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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Kleine Beeren … feine Beeren!

Für Sie geerntet: Beeren

Wenn’s zwischen der Heidel und dem Johannis himmlisch brommt … dann genießen Sie die spätsommerliche Beerenvielfalt in all ihren Varianten!
Als Blaubeerkaltschale, rote Grütze, heiße Himbeeren mit Vanilleeis, Obstkuchen, Brombeermarmelade, Johannisbeergelee oder frisch aus dem Markt einfach so pur weggenascht – die süßesten Früchte sind oft die kleinen Beerchen!

Himbeeren schmecken zwar himmlisch fruchtig, doch sie haben sprachlich gesehen nichts mit dem Himmelszelt zu tun. Ihr Name leitet sich vielmehr von der althochdeutschen Bezeichnung „hintperi“ ab. Sie sind demnach die „Beeren der Hirschkuh“ – vielleicht, weil diese Waldläuferin zu den ersten Genießerinnen des auch wildwachsenden Früchtchens gehörte.

Auf Rot oder Schwarz setzen?
Johannisbeeren verdanken ihren Namen dem Umstand, dass sie um den Johannistag herum (also den 24. Juni) zu reifen beginnen.

Doch Johannisbeere und Johannisbeere ist längst nicht dasselbe! Die schwarzen und die roten sind jeweils eine eigene Art. Die roten Beeren sind deutlich milder im Geschmack und daher besser für den Frischverzehr geeignet. Doch die recht herb schmeckenden schwarzen Johannisbeeren warten dafür mit einem geradezu spektakulär hohen Vitamin-C-Gehalt auf und sind als „Crème de Cassis“ zudem ein leckerer Fruchtlikör.

Der Wald im Körbchen
Spaziergänger, die sich wildwachsende Brombeeren als kleinen Snack am Waldesrand vom Strauch pflücken, können gut verstehen, warum diese Früchtchen ursprünglich einmal „Dornbeeren“ hießen.
Vor den Genuss der säuerlich-aromatischen Beeren hat die Natur den Kampf mit dem stacheligen Strauch gestellt. Den Luxus, erntefrische Brombeeren ohne Mühe gleich körbchenweise genießen zu können, gibt es noch nicht allzu lange. Erst seit dem 19. Jahrhundert werden die Waldbeeren im größeren Stil angebaut.

Der Volksmund übrigens gibt der Brombeere auch so lustige Namen wie „Kratzelbeere“, „Brämel“ oder „Hirschbollen“. Letzteres vielleicht als Pendant zur „Hirschkuhbeere“?

Die Blauen von der Heidel
Die – schlicht aus farblichen Gründen – auch „Blaubeeren“ genannten Heidelbeeren trifft man ebenfalls als wildwachsende Bewohner der Wälder oder der Hänge in den Vorgebirgsregionen an, zum Beispiel im Bayerischen Wald oder in der Oberpfalz. Und direkt aus der Natur stammen auch die dunklen, nur ungefähr erbsengroßen Waldheidelbeeren, die von Juni bis Ende August in recht mühseliger Sammelarbeit für Sie geerntet werden.

Die etwas größeren und helleren Kulturheidelbeeren dagegen wurden erst Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA gezüchtet. Europas größtes Anbaugebiet für Kulturheidelbeeren befindet sich in der Lüneburger Heide.


Öfter einmal „blau(beer) machen“ …
… kann übrigens ein wahrer Jungbrunnen sein:
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Heidelbeeren einen unübertroffen hohen Gehalt an Anthozyanen aufweisen, die den Alterungsprozess der Haut verzögern und wie ein Sonnenschutzmittel von innen wirken können.

Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte):

Himbeeren
Kohlenhydrate 4 – 11,6 g
Eiweiß 0,9 – 2 g
Fett 0 – 0,5 g
Vitamin C 25 mg
Energie/Brennwert 142 kJ bzw. 34 kcal

Johannisbeeren, rot
Kohlenhydrate 4,8 – 13,8 g
Eiweiß 0 – 1,4 g
Fett 0,2 g
Vitamin C 35 – 41 mg
Energie/Brennwert 139 kJ bzw. 33 kcal

Johannisbeeren, schwarz
Kohlenhydrate 6,1 – 15,4 g
Eiweiß 1,4 g
Fett 0,4 g
Vitamin C 181 mg
Energie/Brennwert 168 – 264 kJ
bzw. 39 – 63 kcal

Brombeeren
Kohlenhydrate 6 – 12,8 g
Eiweiß 0,7 – 1,2 g
Fett 0,4 – 1 g
Vitamin C 21 mg
Energie/Brennwert 186 – 200 kJ
bzw. 44 – 48 kcal

Heidelbeeren
Kohlenhydrate 6 – 14,1 g
Eiweiß 0,6 g
Fett 0,5 g
Vitamin C 13 – 20 mg
Energie/Brennwert 154 kJ bzw. 36 kcal

mimu

Fotos: convenience-guide food studio