Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Schöner Salat
Küchentipps: Salate
Kopfsalat, Bataviasalat, Eisbergsalat, Eichblattsalat in Rot oder Grün, Römischer Salat, Lollo Rosso oder Bianco, Endiviensalat
– mit 230 Millionen Köpfen pro Jahr liegen wir als Salatnation weltweit auf dem 2. Platz, knapp hinter den Amerikanern.
Vorbei die Zeit, in der Salate nur als Vorspeise oder Beilage ihr Auskommen hatten – heute sind sie als Vitaminspender und sättigende Hauptmahlzeit salonfähig. Worauf kommts bei einem perfekten Salat an? Frische? Zubereitung? Dressing? Auf alles.
Schon beim Einkaufen sollte darauf geachtet werden, dass am Salat auch wirklich alles frisch ist: frischer Geruch, knackige Blätter und frische Schnittstellen. Welke und braune Blattspitzen oder braune Flecken an den Außenblättern bedeuten: liegen lassen!
Die Frische machts
Zum Frischhalten gibt es mehrere Möglichkeiten: Empfindliche Salate mit feuchtem Papier umwickeln und an einem kühlen, aber nicht kalten Ort aufbewahren. Haltbarer wird Salat, wenn er gewaschen und getrocknet im Kühlschrank aufbewahrt wird. Entweder in einem verschließbaren Kunststoffbehälter oder in ein feuchtes Küchentuch eingeschlagen. Obst und Tomaten sind für Salat keine gute Gesellschaft, sie scheiden das Gas Ethylen aus, was die empfindlichen Blätter schnell welken lässt.
Waschen, schneiden, trocknen
Außenblätter und den Strunk entfernen, sie enthalten das meiste Nitrat. Dann die ganzen (!) Blätter in lauwarmem bis kaltem Wasser waschen – am besten in einer großen Schüssel. Meist genügt ein Waschgang, manchmal ist der Salat jedoch so verschmutzt, dass er häufiger gewaschen werden muss. Gründlich, aber behutsam ist hier die Devise: Zu langes Liegen im Wasser macht 1. den wasserlöslichen Vitaminen und Mineralstoffen den Garaus (sie werden ausgewaschen), und 2. werden die Blätter schnell glasig oder matschig.
Erst nach dem Waschen die Blätter vorsichtig von Hand zerpflücken. Da nasse Salatblätter die Salatsauce verwässern würden, gehts jetzt ans Trocknen. Das heißt, entweder in einem Sieb abtropfen lassen, mit Küchenkrepp abtupfen, in ein frisches Geschirrtuch schlagen und schwenken oder – die effizienteste Methode – mithilfe einer Salatschleuder.
Wer bislang auf die anderen genannten Arten Salat von überschüssigem Wasser befreit hat, sollte es unbedingt mal mit einer Salatschleuder versuchen. Es muss ja nicht die Edelstahlvariante für 80 Euro sein – einfache Modelle gibt es für ein paar Euro und das Ergebnis ist einfach überzeugend. Die knackig frischen und trockenen Blätter bringen das Dressing erst richtig zur Geltung
Der Dressing-Trick
Auf das richtige Timing kommt es an, und das heißt: je später, desto besser. Also erst zum Schluss die Blätter in mundgerechte Stücke zerkleinern und auch erst zum Schluss das Dressing an den Salat geben. Andernfalls fällt der Salat zusammen, wird schlapp und unansehnlich. Salat anmachen braucht außerdem Platz – lieber eine größere Schüssel nehmen. Neben Salatsaucen auf Joghurt- oder Sahnebasis ist die wahrscheinlich beliebteste Salatsauce die Vinaigrette, ein Gemisch aus Öl und Essig. Zwei Substanzen, die sich eigentlich nicht vermischen lassen (Fett und Wasser), die sich aber durch heftiges Schlagen (kurzfristig) verbinden. Lässt man die Vinaigrette ein Weilchen stehen, trennen sich die beiden wieder – der schwerere Essig liegt unten, das leichtere Öl oben. Verhindern bzw. verzögern kann man dies durch die Zugabe von Senf – er ist also nicht nur für den Geschmack gut, sondern verbindet Öl und Essig. Als Faustregel gilt: 3 Teile Öl, 1 Teil Essig.
Äußerst praktisch für die Herstellung einer Salatsauce ist ein „Dressing-Shaker“, in dem alle Zutaten wie bei einem Cocktail vermischt werden. Es gibt die verschiedensten Ausführungen in den unterschiedlichsten Preisklassen, mit und ohne Messbecherfunktion. Vorteilhaft ist ein Dressing-Shaker, der so groß ist, dass damit die doppelte oder dreifache Menge hergestellt werden kann und der bis zum weiteren Gebrauch in den Kühlschrank gestellt werden kann. Alternativ eignet sich auch ein größeres Glas mit Schraubverschluss.
Frische aus dem Kühltresen
Wer sich Arbeit sparen möchte, ohne auf die vielen Vitamine und Nährstoffe verzichten zu wollen, ist mit dem großen Angebot an fix und fertig zubereiteten Salaten bei sky bestens bedient. Hier finden Sie knackige Salatkombinationen und delikate Dressings für jeden Geschmack.
Salat fix und fertig
Eine äußerst bequeme Salatvariante kommt aus der Tüte. In unterschiedlichen Zusammenstellungen gibt es Blattsalate schon fix und fertig verlesen und gewaschen zu kaufen. Und auch hier ist Frische das A und O. Denn die in Kunststoffverpackungen angebotenen Fertigsalate sind besonders anfällig für Keime – im schlimmsten Fall verschimmeln oder faulen sie. Deshalb immer nur aus gekühlten Regalen kaufen und auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten.
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