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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Artikel dieser Ausgabe aus Familie & Gesellschaft

Drei Rosen send ich Dir!

Valentinstag

Die erste ist fürs Wohlergehen, die zweite ist fürs Wiedersehen, und die dritte leise spricht: „Ich hab Dich lieb, vergiss das nicht!“

Jedes Jahr aufs Neue dürfen wir uns am 14. Februar über Liebesgeständnisse und kleine Aufmerksamkeiten freuen, und als Höhepunkt des Tages erwartet uns ein romantischer Abend mit unserem oder unserer Liebsten. Nicht dass dies an anderen Tagen weniger schön wäre, doch dass wir uns dieses Gefühls so ausdrücklich besinnen, das geschieht wohl nur wenige Male im Jahr.

Und wem haben wir diesen Festtag zu verdanken? Weniger romantisch veranlagte Zeitgenossen erzählen gerne, dass der Valentinstag eine pfiffige Werbeidee der Floristen gewesen sei und stehlen sich so durchs Hintertürchen davon. Zweifellos hat das Marketing zur Popularität des Tages beigetragen, aber dass seine Wurzeln bis in die Antike zurückreichen, ist nicht von der Hand zu weisen.

Getraut von Bischof Valentin
Der historisch belegte 14. Februar war jedoch kein Hochzeitstag, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern ein Todestag – und zwar der von Bischof Valentin von Terni, der 269 n. Chr. gehenkt wurde. Er war dafür bekannt, Liebespaare zu vermählen, denen eine Heirat vom Gesetz her verweigert wurde. So traute der Geistliche auch Soldaten, denen durch kaiserlichen Erlass die Ehe verboten war. So viel Menschenliebe musste sich irgendwann rächen.

Seine Hinrichtung machte ihn in den Augen des gemeinen Volks zum christlichen Märtyrer und seine Geschichte unsterblich. Aus demselben Grund überdauerte auch der schöne Brauch, Blumen zu schenken, denn Valentin schenkte seinen Paaren immer einen Strauß Blumen aus dem eigenen Garten.

Er soll’s sein
Es gibt aber noch ein weiteres Indiz, das den 14. Februar als Tag der Liebe ausweist. Immerhin feierte man in der Antike an diesem Tag die römische Göttin Juno, Schutzpatronin der Ehe. Ein Relikt aus dieser Zeit ist der Glaube, dass ein Mädchen denjenigen heiraten wird, dem sie am 14. Februar als Erstes begegnet. Doch spätestens, nachdem man dreimal nicht seinem Göttergatten über den Weg gelaufen ist, verliert der Zauber an Neuzeittauglichkeit.

Klassisch und unvergänglich dagegen bleibt die Sprache der Blumen! Und weil so gut wie jede Blume ihre ganz eigene Bedeutung hat (welche, das verrät zum Beispiel www.fantasia-blumen.de), erhält auch jeder Strauß zum Valentinstag seine ganz persönliche Note.

eg

Fotos: Shutterstock (1), mcm Archiv (1)