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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Gut und edel

Der besondere Reiz eines Gutedels liegt in seiner Leichtigkeit und der milden Art.

Wenn die Temperaturen steigen, dürfen auch die Speisen gern etwas leichter werden. Knackige Salate, frisches Gemüse, Geflügel oder Spargelgerichte stehen zurzeit auf dem Plan. Dazu empfehlen wir Ihnen einen säurearmen und süffigen Wein: einen Gutedel aus Baden.

Ein Gläschen Gutedel ist schon etwas Besonderes. Immerhin handelt es sich bei dieser Rebsorte um die älteste Kulturrebe: Sie blickt auf eine 5000 Jahre alte Geschichte zurück.

Eine Spezialität aus dem Markgräflerland
Längst wird Gutedel auf der ganzen Welt angebaut, so natürlich auch bei uns in Deutschland. Hier konzentriert sich der Gutedel-Anbau aber nahezu ausschließlich auf das Markgräflerland zwischen Freiburg und der Schweizer Grenze, also in der Vorbergszone des südlichen Schwarzwaldes.

Dem Markgrafen Karl-Friedrich von Baden sei Dank, dass Gutedel seit nunmehr über 200 Jahren im drittgrößten deutschen Weinanbaugebiet beheimatet ist. Und das nicht einmal in geringem Umfang – im Gegenteil: In Baden ist etwa ein Drittel der Gesamtrebfläche mit Gutedel bestockt.

Leichter Genuss, der beflügelt
Da dieser milde und süffige Wein so flexibel und vielseitig ist, steigt die Zahl der Liebhaber dieser südbadischen Spezialität stetig. Was einen Gutedel ausmacht?

Nun, der Gutedel QbA des Badischen Winzerkellers Breisach zum Beispiel ist ein säurearmer Wein, der mit seinen 11,5 % Vol. köstlich mundet und dabei weder Kopf noch Magen beschwert. Er besticht durch eine grüngelbe Farbe und das sortentypische, leicht nussige Aroma.

In seiner badischen Heimat wird Gutedel gern schon zum Frühschoppen oder zur Vesper getrunken. Aber er ist auch der ideale Begleiter der leichten Küche. So passt er hervorragend zu allen mild gewürzten Speisen, zu gedünstetem Fisch, hellem Fleisch oder Geflügel, zu frischem Gemüse oder milden Käsesorten.

Wer seinen Gästen ein Gläschen Gutedel zu einem leckeren Spargelgericht anbieten möchte, sollte die Zubereitungsart des Spargels dem leichten Charakter dieses Weines anpassen und besser keine schwere, fetthaltige Sauce hollandaise wählen, sondern das Gemüse mit zerlassener Butter servieren.

Gutedel darf gern etwas gekühlt getrunken  werden. Eine Temperatur von acht bis zehn Grad steht diesem Wein gut zu Gesicht. Ein erfrischendes Vergnügen, so ein Gutedel … chris

Fotos: Hans Sehringer/Fotolia (1), shutterstock (1), Hersteller (1)