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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Artikel dieser Ausgabe aus Familie & Gesellschaft

Bikinisaison? Kein Grund, rot zu werden!

Sonnenschutz

Eine schön gebräunte Haut zeigt an, dass wir uns im Urlaub richtig gut erholt haben. Wer stattdessen aber leuchtend rot wie ein Krebs wird, hat sich eher Schlechtes als Gutes getan. Hier ein paar Tipps rund um den klugen Sonnenschutz.

Wie entsteht eigentlich Sonnenbräune? Ausgelöst durch das Sonnenlicht lagern sich in der Oberhaut schwarzbraune Pigmentkörnchen (Melaninkörperchen) ein. Sie färben die Haut braun und verhindern das Eindringen schädlicher UV-Strahlen in die tieferen Hautschichten. Bräune ist also ein hauteigener Schutzschild. Doch den sollte man keinesfalls überstrapazieren – und am besten mit den richtigen Mitteln noch zusätzlich verstärken.

Der Verzicht auf Sonnenschutz, ein zu niedriger Lichtschutzfaktor, zu spätes Eincremen oder zu langes Sonnenbaden sind die sichersten Wege, sich einen soliden Sonnenbrand zu holen. Exzessive Brutzler/innen leben gefährlich, was ihre Schönheit und ihre Gesundheit betrifft. Denn: Die Haut verzeiht nie! Oberflächlich gesehen erholt sie sich zwar bald wieder von einer übertriebenen Strahlenattacke, tatsächlich aber brennt sich jeder Schaden unwiderruflich ein und führt zumindest zu vorzeitiger Hautalterung, unter Umständen sogar zu Krebs.

Gut gecremt, gut geschützt
Nicht nur in den Urlaubswochen gilt also: Niemals ungeschützt in die Sonne gehen! Damit ein Sonnenschutzmittel richtig wirken kann, muss es jedoch schon mindestens eine Viertelstunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden, und zwar sorgfältig von den gern vergessenen Ohren bis hin zu den Fußsohlen – und keinesfalls zu „knauserig“. Wer sich nur unregelmäßig oder zu sparsam eincremt, reduziert den ausgewiesenen Lichtschutzfaktor (LSF) um rund ein Drittel – und wagt sich also z. B. nur mit Faktor 10 in die Strahlenwelt statt, wie beabsichtigt, mit Faktor 15.

Der Schutzfaktor sollte möglichst hoch gewählt werden. Vor allem wenn Sie helle Haut, Sommersprossen, blonde oder rote Haare und blaue oder grüne Augen haben, brauchen Sie mindestens LSF 15. Achten Sie auch darauf, dass die Creme wasserfest ist und gleichzeitig vor UV-A- und UV-B-Strahlung schützt.

Vernunft bräunt am besten
Beim Sich-wohlig-in-der-Sonne-Aalen selbst gilt dann: Nicht schummeln! Auch wer sich stündlich neu eincremt, darf die laut Lichtschutzfaktor „erlaubte“ Zeit in der Sonne keinesfalls überschreiten.

Halten Sie sich gerade in den ersten Urlaubs- bzw. Sommertagen nicht zu lange in der Sonne auf und vermeiden Sie generell die pralle Mittagssonne. Schatten bräunt auch, nur sanfter und langsamer.

T-Shirt, Sonnenhut und Sonnenbrille bieten keinen vollkommenen Schutz, denn im Gegensatz zum sichtbaren Licht können UV-Strahlen auch durch die Kleidung hindurch auf die Haut gelangen.

Hauturlaub nach dem Urlaubstag
Geben Sie Ihrer Haut zwischen den Sonnenbädern ein bis zwei Tage Ruhepause und helfen Sie ihr am Abend eines Sonnenbadetages dabei sich zu regenerieren, indem Sie eine gute Nachtcreme oder eine Pflegemaske auftragen.

Auch die Haare brauchen Schutz, sonst werden sie strohig und bleichen aus. Waschen Sie abends daher immer die Salzreste vom Baden aus und gönnen Sie sich öfter eine pflegende Haarkur. Es gibt auch spezielle Sonnenschutzgels für das Haar.

Sonnenschutz von innen
Wer im Sommer reichlich Mineralwasser oder Fruchtsäfte trinkt, bewahrt die Haut vor dem Austrocknen. Auch über die Nahrung lässt sich ein zusätzlicher Sonnenschutz aufbauen. Zum Beispiel mit Kalzium- und Vitaminpräparaten. Der Verzehr von reichlich Obst und Gemüse ist allgemein ein gutes Mittel gegen vorzeitige Hautalterung – nicht nur gegen die lichtbedingte. Speziell Tomaten, Karotten, Blaubeeren und auch Schokolade stehen als Sonnenschützer ganz oben auf dem Speisezettel.

Sonnenschutz von innen wirkt allerdings nur, wenn Sie bereits einen Monat vor der Urlaubsreise damit beginnen, ihn aufzubauen – und er ersetzt weder eine gute Sonnencreme noch das vernünftige Verhalten beim Sonnenbaden.

Sonnenschutz
80 – 90 % der Sonnenstrahlung nimmt die Haut übrigens nicht beim gezielten Sonnenbaden auf, sondern bei Spaziergängen und Ausflügen, in Straßencafés – oder sogar durch die Fensterscheibe.

mimu

Fotos: Deutsche Angestelleten Krankenkasse