Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Mit Kopf und Herz genießen
Für Sie geerntet: Salate
Kalorienarm und knackig
Frischer Salat bringt Sie in Frühlingsform!
Blattsalate sind ein gesundes Gemüse und eine Augenweide zugleich. Ihre Palette reicht von grün bis rot, von kräuterklein bis kohlkopfgroß und von mild-neutralem bis zu sehr würzigem Geschmack.
Der Kopfsalat oder grüne Salat, regional auch „Häuptlesalat“ genannt, ist der beliebteste und am meisten gegessene Blattsalat in Mitteleuropa. Seine hauchzarten Blätter wollen so frisch und so behutsam wie möglich verarbeitet werden – und keinesfalls zusammen mit Obst gelagert werden!
Deutlich robuster und länger haltbar ist der ungefähr doppelt so schwere Eisbergsalat, dessen dicht zusammenliegende Blätter uns die Mühe des Salatwaschens ersparen.
Der Eisbergsalat kam zu seinem Namen, weil er früher gleich nach der Ernte zwischen großen Eisblöcken gelagert in Eisenbahnwaggons weitertransportiert wurde. In Österreich nennt man ihn herzlich-herzhaft auch „Bummerl“, in der Schweiz dagegen genießt man ihn als „Knack- oder Krachsalat“.
Bella Italia!
Ganz wie „die Lollo“, die berühmte Filmschauspielerin Gina Lollobrigida, so kommen auch der Lollo Rosso (oder Lollo Rossa und Lollo rot) und der Lollo Bionda (auch Lollo Bianco oder Lollo grün genannt) aus Italien.
Diese beiden äußerst dekorativen Krausköpfe unterscheiden sich nicht nur durch ihre Farbe, sondern auch im Geschmack. Der Lollo Bionda ist milder und lieblicher als sein kräftig nussig und leicht bitter schmeckender Rosso-Kollege.
Rucola dagegen ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie imagefördernd ein südlich temperamentvoll klingender Name sein kann. Denn früher, als er noch auf den schlichten deutschen Namen „Rauke“ hörte, war er wenig populär. Und was heute so schön nach Toskana schmeckt, wurde zu-vor als zu scharf oder bitter empfunden. Denn der sehr pikante Rucola ist eigentlich eher ein Würzkraut als ein Salat und sollte daher nur fein dosiert mit anderen Sorten gemischt genossen werden.
Der Zopfsalat
Der auch in der freien Natur wachsende Feldsalat ist ein echter Wintersalat. Und das nicht nur, weil er hauptsächlich von Oktober bis April geerntet wird. Feldsalat weist auch von allen Blattsalaten den höchsten Gehalt an den Vitaminen A und C auf, die wir gerade in der kalten Jahreszeit dringend brauchen.
Auch was die Vielfalt poetischer Namen betrifft, überbieten die kleinen Blätterbüschel alle größerkopfigen Kollegen. In der Schweiz heißt Feldsalat wegen seines leicht haselnussartigen Geschmacks „Nüsslisalat“, in Österreich wird er liebevoll „Vogerlsalat“, in Norddeutschland auch „Mäuseöhrchensalat“ und im badischen Raum „Sunnewirbili“ (= Sonnenwirbel) genannt. Und genau dieser Salat ist auch „Rapunzel“, die im gleichnamigen Märchen allerlei in Bewegung bringt.
mimu



