Artikel Essen & Trinken im Detail

 
Sie sind hier: Essen & Trinken / Artikel
Mittwoch, 23. Mai 2012
...

Ich mag es spontan

Sie möchten Freunde zu einem unkomplizierten, netten Abend einladen, aber nicht erst großartig kochen? Kein Problem: Mit dem leckeren Duo »Käse und Wein« treffen Sie garantiert ins Schwarze.

Die Kombination von Käse und Wein ist ein wahrer Gaumengenuss! Außerdem lassen sich kleine Käse-Häppchen schnell und variantenreich zubereiten und nett dekoriert servieren. Dazu ein schöner Rot- oder Weißwein und knuspriges Brot – was will man mehr? Und wenn es »heiß« hergehen soll, dann bieten Sie Ihren Gästen doch Ofenkäse an!

Manchmal erschwert diese Genuss-Sache nur eines: die Sortenvielfalt beider Produkte. Welchen Käse, welchen Wein wählt man am besten? Wir haben uns für Sie in unserem Sortiment umgeschaut und wieder vier tolle Paare gefunden:

Das erste Duo:
Michel Schneider Dornfelder und ein Tête de Moine

Mit einem klassischen Dornfelder treffen Sie viele Geschmäcker, auch unerfahrene Weintrinker finden sehr häufig Gefallen an diesem Rotwein. Wir empfehlen einen Dornfelder von Michel Schneider aus der Pfalz, dem zweitgrößten deutschen Weinanbaugebiet.
Der Name »Michel Schneider« steht längst für ausgezeichnete, deutsche Rebsortenweine. Und so wird auch dieser Dornfelder mit seinem runden und vollen Geschmack Ihren Gästen gut gefallen. Sein ausdrucksstarker Charakter wird geprägt durch die dunkelrote Farbe und die Aromen reifer Waldfrüchte. Abgerundete Tannine garantieren einen bekömmlichen Genuss.

Lecker – Häppchen für Häppchen
Wir empfehlen Ihnen, zu diesem Rotwein einen kleinen Snackteller mit unterschiedlichen Häppchen (oder Fingerfood, wie es heute gerne heißt) zu servieren, zum Beispiel mit etwas Parma-Schinken, Gürkchen und Käse. Hier raten wir zu einem Stück Tête de Moine –Fromage de Bellelay (zu deutsch: »Mönchkopf«), einem Halbhartkäse aus Kuhmilch und mit 51 Prozent Fett in der Trockenmasse (i. d. Tr.). Sein ausgewogener, zart aromatischer Geschmack passt zum Dornfelder hervorragend.

Außerdem zeigt sich der Tête de Moine bei Tisch von einer sehr dekorativen Seite, denn er wird nicht geschnitten, sondern mithilfe eines Schabgerätes zu feinen Rosetten verarbeitet!

Unser Tipp:
Feigensenf zum Tête du Moine
Sehr gut dazu schmeckt ein Löffelchen (süß-saurer) Appelwarder Feigensenf.

Das »Freundespaar« Nummer zwei:
Nicolas Napoléon Merlot und
Frico Belle Blanche Ziegengouda

Nicolas Napoléon war sich der Verantwortung seines gewichtigen Nachnamens durchaus bewusst, als er im Jahre 1929 sein Unternehmen in Marseille gründete. Seine Absicht war es, unverwechselbare und charakterstarke Weine zu schaffen, wie zum Beispiel diesen trockenen Merlot, einen südfranzösischen Rotwein »par excellence«. Er ist weich im Aroma, von leuchtend roter Farbe und schmeckt harmonisch-fruchtig.

Hat da jemand was zu meckern?
Napoléon Merlot ist nicht nur ein guter Begleiter von deftigen Wurstwaren und Pastagerichten, auch Käse passt hervorragend. Wir empfehlen Ihnen den kräftig-würzigen Frico Belle Blanche Ziegengouda, einen Käse, der dem Merlot die Stirn bieten kann. Es handelt sich hierbei um einen Schnittkäse (mit mindestens 50 % Fett i.d.Tr.), der ausschließlich aus pasteurisierter Ziegenmilch hergestellt wird.
 
Da sich bei Ziegenkäse – ähnlich wie bei Schafskäse – die Geister scheiden und man ihn entweder vergöttert oder eher »Nein danke« sagt, sollten Sie die geschmacklichen Vorlieben beziehungsweise Abneigungen Ihrer Gäste nicht außer Acht lassen. Sie wissen ja: Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten!

Der dritte Streich folgt zugleich:
Merdinger Attilafelsen Spätburgunder und
Salakis Schafskäse

Der Anbau und das Keltern von Spätburgunder gilt im drittgrößten Anbaugebiet Deutschlands, der Weinregion Baden, als »Königsdisziplin«. Wie sehr diese aber von den badischen Winzern beherrscht wird, können Sie in Form des Merdinger Attilafelsens erleben.

