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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Süße Sommerträume

Für Sie geerntet: Erdbeeren

Süß und saftig, leuchtend rot und wie ein kleines Herz geformt – so verführen Erdbeeren selbst notorische „Obstmuffel“ zum erfrischenden Fruchtgenuss.

Strawberries, cherries and an angel’s kiss in spring … My summer wine is really made from all these things …“, zwitschern Nancy Sinatra und Lee Hazlewood im Radio. Die Stimmung stimmt. Oder können Sie sich einen Sommer ohne verlockend rote Farbtupfer wie Erdbeeren und Kirschen vorstellen?

Ein fruchtig-erfrischender kleiner Erdbeersnack ist seit alters her beliebt. Früher allerdings wuchsen die Pflanzen noch nicht auf dem Feld, sondern wild und wurden einfach so im Vorbeigehen weggenascht.

Wenn der Spargel die Frühlingsgefühle weckt, dann halten die Erdbeeren sie den Sommer hindurch lebendig. Man sagt jedenfalls, dass diese verführerischen Früchtchen aus dem Garten der Venus stammen. Sie sollen also bestens geeignet sein, Sinnlichkeit und Liebeslust zu steigern. Für den optimalen Erfolg empfiehlt der Volksmund ein ganz spezielles Rezept: „Wer Erdbeeren mit Pfeffer isst, wird stark wie ein Hengst!“

Die Herzchen haben Hochsaison
Erdbeeren mit Pfeffer gewürzt? Das klingt schon etwas gewöhnungsbedürftig. Doch Feinschmecker genießen die frischen Früchtchen tatsächlich gern einmal auf diese Weise.

Klassischer und bekannter sind jedoch gezuckerte Beeren. Eine Versüßung ist aber eigentlich nur nötig, wenn die Früchtchen noch nicht ganz reif, d. h. innen noch weißlich rosa sind. Reife Erdbeeren, deren Fruchtfleisch auch innen rot leuchtet, sind schon von Natur aus bestens gesüßt – und schmecken pur am allerbesten.

Genau diese Top-Qualität erhalten Sie jetzt in der heimischen Erdbeersaison zwischen Ende Mai und Ende August. Denn wegen der kurzen Anfahrtswege können die Früchte nun ausgereift geerntet werden.

Erntefrisch genießen
Was den Hochgenuss betrifft, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass die Erdbeeren rot und glänzend sind, frische grüne Blättchen haben und keine weichen Druckstellen aufweisen. Eine unregelmäßige Form ist kein Qualitätsmangel, sondern ganz natürlich.

Und dann: So bald wie möglich auf der Zunge zergehen lassen! Spülen Sie die Beeren nur kurz unter fließendem Wasser ab. Nie längere Zeit im Wasser lassen, sonst quellen sie auf und verlieren an Aroma. Stiele und Blätter sollten erst kurz vor dem Zubereiten entfernt werden, weil die Vitamine so am besten erhalten bleiben.

Zarte Stark- und Schönmacher
Selbst wenn Sie nicht unbedingt gleich „zum Hengst“ werden wollen: Mit reichlich Vitamin C, aber auch A, B1 und B2, Folsäure und vielen wichtigen Mineralstoffen steigern Erdbeeren die Vitalität auf jeden Fall. Und rote Bäckchen machen sie auch! Denn wegen ihres hohen Eisengehaltes gelten Erdbeeren als gutes Mittel gegen Blutarmut und Bleichsucht.

Scheibchenweise auf Augenlider, Wangen und Hals gelegt oder zerdrückt als Packung auf Gesicht und Dekolletee aufgetragen dagegen beleben und erfrischen die Früchte der Venus die Haut und machen sie glatt und geschmeidig. Zu Napoleons Zeiten soll eine gewisse Madame Tallien aus diesem Grund sogar regelmäßig in 20 Pfund zu Saft zerstoßenen Erdbeeren gebadet haben.


Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte):
Wasser 85 – 89,5 g
Kohlenhydrate 5,5 – 8 g
Eiweiß 0,7 – 0,8 g
Fett 0,4 g
Ballaststoffe 2 g

Vitamin C 59 µg
Kalzium 16 mg
Magnesium 13 mg
Eisen 0,4 mg
Zink 0,1 mg

Energie/Brennwert 136 – 155 kJ
bzw. 32 – 37 kcal

mimu

Fotos: convenience-guide food studio, mcm-Archiv