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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Artikel dieser Ausgabe aus Familie & Gesellschaft

Alles auf einmal

Pfingsten und Muttertag

Tag der Arbeit und Himmelfahrt, Pfingsten und Muttertag – im Mai 2008 treten kirchliche und weltliche Feiertage konsequent im „Doppelpack“ auf.

Christi Himmelfahrt fällt in diesem Jahr unpraktischerweise auf den 1. Mai, also auf den sowieso schon arbeitsfreien „Tag der Arbeit“. Und dadurch wird uns ein zusätzlicher freier Donnerstag aus dem Kalender gestohlen, der sich nicht zuletzt auch als Vatertag feuchtfröhlicher Beliebtheit erfreut.

Ein Zusammentreffen dieser beiden Feiertage tritt nur sehr selten auf. Genauer gesagt: zuletzt 1913 und das nächste Mal erst wieder 2160. Der Muttertag am Pfingstsonntag kommt demgegenüber viel häufiger vor. Zuletzt 1978 und 1989, und jetzt also 2008.

Alles wegen Ostern!
Schuld an den weltlich-christlichen Doppelterminen ist der Umstand, dass das Osterfest 2008 auf einen sehr frühen Termin, nämlich auf den 23. März gefallen ist. Ostern wird regelmäßig am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Dieser Mond kann logischerweise erst nach dem offiziellen Frühlingsanfang, also ab dem 21. März am Himmel leuchten. Wann genau aber, das ändert sich von Jahr zu Jahr. Doch irgendwann zwischen dem 22. März und dem 25. April tauchen die Ostertage garantiert in unserem Kalender auf.

Alle weiteren beweglichen kirchlichen Feiertage berechnen sich dann ausgehend vom Osterfest. Christi Himmelfahrt wird – der Überlieferung des Lukas-Evangeliums entsprechend – immer am 40. Tag nach Ostersonntag begangen, also frühestens am 30. April und spätestens am 3. Juni.

Mutter und Kirche ehren
Der Pfingsttermin dagegen wird regelmäßig 50 Tage nach Ostern angesetzt (also zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni). In den Jahren, in denen der Ostersonntag vor dem 27. März liegt, fallen Pfings­ten und Muttertag am zweiten Sonntag im Mai zusammen.

Pfingsten wird als „Geburtsstunde“ der christlichen Kirche gefeiert, denn an diesem Tag kam der Heilige Geist auf die Apostel herab. Der weltliche Muttertag dagegen hat ja eher mit der eigenen Geburt zu tun … Genau wie der – am 1. Mai 1886 erstmals ausgerufene – Kampftag der Arbeiterbewegung ist auch der Muttertag eine amerikanische Erfindung. Auf eine Initiative der Pastorentochter Anna Jarvis aus Philadelphia hin wird er in den USA seit 1914 als nationaler Feiertag begangen.

mimu

Fotos: Shutterstock (2)