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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Zwischen Fauna und Flora

Champignons sind ein vielseitiges Nahrungsmittel – und eine biologische Besonderheit.

Der Champignon ist der Inbegriff einer ganzen Gattung: Das französische Wort bedeutet übersetzt nichts anderes als »Pilz«.

Da sie sehr sesshaft, bodenständig und verwurzelt leben, wurden Pilze früher der Pflanzenwelt zugeordnet. Heute aber werden sie in der Biologie als eine eigenständige Art verstanden, die mit Menschen, Hunden und Katzen sogar enger verwandt ist als mit Blumen, Obst oder Gemüse. Das liegt vor allem daran, dass sich im Falle der Pilze unsere Nahrung recht ähnlich ernährt wie wir selbst, nämlich heterotroph.

Gewisse Gemeinsamkeiten …
Der Begriff »heterotroph« kommt aus dem Griechischen und bedeutet »sich von anderen ernährend«. Anders als Pflanzen können Pilze ihre Energie nicht einfach so per Chlorophyll und Photosynthese aus dem Sonnenschein beziehen. Sie leben vielmehr, wie Mensch und Tier auch, von den organischen Nährstoffen, die sie in ihrer Umgebung vorfinden.

In der modernen Champignonzucht im Treibhaus wird ihnen dafür ein spezieller Nährboden zur Verfügung gestellt. Schon drei Wochen, nachdem das Champignon-Myzel diesem Substrat beigemischt wurde, kann geerntet werden. In Handarbeit wird Pilz für Pilz gepflückt.

So werden wir das ganze Jahr hindurch mit frischer Ware versorgt, die wir dann roh wie gekocht, gebraten, geschmort oder frittiert, in Suppen oder Saucen, als Hauptmahlzeit oder als Beilage genießen können.

mimu

Foto: convenience-guide food studio