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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Köstliche kleine Kelche

Pfifferlinge sind die ersten Vorboten der herbstlichen Pilzsaison Bereits ab Juni schießen sie aus dem Boden.

Früher waren Pfifferlinge häufige Bewohner unserer heimischen Laub- und Nadelwälder, doch seit den 1970er-Jahren sind sie in Deutschland immer seltener geworden.

Seinen »pfiffigen« Namen verdankt dieser schmackhafte Speisepilz wahrscheinlich dem Umstand, dass er bei richtiger Zubereitung in der Pfanne (nämlich bei sehr hoher Temperatur gebraten) tatsächlich einen leisen Pfeifton von sich gibt. Der in Österreich übliche Name »Eierschwammerl« dagegen hängt mit der dottergelben Farbe der Pfifferlinge zusammen, während die botanische Bezeichnung »Cantharellus Cibarius« (was so viel bedeutet wie: »essbarer kleiner Pokal«) vom kelchförmigen Hut des Pilzes inspiriert wurde.

Eher etwas wasserscheu
Pfifferlinge wollen sehr behutsam transportiert, zuhause umgehend von der Verpackungsfolie befreit und möglichst rasch verarbeitet werden. Zu lange waschen sollte man die Pilze nicht, da sie sonst aufschwemmen und an Aroma verlieren. Kochprofis empfehlen, Pfifferlinge in Mehl zu wälzen und dann kurz in kaltes Wasser zu tauchen oder abzubrausen.

Obwohl es Pfifferlinge früher in unseren Wäldern überreichlich und ganz kostenlos zu ernten gab, hat die Redensart »Das ist doch keinen Pfifferling wert!« wohl nichts mit einer Geringschätzung dieses köstlichen Speisepilzes zu tun. Wahrscheinlich stammt diese Wendung aus Südwestdeutschland, wo man Fünf-Pfennig-Münzen einst »Pfifferle« nannte. mimu 

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