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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Macht unglaublich fidel

Cocktail: „Amarettino“

Menschen, die noch zu Lebzeiten zur Legende werden, gibt es nur wenige: Fidel Castro, nunmehr über 80 Jahre alt, ist so eine. Und wenn er auch nicht länger die Geschicke Kubas lenkt, so verkörpert er doch wie kein anderer die anti-imperialistische Revolution.

Doch mit Revolutionen ist das so eine Sache. Oft etablieren sie genau das, was sie zuvor so triumphal entmachtet haben: ein rigides Regime. Als Castro 1959 mit seinem nicht minder berühmten Weggefährten Che Guevara den Diktator Batista stürzt, stehen die Zeichen zunächst aber auf Befreiung und Befriedung des Inselstaats. Mehr noch: Castro pflegt anfangs sogar freundschaftliche Beziehungen zu den USA.

Spätestens seit den frühen Attentatsversuchen auf den „máximo líder“ durch die CIA und dem gewaltsamen Tod John F. Kennedys suchte Kuba aber die Nähe zur damaligen Sowjetunion.

Mit deren finanzieller Unterstützung steigt die Kommunistische Partei Kubas (PCC) zur uneingeschränkten Macht­instanz auf. Und die gibt sich nicht nur menschenfreundlich.
Vergessen wir an dieser Stelle für einen Augenblick alle Politik und besinnen uns auf die ebenso exquisiten wie lasterhaften Genussmittel, die wir dem paradiesischen Eiland zu verdanken haben: Zigarren und Rum.

Beim Genuss des „Amarettinos“ können unsere Gedanken in den Urlaub schweifen und sich vom Alltag erholen. espa

Foto: convenience-guide food studio