Artikel dieser Ausgabe aus Familie & Gesellschaft
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Ein „Becker“ wird Fleischer
Interessante Berufe: Fleischer/in Fachrichtung Verkauf
Knapp 400 junge Berufseinsteiger haben bei der coop eG in diesem Jahr ihre Ausbildung begonnen – darunter auch Robert Becker, der sich für die Fleischerei-Fachabteilung entschieden hat.
Nicht selten weist uns ein simpler Zufall den richtigen Weg. Aber man muss auch den Mut haben, die Gelegenheit beim Schopf zu packen – so wie Robert Becker (23), der beim Einkauf im sky-Markt auf das breite Ausbildungsangebot der coop eG aufmerksam geworden war.
„Ich habe einfach mal nachgefragt und wurde gleich mit offenen Armen empfangen“, erzählt Robert. Der entscheidende Auslöser, einen Neuanfang zu wagen, heißt Victoria Maria und ist süße neun Monate alt.
Manchmal braucht es drei Anläufe
Nach vier ohnehin „viel zu theoretischen“ Semestern Musikwissenschaft sowie Mathematik und Chemie sattelte Robert gleich zweimal um: vom Studium ins erste Lehrjahr bei sky in Kiel und aus dem ursprünglich vorgesehenen Bereich Verkauf direkt in die Fleischerei-Fachabteilung. Der Ausbildungsplatz hat seine Lebenssituation schlagartig verbessert. Festes Einkommen, ein geregelter Tagesablauf und das positive Feedback von Kollegen und Kunden machen Mut und Freude!
Mit Elan und Wissensdurst zu Werke zu gehen, macht sich schnell bezahlt, denn er wurde rasch für größere Aufgaben eingesetzt, und auch die Übernahme in den Betrieb hat man ihm schon jetzt in Aussicht gestellt. Robert darf seine Ziele zu Recht hoch stecken: Nach gutem Gelingen der Zwischenprüfung besteht die Möglichkeit, die Ausbildung von drei auf zweieinhalb Jahre zu verkürzen, und nach der Gesellenprüfung steht der Posten als stellvertretender Abteilungsleiter in Aussicht. Das breite Schulungsangebot der coop eG sieht Robert als klaren Vorteil, denn so hält die Zukunft alle Türen offen.
Rinderfilet in C-Dur
„Man wird im Arbeitsalltag gut beansprucht“, berichtet Robert, „und seit ich körperlich tätig bin, fühle ich mich viel ausgeglichener.“ Denn nebenbei jobbt er als Gesangslehrer und steht ab Mai beim Musical „Rent“ in der Eckernförder Stadthalle auf der Bühne. So halten sich Arbeit und Kunst tagtäglich die Waage.
Der Schichtdienstplan verteilt 37,5 Stunden auf eine 5-Tage-Woche. Da kann es schon mal vorkommen, dass man zehn Stunden stehen muss. „Nichts für Zartbesaitete“, so Robert. Die angemessenen Pausen und variablen Arbeitszeiten bieten allerdings den größtmöglichen Freiraum für jeden Mitarbeiter. Jeden Morgen warten vier Hauptaufgaben: den Backshop versorgen, Salate zubereiten, den Wurst- und Fleischtresen bestücken und beschildern, außerdem Käse für die Selbstbedienungstruhe portionieren. Darüber hinaus darf man dem Meister zur Hand gehen, wenn die selbst zubereiteten und heiß begehrten Gerichte wie zum Beispiel Steckrübenmus oder „Chili con Carne“ zubereitet werden. Das Team ist gut eingespielt, jeder reagiert schnell und übernimmt die anfallenden Arbeiten – denn um acht Uhr in der Früh muss alles fertig sein!
Probieren geht über Studieren
Um guten Gewissens Ware empfehlen zu können, muss man wissen, was man verkauft. Das heißt, dass die Mitarbeiter die Fleischspezialitäten und Salate natürlich selbst kosten – und ihre Kunden gern auch mal kosten lassen. Dass sie hierbei stets ein offenes Ohr für die Reaktionen der „Gäste“ haben, versteht sich von selbst. Denn Robert begreift sich durchaus auch als kulinarischer Gastgeber!
Wer genug Eigeninitiative zeigt, bekommt früh seinen eigenen Verantwortungsbereich zugeteilt. „Wissen gezielt anzuwenden ist toll!“, schwärmt Robert. Im Rahmen strenger Richtlinien sind selbst kreierte Produkte nicht nur erlaubt, sondern in der Tat erwünscht! Jedem Kunden ein Lächeln zu entlocken hat er sich zu seinem täglichen Ziel gesetzt. Dazu gehört schon mal ein „Klönschnack op Platt“, ein Plausch auf Englisch oder Französisch – schließlich lebte und arbeitete Robert früher in einer „Multikulti“-Studentenstadt – oder im Bedarfsfall die nonverbale Kommunikation! Durch die persönliche Note seiner Arbeit ist es ihm nach kürzester Zeit gelungen, eine vertrauensvolle Beziehung zu „seinen“ Kunden aufzubauen.
Wer viel fragt, lernt viel!
Hygiene wird ebenso großgeschrieben wie die einwandfreie Herkunft der ausgezeichneten Lebensmittel. Und ausgezeichnet sind die Landklasse-Spezialitäten im wahrsten Sinn des Wortes, immerhin wurde das Markenfleisch von sky in diesem Jahr gleich mehrfach prämiert. Die streng geprüften Partner sind für alle Kunden jederzeit kenntlich gemacht. Alles andere wäre für Robert Becker und seinen Arbeitgeber inakzeptabel.
„Ich arbeite seit fast fünf Monaten in diesem Markt und habe schon unwahrscheinlich viel gelernt“, sagt Robert. Dies lässt sich durchaus auch auf den privaten Bereich beziehen, denn es bereitet ihm großen Spaß, das Gelernte anzuwenden und immer wieder festzustellen, wie einfach doch vieles gelingt. Trotz allem freut er sich auf den ersten Urlaub mit seiner kleinen Familie, der in nicht allzu weiter Ferne ansteht!
Moderne Ausbildungsplätze in toller Atmosphäre
Die coop eG ist ein bundesweit starker, in Norddeutschland sogar einer der führenden Anbieter im Lebensmitteleinzelhandel. In diesem Jahr begannen hier rund 400 Schulabgänger eine Ausbildung: als Fleischer/in Fachrichtung Verkauf, Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk Fachrichtung Fleisch, Einzelhandelskaufmann/-frau, Handelsfachwirt/in, Bürokaufmann/-frau, Fachlagerist/in und als Fachinformatiker/in. Und wer sich mit seinen Ideen, seinem Wissen und seiner Motivation einbringt, kann es weit bringen! Nach bestandenem Abschluss ist man überdurchschnittlich qualifiziert und hat gute Chancen, so wie schon viele andere bei der coop eG langfristig eine berufliche Heimat zu finden.
tide
Mehr zum Thema Ausbildung bei der coop: www.azubi-bei-coop.de






