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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Viel heiße Luft...

Kuchen: Windbeutel

Windbeutel sind wirklich ziemlich aufgeblasene Typen. Trotzdem kommen diese köstlichen Gebäckstücke aber äußerst sympathisch und appetitlich daher.  Dafür sorgen ein ganz besonderer Teig und die inneren Werte, die zum Beispiel aus Schlagsahne, Vanillecreme und Früchten bestehen können. Weil die Grundmasse in der Regel nicht gesüßt wird, können Windbeutel aber auch sehr gut pikant ausfallen. Als Grundlage dafür eignen sich zum Beispiel Quark, Frischkäse und pürierte Avocado.

Genau genommen ist der verwendete Brandteig eigentlich kein Teig, weil die Zutaten nicht zusammengeknetet, sondern größtenteils in einem Topf verrührt und abgeröstet werden, bis sich die Masse vom Boden ablöst. Aus diesem Abrösten oder Abbrennen hat sich auch der Name entwickelt.
Der große Clou ist die sogenannte physikalische Lockerung, die ohne spezielle Triebmittel auskommt. Dies geschieht beim Backen durch den Wasserdampf. Der kann wegen der dampfundurchlässigen Kruste aus der verkleisterten Stärke des Mehls und dem geronnenem Eiweiß der Eier nicht entweichen. So entsteht der charakteristische, relativ große Hohlraum in der Mitte des Gebäcks, der nach Belieben befüllt werden kann.

Auch wenn es dieser Luftikus einem Windbeutel-Anfänger bei der Zubereitung nicht immer ganz leicht macht, entschädigt das Ergebnis bei Erfolg für vieles! flo

Foto: Sanella