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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Lust auf Lamm-Burger?

Landklasse-Marktplatz

Besonders delikat und vielseitig in der Zubereitung: zartes Lammfleisch.  Nach alter Tradition wird zu Ostern Lammfleisch serviert, und es soll nach wie vor Menschen geben, die es auch nur zu diesem festlichen Anlass tun. Bei den allermeisten Genießern aber steht das magere und vitaminreiche Fleisch längst schon das ganze Jahr hindurch auf der Speisekarte – und das in vielen Varianten.

So gesehen steht auch einem Lamm-Burger nichts im Wege, umso weniger, als wahrscheinlich keiner in der Familie – mit Ausnahme des Kochs oder der Köchin natürlich – mit so einem Ostermahl rechnet. Ob der exquisite Leckerbissen allerdings zwischen zwei schnöden Brötchenscheiben gewinnbringend aufgehoben ist, bleibt dahingestellt.

Es geht fast alles
Allerletzte Gewissheit darüber, was das Lamm zum (Oster-)Hasen gebracht hat, besteht zwar nicht, doch zwei Theorien finden zumindest allgemeine Anerkennung. Die eine geht auf den Umstand zurück, dass früher die vor Ostern geschlachteten Lämmer mangels ausgereifter Konservierungsmöglichkeiten schnell verarbeitet werden mussten und das Osterfest einen gebührenden Rahmen für leckere Lammgerichte bot. Eine andere Lehrmeinung sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem jüdischen Passahfest, dem zu Ehren ein Lamm geopfert wird.

Gut zu wissen
Lammfleisch stammt von Tieren, die maximal zwölf Monate alt sind. Sogenannte Milchlämmer werden bereits nach sechs Monaten geschlachtet.
Lassen Sie sich von Ihrem Landklasse-Fleischermeister für Koteletts oder Rollbraten die Teilstücke portionieren und den Knochen herauslösen.
Würzen Sie das Lammfleisch mit Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Knoblauch.

Lammfleisch ist nicht gleich Lammfleisch. Während das Fleisch der Salzwiesenlämmer von der Nordseeküste aufgrund des dortigen Reizklimas durchaus kräftig im Geschmack ausfällt, besitzen die Lämmer aus klimatisch gemäßigten Regionen (zum Beispiel die Heidschnucken) ein eher mildes Aroma.

Für beide Sorten finden sich zahlreiche Zubereitungsmöglichkeiten. Da gibt es die aromatischen und saftigen Lammhaxen, die sich bestens zum Schmoren eignen. In diese Rubrik fallen auch Schulter und Nacken, die überdies als Gulasch, Grillspieß und im Eintopf eine gute Figur machen. Eine Klasse für sich ist der zarte und fettarme Lammrücken, der sich unter anderem zum Kurzbraten empfiehlt. Und als Klassiker gelten Koteletts und Keule.