunden marinieren“ liest man ungern, wenn die geladenen Gäste bereits einen Parkplatz suchen. Merke: Was auch immer da kommen mag, bewahren Sie Ruhe! Dann steht als letzter Punkt auf Ihrer Checkliste „Genießen“! tide







