Artikel dieser Ausgabe aus Familie & Gesellschaft
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Bitte nicht vergessen!
Am 14. Mai ist Muttertag
"Meinetwegen musst du nicht vorbeikommen" oder "Ich brauche keine Geschenke" – wir alle kennen doch diese scheinbar ernst gemeinten Sätze unserer selbstlosen Mütter.
Und wir alle wissen, dass wir eines ganz bestimmt nicht tun dürfen: uns danach richten! Wehe, wir rufen nicht zumindest an oder bringen Blumen vorbei. Denn auch wenn sie es nie zugeben würden: Acht von zehn Müttern legen großen Wert auf den Muttertag.
So war das schon vor etwa 100 Jahren, und so ist das auch noch heute.
Unentbehrlich in jeder Beziehung
Böse Zungen mögen behaupten, dass der Muttertag nichts anderes sei als pure Geschäftemacherei, genauso wie der Valentinstag. Dass dem nicht so ist, das beweist seine Geschichte: „Erfunden“ wurde der Muttertag nämlich bereits 1907 von der US-Amerikanerin Alice Javic. Ihr Anliegen war es, die Anerkennung der Mutter ganz öffentlich zu steigern und auf ihre aufopfernde und vor allem unentbehrliche Arbeit aufmerksam zu machen. Frei nach einer bekannten Blume im Sinne von „Vergiss-mumnicht“. Der amerikanische Kongress segnete ihren Vorschlag 1914 ab, und seitdem wird jedes Jahr der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai – mehr oder minder feierlich – zelebriert.
Er ist ihnen wichtiger, als sie zugeben
In Deutschland gab es den Muttertag zum ersten Mal 1923. Erst 1933 wurde er von den Nationalsozialisten offiziell zum Feiertag erklärt und leider auch für ihre Zwecke instrumentalisiert. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich der Brauch dann allmählich in ganz Europa durch. Und egal, auf welches Land man an diesem Tag blickt: Überall werden Mütter mit Blumen und kleinen Aufmerksamkeiten bedacht, es wird Frühstück zubereitet, Kuchen gebacken, man ist netter als sonst. Dabei ist es nicht wichtig, wie alt die Kinder sind. Kinder bleiben immer Kinder. Und Mütter Mütter.
Doch auch bei den Vätern steht der Muttertag hoch im Kurs. Psychologen glauben, das könne daran liegen, dass die Väter bzw. Ehemänner diesen Tag nutzen würden, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Haben sie vielleicht Schuldgefühle, weil sie wissen, dass die Frauen den Löwenanteil der Hausarbeit leisten –
und zwar ohne dafür auch nur den geringsten Lohn zu verlangen? Ob das mit dem schlechten Gewissen immer zutrifft, sei dahingestellt.
Aber Tatsache ist und bleibt: Mütter haben Anerkennung verdient! Sie arbeiten nicht 8 Stunden pro Tag, sondern zuweilen nahezu 24, und das 7 Tage die Woche. Also Grund genug, wenigstens am 14. Mai einmal „danke“ zu sagen. Und wenns geht, auch zwischendurch einmal
chris



