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Dienstag, 22. Mai 2012
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Früher war alles … weniger

Kaffeearomen

Wenn dem Geschmackssinn langweilig wird, hilft in der Regel nur noch eines: der Aromazusatz. Kaffeehausketten wie Starbucks und World Coffee haben den Geschmacksverstärker populär gemacht und in alle Munde gebracht. Ein Espresso mit leichter Vanillenote? Warum nicht? Oder lieber einen Latte macchiato mit Walnussaroma? Kein Problem!

Natürlich kannte meine Urgroßmutter Karamell. Zu ihrer Zeit machte man sich diese Leckerei sogar noch selbst – vo­rausgesetzt natürlich, es mangelte nicht an so kostbaren Zutaten wie der Butter. Niemals aber wäre sie auf die Idee gekommen, diese Süßigkeit in ihren Kaffee zu tunken, geschweige denn, ihn damit aufzubrühen. Kaffee mit Karamellgeschmack? Bestimmt hätte sie sich geschüttelt. Oder vielleicht doch nicht?

Fest steht, dass das geschmackliche Sahnehäubchen auf bzw. in traditionellen Genussmitteln längst zum Standardangebot vieler Cafés zählt. Der weltweit größte Anbieter solcher Aromazusätze ist das Unternehmen Monin. Das Sirup-Sortiment umfasst über 60 Geschmacksrichtungen und liest sich wie die Sortentafel einer Eisdiele. Natürlich lassen sich nicht nur Kaffeespezialitäten damit aufpeppen, sondern auch Kaltgetränke, Kuchen oder Quark- und Joghurtspeisen. Ob stets mit Gewinn, entscheidet letztlich der eigene Gaumen. espa

Foto: Monin