Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Kleine Früchte - große Wirkung
Als erfrischende sommerliche Kaltschale wie auch im Muffin ein Genuss: die Heidelbeere.
In der Heidelbeere – auch Blaubeere, Bickbeere oder Schwarzbeere genannt – stecken mehr wertvolle Anthocyane als in jeder anderen Frucht.
Anthocyane sind sekundäre Pflanzenstoffe, die freie Radikale in den Zellen abfangen. So schützen sie vor zahlreichen Krankheiten und wirken speziell der sichtbaren Alterung der Haut entgegen.
Ein Extra aus dem Norden
Wild wachsende Waldheidelbeeren gedeihen in allen kalten und kalt-gemäßigten Zonen auf der nördlichen Erdhalbkugel. In Europa wurden sie nachweislich im Mittelalter, wahrscheinlich aber schon wesentlich früher als Heilpflanze genutzt.
Nordamerikanische Indianer dagegen stellten aus getrockneten Heidelbeeren nahrhafte Prototypen der modernen Früchteriegel her. Das Heidelbeersammeln ist in den Vereinigten Staaten bis heute eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung. Und das nicht nur auf dem viel besungenen »Blueberry Hill«!
Aus dem Wald aufs Feld
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden US-amerikanische Heidelbeerpflücker, die ganze Pflanzen mit besonders schönen, großen Früchten aus den Wäldern nach New Jersey brachten, mit besonderen Prämien belohnt. Aus diesen Sträuchern wurden dann die ersten Kulturheidelbeeren gezüchtet.
Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden in der Lüneburger Heide die ersten europäischen Kulturheidelbeerfelder, und hier liegt nach wie vor das größte Anbaugebiet in Europa.
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