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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Kleine Kerne – große Wirkung!

Für Sie geerntet: Nüsse

Jetzt knackt es wieder kräftig in den adventlich geschmückten
Stuben …

Ob als Zutat in der Plätzchenbäckerei oder als leckere Knabberei zum Tee: Erst Nüsse runden die Weihnachtsstimmung so richtig ab!

In alten Zeiten traute man diesen kernigen kleinen Kraftpaketen sogar zu, dass sie für Fruchtbarkeit und bleibende Jugendlichkeit sorgen könnten.

Die Haselnuss hat Zauberkraft?
Speziell die Haselnuss erhoben die alten Germanen zu einem Symbol der männlichen Zeugungskraft, das man gern vor der eigenen Haustür anpflanzte. Wer „in die Haseln ging“, traf heimlich seine Liebs­te, und auch die Folgen solcher Schäferstündchen wollte man direkt am Strauch erkennen können: Wenn es im Herbst reichlich Haselnüsse zu ernten gab, waren im folgenden Jahr viele uneheliche Kinder zu erwarten, glaubte man. Bei den Kelten und den Wikingern dagegen galt der Haselstrauch, die „Hexennuss“, als heilige Pflanze, die böse Geister abwehren konnte. Und auch heute noch werden Wünschelruten meist aus Haselzweigen hergestellt, da dieses Holz den Energie­fluss besonders gut leiten soll …

Walnüsse machen schlau!
Walnüsse bewirken demgegenüber eher geistige Wunder. Hier winkt Mutter Natur wirklich mit dem Zaunpfahl: Die eigenwillig geformten, herbsüßen Kerne dieser Nuss erinnern nicht umsonst ein wenig an unsere Gehirnwindungen. Die „Juglans regia“, wie die Walnuss von den Botanikern genannt wird, enthält eine spezielle Wirkstoffkombination aus Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen, Magnesium, Lezithin und Cholin, die die grauen Zellen kräftig in Schwung bringt, die Kreativität und das Konzentrationsvermögen steigert und Stressgefühle auffängt.
Pur weggeknabbert, im Müsli oder im Salat hilft eine Handvoll Walnusskerne also bestens gegen die „geistige Windstille“ am Nachmittag. Besonders wirksam sind diese Substanzen dann, wenn das Gehirn tatsächlich aktiv ist – auch in der Freizeit: Die Knabbernussschale und das Kreuzworträtselheft sind also eine Superkombination für den Feierabend.

Erdnüsse: Auch etwas für „Erbsenzähler“ …
Die Erdnuss ist keine ausschließliche „Weihnachtsnuss“, sondern – geröstet aus der Tüte oder Dose – das ganze Jahr hindurch ein beliebter Snack.

Auch sonst unterscheidet sie sich von ihren Gesellen auf dem bunten Teller. Denn während Wal- und Haselnüsse zum Steinobst gehören, sind Erdnüsse botanisch gesehen Hülsenfrüchte, genau wie Bohnen und Erbsen. Das wird im Englischen auch ganz korrekt durch „peanut“ (= „Erbsennuss“) ausgedrückt – und vom leicht bohnenartigen Geschmack frischer Erdnüsse bestätigt.

Zudem hat die Erdnusspflanze ganz andere Wurzeln als ihre ursprünglich im asiatischen und europäischen Raum heimischen Wal- und Haselnusskollegen: Ihre Heimat liegt vermutlich im Andengebiet (zwischen Bolivien und Brasilien), wo dieses harte, aber ganz ohne Nussknacker verfügbare Früchtchen schon vor über 3000 Jahren von den Indios kultiviert wurde.

Wegen ihres hohen Nährwerts gelten Nüsse als „das Fleisch der Vegetarier“.
Ihr hoher Fettanteil macht sie recht kalorienreich – doch dabei handelt es sich überwiegend um sehr gesunde ungesättigte Fettsäuren.

mimu

Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte):

Haselnüsse
Fett 60 g
Eiweiß 10 – 15 g
Kohlenhydrate 10 g
Brennwert 2662 – 2900 kJ/644 – 693 kcal

Walnüsse
Fett 60 g
Eiweiß 15 g
Kohlenhydrate 10 – 12 g
Brennwert 2700 – 2788 kJ/645 – 666 kcal

Erdnüsse
Fett 40 – 48 g
Eiweiß 20 – 29 g
Kohlenhydrate 0 – 8 g
Brennwert 2300 – 2400 kJ/549 – 573 kcal

Foto: convenience-guide food studio