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Mittwoch, 23. Mai 2012
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Für Sie geerntet: Zitronen und Limetten

Sauer macht lustig – und fit!

Der Saft einer großen Zitrone liefert ca. 75 % unseres Tagesbedarfs an Vitamin C, der Saft einer kleinen Limette ca. 33 %.
Vitamin C senkt den Spiegel des körpereigenen Hormons Histamin, das wesentlich für triefende Schnupfnasen und rot verquollene Augen zuständig ist.Zwar beißt kaum einer gern direkt in den sauren „medischen Apfel“, wie die Zitrone früher einmal genannt wurde – doch ein Spritzerchen davon lässt Fisch und viele Geflügelgerichte doppelt gut schmecken. Auch Saucen, Joghurt, Eis, Kuchen, Limonaden und Tee gibt der Sauertropf den richtigen Pfiff.

Die beliebte Backzutat Zitronat allerdings stammt nicht von der heute bekannten Haushaltszitrone, sondern von der Urform, der Zedrazit- oder eben Zitronatzitrone, die eine weitaus dickere und fleischigere Schale hat.

Vitaminmangel? Na denn: Prost!

„Medisch“ hieß der Zitronen-Apfel, weil das Abendland das aus Asien stammende Früchtchen über das orientalische Königreich Medien kennen lernte. Nicht korrekt ist also die Vermutung, dass der Name mit der bemerkenswerten medizinischen Wirkung der gelben Vitaminbombe zusammenhängt. Dennoch ist der Saft einer ausgepressten Zitrone, mit heißem Wasser und Honig zubereitet, ein äußerst bewährtes Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten. Zudem regt Zitronensaft die Fettverbrennung an.

Britische Seeleute dagegen tranken früher reichlich Zitronensaft, um sich vor der Vitaminmangelkrankheit Skorbut zu schützen. Denn im Gegensatz zu anderen Obst- und Gemüsesorten halten sich kühl und trocken gelagerte Zitronen auch auf See mehrere Wochen. Noch beliebter war zu diesem Zweck allerdings ein starker Grog mit einem guten Schuss Limettensaft …

Das Gleiche in Grün?

Limetten sind nicht einfach nur „grüne Zitronen“, sondern eine eigene Südfruchtart. Sie enthalten zwar nicht ganz so viel Vitamin C, doch dafür haben sie kaum Kerne, sind saftiger und milder im Geschmack. Das macht sie zum Herzenskind der Barmixer – von der beliebten brasilianischen Caipirinha bis zur Deko am Cocktailglas.

Während Zitronen ein zwar frostfreies, aber nicht zu heißes Klima lieben – also gern auch in Italien blüh’n –,
gedeihen Limetten am besten in subtropischen oder tropischen Regionen, wo sie meist alternativ zur Zitrone angebaut werden. Auch in der Küche können sie ähnlich wie diese verwendet werden.

Eine botanische Besonderheit der bis zu 6 m hohen Zitronen- oder Limettenbäume ist, dass an ihnen das ganze Jahr hindurch gleichzeitig Früchte wachsen und Blüten blühen.

Für einige Sprachverwirrung zwischen den beiden Arten sorgt der Umstand, dass Limetten gern auch mit dem italienischen Namen der Zitronen, also als „Limonen“ bezeichnet werden.

Das „Multifunktionshausmittel“

Zitronensaft verfeinert nicht nur den Fisch auf dem Tisch, sondern hilft auch gegen Fischgeruch an den Händen. Mit Bimsstein eingerieben entfernt er zudem Fingerverfärbungen durch Blaubeeren, Nikotin o. Ä.
Zitrusfrische Haushaltsreiniger wirken keimhemmend, und Zitronensäure ist ein bewährter Kalklöser. Wasserränder an Gläsern einfach mit einer Zitronenscheibe abreiben!
Eine Zitronenspülung verleiht dem Haar neuen Glanz. Auch gegen fettige, unreine Haut, Sommersprossen, Hautflecken und sogar Warzen oder Fußpilz hat sich Zitronensaft bewährt.

Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)
 
Zitronen:
Kohlenhydrate 9 g
Eiweiß 1 g
Fett 0 g
Vitamin C 53 mg
Brennwert 121 kJ bzw. 29 kcal

Limetten:
Kohlenhydrate 10,5 g
Eiweiß 0,7 g
Fett 0,2 g
Vitamin C 29 mg
Brennwert 126 kJ bzw. 30 kcal

mimu

Fotos: convenience-guide food studio (2)