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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Ganz schön deftig

Landklasse: Deftige Gerichte

Mit diesen Kraftmachern kommen Sie gut durch die dunkle Jahreszeit.

Ganz gleich, ob der Winter bilderbuchreif ausfällt oder eher grau in grau: Die andauernde Dunkelheit und kühle bis kalte Temperaturen verlangen dem menschlichen Organismus reichlich Energie ab, die er sich wiederholen will.
Glücklicherweise kann man zu diesem Zweck aus einem reichen Angebot an Gerichten und Zutaten schöpfen, mit denen die Energiezufuhr ganz nebenbei auch noch zu einer genussvollen Angelegenheit wird.

Ein Topf mit vielen Gesichtern
Insbesondere nach all den Enten, Gänsen und sonstigen Köstlichkeiten, die mit mehr oder weniger raffiniert zubereiteten Beilagen die festliche Tafel geschmückt und unsere Bäuche gefüllt haben, stellt sich zu Beginn des neues Jahres der Appetit auf eher einfache Speisen ein.

Oder, wie es auch gern heißt: auf gute Hausmannskost. Diese Bezeichnung geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als der »hüsman«, sprich Hausherr, im ländlichen Raum sich und seine Familie mit deftigen Speisen bekochen ließ. Wobei davon ausgegangen werden kann, dass er als Familienvorstand den vollsten Teller bekam.

Gekocht wurde mit Zutaten, die das bewirtschaftete Feld hergab – zugekaufte Lebensmittel waren für die Landbevölkerung allein schon aus Kostengründen tabu. Folglich enthielten die Gerichte vornehmlich Gemüse, das zwischendurch, sofern verfügbar, mit gepökeltem oder geräuchertem Fleisch mit hohem Fettanteil aufgewertet wurde.

Aus diesem »Kochen nach Verfügbarkeit« entstand der wohl bekannteste Vertreter der Hausmannskost: der Eintopf. Wer ihn bzw. seine Ingredienzien über die Jahrhunderte unter die Lupe nimmt, erhält einen aufschlussreichen Einblick in die Ernährungslage der jeweiligen Epoche. Und die war mitunter extrem schlecht.

Davon kann heutzutage und hierzulande natürlich keine Rede mehr sein. Ganz gleich, ob es um eine herzhafte Erbsen-, Bohnen- oder Linsensuppe geht: Satt werden dürften die beteiligten Esser in jedem Fall. Hinzu kommt, dass die Vielfalt an Suppen niemals so groß war. Während das so genannte »Arme-Leute-Süppchen« seit Längerem wieder eine Renaissance erlebt (dann jedoch mit ausgesuchten Zutaten in ausreichender Menge), bekommt die opulente Kategorie stetig neuen Zuwachs in Gestalt immer raffinierterer Rezepte und Zubereitungsarten. Wobei die Fleisch- und Speckeinlage auch einmal entfallen kann – wie zum Beispiel bei der Minestrone.

Aber bitte mit Fleisch
Wer es hingegen richtig deftig-kräftig mag und sich nicht zu den Vegetariern zählt, wird vermutlich noch mehr Appetit auf einen Braten haben. Spätestens an dieser Stelle wird aus der Hausmannskost die gutbürgerliche Küche. Folgende Dinge sollten hierbei beachtet werden:

Das Rindfleisch sollte stets gut abgehangen sein, was man an einer dunkelroten Färbung erkennt. Und weil ein gewisser Fettanteil beim Garen den Geschmack intensiviert, empfiehlt sich ein vergleichsweise preiswertes Schulter- oder Keulenstück.

Auch der Schweinebraten profitiert von einem höheren Fettanteil (keine Sorge: das meiste Fett brät ohnehin heraus) und belohnt so darüber hinaus mit einer köstlichen Kruste.

Sie sehen also: Es gibt jede Menge Möglichkeiten, mit der dunklen Jahreszeit warm zu werden – zumindest kulinarisch betrachtet. Und weil Sie mit Landklasse in puncto Qualität und Geschmack immer die richtige Entscheidung treffen, kann auch nichts schiefgehen. Und was die Zubereitung betrifft, erhalten Sie in Ihrer Landklasse-Fachabteilung garantiert einen tollen Tipp!

Foto: convenience-guide food studio