Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
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Schlemmen unter freiem Himmel
Fast schon aus der Mode, aber immer noch wunderschön: das Picknick.
Was kann schöner sein als ein Ausflug mit Freunden oder der Familie – und bei freier Auswahl des Lokals: eine Wiese, der Strand, eine Bank mit herrlicher Aussicht oder eine romantische Waldlichtung.
Eigentlich braucht es nicht viel: schönes Wetter, ein gut erreichbares Plätzchen im Grünen und den passenden Proviant. Und natürlich eine Checkliste, damit die gute Stimmung in netter Gesellschaft nicht wegen vergessener Kleinigkeiten getrübt wird
Wer hats erfunden?
Ein Picknick ist keine Erfindung der Neuzeit – schon die Griechen haben unter freiem Himmel Gelage abgehalten, zu denen man als Gast eine Bedingung erfüllen musste, nämlich etwas beizusteuern. Beliebt ist es bis zum heutigen Tage, auch wenn es – nüchtern betrachtet – nicht mehr ist als ein geselliges Essen in freier Natur auf dem Boden. Woher aber unser heutiger Begriff stammt, ist nach wie vor ungeklärt. Sowohl die Engländer als auch die Franzosen behaupten, den Begriff erfunden zu haben: „Pick a nick“ und „Pique un nique“ bedeuten beide so viel wie: Schnapp dir eine Kleinigkeit!
Ich packe meinen Picknick-Korb
Eine gute Verpackung ist bei Speisen zum Mitnehmen schon die halbe Miete. Kunststoffdosen mit einem gut verschließbaren Deckel sind besonders praktisch, da sie kaum etwas wiegen und nichts auslaufen oder zerdrückt werden kann. Eine Kühltasche mit gefrorenen Kühlelementen hält die verderbliche Fracht frisch und schützt vor Hitze. Trotzdem sollte auf Lebensmittel verzichtet werden, die besonders anfällig sind.
Alternativ bieten sich solche an, die auch ohne Kühlung haltbar sind. Derartige Produkte sind im Supermarkt außerhalb des Kühlregals zu finden, beispielsweise H-Milch-Produkte, Dauerwürste, eingelegtes Gemüse usw.
Richtig picknicken
Belegte Brote, Fingerfood, Salate, hart gekochte Eier, druckunempfindliches Obst wie zum Beispiel Äpfel und Melonen eignen sich besonders gut für ein Picknick. Dazu feste, trockene Kuchen, Kekse oder Muffins. Fleisch oder Geflügelstücke empfehlen sich gut durchgebraten und sollten unbedingt in einer Kühltasche gelagert werden.
Für Salat-Fans eignen sich vor allem Gemüse-, Reis-, Kartoffel- oder Nudelsalate. Blattsalate sind ja etwas empfindlich, wer darauf aber nicht verzichten möchte, sollte das Dressing in einem separaten, gut verschließbaren Behältnis mitnehmen und erst vor Ort über den Salat geben. Mit Mayonnaise ist man bei einem Picknick nicht gut beraten, da sie rohe Eier enthält und damit die Gefahr groß ist, dass Salmonellen ins Spiel kommen. Besser ist eine Soße aus Joghurt oder Essig, Öl, Kräutern und Senf.
Getränketipps
Ausreichend Getränke sind bei einem Picknick das A und O. Für den Durst gehört natürlich Wasser dazu, besonders erfrischend ist selbst gemischtes Wasser mit Obstsaft oder Tee, am besten zusammen mit Eiswürfeln in Thermoskannen gefüllt – so bleiben die Getränke länger kühl. Ansonsten eignen sich auch Flaschen mit Bügelverschluss oder gut verschließbare Plastikflaschen. Heißgetränke wie Kaffee und Tee gehören selbstverständlich auch in Thermoskannen – vielleicht schon zusammen mit Milch und Zucker, das erspart weitere Gefäße und Löffel zum Umrühren.
Ungeliebte Gäste
Ein oft angeführtes Argument gegen ein Picknick im Wald oder auf der grünen Wiese sind die kleinen krabbelnden und fliegenden Tierchen, die einem das Leben in der Natur schwermachen. Auf jeden Fall sollten die Lebensmittel (bis zum Verzehr) mit einem Tuch abgedeckt werden, um Insekten auszusperren. Halbierte, mit Gewürznelken gespickte Zitronen wirken auch Wunder – sie halten nicht nur Mücken fern, sie sind auch recht dekorativ. Ein weiterer „Insektenschreck“ ist Lorbeeröl. Einfach auf kleine Äste oder Tannenzapfen träufeln und um das „Picknick-Lager“ herumdrapieren.
Checkliste
Diese Dinge sollten Sie dabeihaben:
- Eine Picknickdecke mit gummierter Unterseite (damit das Mahl im Freien auch bei feuchter Wiese zum Vergnügen wird )
- Ein kleines, scharfes Messer, ein Schneidebrettchen, Flaschenöffner, Korkenzieher, Pfeffer und Salz
- Küchenrolle (geht zur Not auch als Serviette durch), Geschirrtücher
- Kunststoffgeschirr (bei einem etwas weiteren Weg zum Rastplatz), schöner (aber schwerer) ist natürlich richtiges Geschirr, Gleiches gilt für Gläser
- Kühltasche mit Kühlelementen
- Spielzeug für Kinder und Erwachsene (z. B. Karten, Frisbee, Boccia-Kugeln)
- Mülltüten, Toilettenpapier
- Campinglampe oder Windlicht, Feuerzeug
- Sonnenschutz, Mückenschutzmittel
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