Artikel Essen & Trinken im Detail

 
Sie sind hier: Essen & Trinken / Artikel
Mittwoch, 23. Mai 2012
...

Richtig einfrieren schonend auftauen

Einfriertipps für Fleisch

Tiefgefrieren wird allgemein als das Konservierungsverfahren angesehen, bei dem Frische und Geschmack am besten erhalten bleiben, sofern einige Grundregeln beachtet werden.

Ein appetitlicher Anblick, diese zarte Schweinekeule am Fleischtresen – und dazu auch noch im Angebot! Da möchte man allzu gerne zugreifen, doch nicht immer steht der passende Anlass für ein festliches Mahl bevor.

Zum Glück ist noch Platz in der heimischen Gefriertruhe, das edle Stück wird mitgenommen. Um die ausgezeichnete Qualität dauerhaft zu bewahren, hier ein paar Tipps.

Schnelle Abkühlung
Frischfleisch sollte zügig eingefroren werden. Je schneller eine Abkühlung auf mindestens minus 18?ºC erfolgt, umso besser bleibt die Qualität erhalten, da sich so keine großen Flüssigkeitskristalle bilden können. Benutzen Sie die Schnellfrostfunktion und frieren Sie kleine und flache Portionen ein, denn große Stücke brauchen länger, bis sie vollständig gefroren sind.

Gefrierbrand
Verwenden Sie Gefrierbeutel und gut verschließbare Kunststoffdosen. Sind Verpackungen durchlässig für Luft oder Feuchtigkeit, gelangt zu viel Sauerstoff an das Gefriergut, dessen Oberfläche dann austrocknet und sich als Gefrierbrand weißlich oder rotbraun verfärbt. Lebensmittel mit Gefrierbrand sind in mikrobiologischem Sinne nicht verdorben, geschmacklich aber ungenießbar.

Haltbarkeit
Schweinefleisch lässt sich bei minus 18?ºC etwa 2 bis 6 Monate lagern, mageres Rindfleisch bis zu 12 Monate. Es gilt: Je fetthaltiger das Fleisch ist, desto schneller sollte es verbraucht werden, denn auch gefrorenes Fett wird mit der Zeit ranzig. Und noch ein Hinweis: Fleisch mit Knochen ist weniger lange lagerfähig als Fleisch ohne Knochen.

Schonendes Auftauen
Benutzen Sie zum Auftauen den Kühlschrank oder die Mikrowelle, um eine Bakterienbildung zu vermeiden. Dabei ist auf eine trockene Lagerung zu achten und die austretende Flüssigkeit regelmäßig abzuschütten. Neben dem bestmöglichen Geschmackserhalt (schonendes Auftauen heißt langsames Auftauen!) bietet der Kühlschrank einen weiteren Vorteil: Die Kälte wird in den Kühlschrank abgegeben, so dass dieser weniger Energie benötigt, um seine Inhalte kühl zu halten.

Bleibt beim anschließenden Kochvergnügen etwas übrig, so ist vor dem erneuten Einfrieren der rohen Ware prinzipiell abzuraten. Gut durchgegarte, fertig zubereitete Speisen können Sie hingegen wieder in der Gefriertruhe lagern.

ho

Fotos: Shutterstock (2)