Dieser Wein ist von leuchtender und rubin- bis dunkelroter Farbe, sein Aroma ist reich und fruchtig und erinnert an reife Brombeeren und Kirschen. Er ist geprägt durch eine milde Säure und passt hervorragend zu einem kräftigen Braten, zu Wildgerichten oder würzigem Käse, wie zum Beispiel einem Schafskäse wie Salakis Natur.

Ein echter Scha(r)f-Macher
Bleiben wir im Bereich der Käsesorten, die mit leichter Extravaganz glänzen, aber dennoch sehr traditionell sind. Denn ebenso wie aus Ziegenmilch wird auch aus der Milch von Schafen bereits seit Jahrhunderten aromatischer Käse zubereitet.

In erster Linie unterscheidet sich Schafskäse – ebenso wie Ziegenkäse – durch seinen stärkeren Geruch und andersartigen Geschmack von Käse aus Kuhmilch. Letzteres resultiert aus der Tatsache, dass Schafsmilch süßer schmeckt als Kuhmilch und weniger Wasser enthält, dafür aber zum Ausgleich mehr Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate.
Salakis Natur verbindet Geschmack und Genuss auf eine ganz leichte Weise und eignet sich hervorragend für gemischte Salate, Aufläufe oder zum Verfeinern von Fisch- und Fleischgerichten. Aber auch als Appetit-Häppchen kommt ein Salakis bei vielen Gästen gut an – vor allem in Verbindung mit einem Gläschen Spätburgunder. Zum Wohl!

Ein paar Spielregeln
Das harmonische Zusammenspiel von Wein und Käse verläuft schon nach einen paar grundsätzlichen Regeln. Wer diese beachtet, kann eigentlich gar nichts falsch machen:

  • Je würziger der Käse, desto bukett- und geschmacksbetonter der Wein
  • Je strenger der Käse, desto gehaltvoller der Wein
  • Je trockener und salziger der Käse, umso gerbstoffbetonter der Rotwein
  • Je cremiger der Käse, desto mehr Säure darf der Wein haben
  • Oft passen Wein und Käse aus einer Region gut zusammen.


Eine heiße Harmonie
Kendermanns Riesling und Rougette Ofenkäse
Dass ausschließlich Rotwein zum Käse passt, stimmt natürlich nicht. Auch Weißwein harmoniert mit gewissen Käsesorten hervorragend.

Nehmen Sie zum Beispiel den apfelgelben, halbtrockenen Kendermanns Bio Riesling aus Rheinhessen. Er besticht durch seine dezente Note von Apfel und Pfirsich. Er ist genauso, wie das Haus Kendermanns ihn sich gewünscht hat. Schließlich ist es bei Kendermanns oberstes Gebot, dass ein Wein durch feinste Aromen und einen vollmundigen, nuancenreichen Geschmack ausgezeichnet wird.

Obwohl das Unternehmen bereits 1920 gegründet wurde, gilt Kendermanns als die junge, innovative und moderne Deutschwein-Marke, die eine neue Generation hochwertiger Weine ins Leben gerufen hat.

Da wird Ihnen warm ums Herz
Dass wir heute in den Genuss von Ofenkäse kommen, ist eigentlich einer alten dörflichen Tradition zu verdanken: Damals wurde am Ende eines jeden Brot-Backtages, nicht zuletzt um noch die Restwärme zu nutzen, ein Käse in den Steinofen getan, gebacken und dann in fröhlicher Runde verspeist.

Diese Tradition haben die Rougette-Käsemeister wieder aufgenommen und einen Käse entwickelt, der als Rougette Ofenkäse seinem Namen alle Ehre macht. Denn durch seine spezielle Rezeptur schmilzt der heiße Käseteig zart und lässt sich hervorragend genießen.

Bieten Sie Ihren Gästen Rougette Ofenkäse zusammen mit knusprigem Baguette, einem frischen Salat und einem gut gekühlten Weißwein an. Da Rougette Ofenkäse schnell und einfach im Ofen zuzubereiten ist, immer gelingt und gut sättigt, ist er gerade für einen Spontanbesuch Ihrer Freunde genau das Richtige. Guten Appetit!chris

Tipp:
Die richtige Temperatur
Weder Käse noch Wein darf zu kalt oder zu warm serviert werden. Holen Sie Käse etwa eine Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank, damit er sein volles Aroma entfalten kann. Auch der Wein muss atmen. Sie dürfen die Flasche also schon vor dem Eintreffen Ihrer Gäste öffnen. Die richtigen Trinktemperaturen entnehmen Sie bitt den jeweiligen Infokästen.

 

Mit allen Sinnen genießen - warum nicht?
Weinkenner wissen allein schon dessen Farbe zu lesen.
Fotos: Henrik Matzen (6), Shutterstock (5)