Artikel dieser Ausgabe aus Essen & Trinken
Meine Gesundheitsapotheke
Grüner Bruder, goldene Schwester …
Auch Früchte haben ein Recht auf Typveränderung!
Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)
»Zespri-Green«-Kiwi
Kohlenhydrate 15 g
Eiweiß 1 g
Fett 0,4 g
Energie/Brennwert 306 kJ bzw. 72 kcal
»Zespri-Gold«-Kiwi
Kohlenhydrate 11,3 g
Eiweiß 1,3 g
Fett 0,6 g
Energie/Brennwert 227 kJ bzw. 55 kcal
Kiwi und Kiwi gleichen einander nicht länger wie ein Ei dem anderen. Doch egal, ob Sie die grüne oder die gelbe Variante bevorzugen: Wo immer Sie das »Zespri«-Etikett auf der Schale finden, können Sie sicher sein, dass diese kleine Vitamingranate auf jeden Fall den strengsten Qualitätsnormen gerecht wird.
Außen grünbraun und behaart, innen mit frisch-grünem, süß-säuerlich, saftig und spritzig schmeckendem Fruchtfleisch gefüllt – so kennen wir die klassische Kiwi seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die ersten 20 Kisten Kiwis reisten 1952 auf der »Blue Star Line« von Neuseeland nach Europa, wo sie in London an die »T.J. Poupart Ltd.« verkauft wurden. Hier kamen sie so gut an, dass für die nächste Saison umgehend 1500 Kisten geordert wurden. Heute treten Jahr für Jahr 1,4 bis 1,7 Milliarden gut gekühlte neuseeländische Kiwis ihre Schiffsreise nach Europa an.
Neues Jahrtausend … neuer Kiwi-Genuss!
Pünktlich zum Start ins neue Millennium, nämlich seit 2000, gibt es für uns Europäer nun eine liebreizende Verwandte des rauhschaligen grünen Exportschlagers zu entdecken: Die kleine Schwester der »Zespri-Green«, die »Zespri-Gold«.
Schon von außen wirkt sie durch ihre feigenartige Form, ihre sanfte, hell- bis dunkelbraune Farbe und ihre glatte Schale sehr feminin, wenn man sie mit ihren kompakteren Bruder mit seinem notorischen Dreitagebart vergleicht.
Ihren ganzen Charme aber entfaltet sie dann durch ihre inneren Werte: Das sonnengelbe Fruchtfleisch schmeckt hinreißend süß und tropisch-exotisch, nach Mango, Pfirsich und Melone, mit einem Hauch von Zitrone und Honig. Es verführt zur genüsslichen Nascherei … ohne die Hüften dabei mit lästigen Kalorien aufzupolstern.
Anders als Brüderchen »Green« kann man das Goldkind auch mit der Schale essen. Und während man grüne Kiwis nach dem Einkauf zuhause noch einige Tage nachreifen lässt, ist die goldene Lady sofort bereit zum Genuss. Wenn der sich jedoch noch etwas verzögert, wird sie (getrennt von anderen Früchten) im Kühlschrank aufbewahrt, und »cool serviert« schmeckt sie auch am besten.
Ganz natürlich
Warum gibt es auf dieser Welt plötzlich auch gelbe, unbehaarte Kiwis? Werden die etwa Stück für Stück rasiert? Oder sind sie vielleicht sogar genmanipuliert? Nein.
»Zespri-Gold«-Kiwis gehört zu einer anderen Art der Kiwipflanze als die grünen. Sie haben von Natur aus gelbes Fruchtfleisch und eine glatte Schale. Verschiedene chinesische Prototypen dieser Art wurden auf Neuseeland seit 1977 miteinander gekreuzt, bis das heute erhältliche, extraköstliche Resultat erreicht war.
Unabhängig von der Farbe aber erfüllt jede einzelne »Zespri«-Kiwi die strengsten neuseeländischen Qualitätsnormen: begonnen bei den Kiwigärten, wo bewusst natürlich angebaut und der Einsatz von Pestiziden und Unkrautvertilgern auf ein absolutes Minimum beschränkt wird, bis hin zu Verpackung, Transport und Lagerung der Früchte unter optimalen Bedingungen.
Info:
Die Kiwi-Quelle sprudelt! Wo?
81% aller neuseeländischen Kiwis stammen aus der sonnenverwöhnten »Bay of Plenty«, der »Bucht des Überflusses« auf der Nordinsel, wo ab 1924 die ersten Kiwisträucher angepflanzt und ab 1950 dann im großen Stil kultiviert wurden.



