Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
und noch immer spielt der Blues!
Cocktail "New Orleans"
Sie müssen aus einem besonderen Holz geschnitzt sein, die Einwohner des legendären New Orleans. Wer errichtet schon eine Stadt auf mehrere hundert Meter tiefem Sumpf, der jährlich ca. 8 mm der Metropole verschlingt? Dazu gehört wohl eine gute Portion Mut und auch Eigensinn – und die Tatsache, dem Untergang schon mehrfach ins Auge geschaut zu haben. Zuletzt am 28. August 2005, als Hurrikan Katrina über Louisiana hinwegfegte und das 1722 gegründete La Nouvelle-Orléans im Mississippidelta weitgehend überflutete.
Es bleibt abzuwarten, ob New Orleans sich jemals von der schlimmsten Katastrophe in seiner Geschichte erholen wird, zumal die diesjährige „Wirbelsturm-Saison“ noch bevorsteht. Bezeugt ist allerdings, dass die im August/September 2005 evakuierte Stadt wieder zu pulsieren beginnt.
Wie einst ziehen die traditionellen Begräbnisszüge durch die Straßen. Und auf der Bourbon Street im weltberühmten und von den Fluten verschonten French Quarter herrscht fast schon wieder Partystimmung. Gut möglich, dass bei dieser Gelegenheit auch ein „New Orleans“ über den Tresen geschoben wird. Grund genug, auf die Schönheit mit kreolischem Flair anzustoßen – auf dass sie möglichst nie wieder nasse Füße bekommt.
espa



