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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Über den grünen Tee gelobt

Grüner Tee

Tee trinkt man, um den Lärm der Welt zu vergessen, überliefert uns ein altes chinesisches Sprichwort. Nun ist schwer zu sagen, wie laut es vor ca. 2600 Jahren bereits war. Jedenfalls gesellte sich jener Tage zur traditio­­nellen Verarbeitung der Teepflanze eine neue Variante hinzu. Grüner Tee war das Resultat dieser Entwicklung.

Wie die anderen Teesorten, so wird auch diese aus den Blättern der drei Teestrauchgewächse Camellia sinensis, Camellia assamica und Camellia japonica gewonnen. Für den grünen Tee greift man allerdings vorzugsweise auf die Blätter der ersten Gattung zurück.

Kleinblättrig und zart eignet sie sich besonders für die weitere Behandlung: Die Blätter werden – anders als bei fermentierten Teesorten – nach dem Welken kurz erhitzt, geröstet oder gedämpft, was den Abbau von Gerbstoffen (eben die Fermentation) verhindert. Weitere Unterschiede zu den klassischen Tees liegen im Geschmack, in der Wirkung und im Inhalt.

Mythos Tee
Auch heute sind längst nicht alle Geheimnisse des Gewächses gelüftet. Tatsächlich wurde in Feldstudien schon oft ein geringeres Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bestimmten Krebsarten bei regelmäßigem Grüntee-Genuss beobachtet. Noch aber warten diese Ergebnisse auf ihre Verifizierung in einer eigenen Studie.

Fest steht, dass das Gute daran das Gute darin ist. Neben den Vi­taminen A, B und C sowie wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen ist besonders die Gruppe der Flavonoide (wasserlösliche Pflanzenfärbemittel in bestimmten Lebensmitteln) interessant. Denen wird u. a. eine gleichermaßen krebshemmende als auch stoffwechselfördernde Wirkung nachgesagt.

Teatime
Nach all den Spekulationen ist es umso wohltuender, endlich einen Becher Grüntee in Händen zu halten. Wichtig ist, sich einen hochwertigen Tee nicht durch mangelhaftes Wasser zu ruinieren. Salzarmes Wasser etwa eignet sich ideal, während fluoriertes, aber auch stark kalkhaltiges Wasser dem Geschmack sehr schadet.

Von der Qualität des Tees und vom gewünschten Effekt hängt ab, wie lange man ihn bestenfalls ziehen lässt. Nach 2 – 4 Minuten lösen sich die Gerbstoffe und binden das im Getränk enthaltene Koffein. Ein den Magen beruhigender Tee darf also gern über 5 Minuten ziehen. Dafür empfiehlt sich die Sorte Yunnan. Belebend wirkt dagegen ein 1 – 2 Minuten ziehender Tee.

ath

Fotos: Deutscher Teeverband e.V.