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Dienstag, 22. Mai 2012
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Frisch und grün wie der Frühling

Für Sie geerntet: Salatgurke

Was wir uns da jetzt so gern in den Frühlingsfitmachersalat schnippeln, hat auf der Welt viele klangvolle Namen: von den gemütlichen englischen „Cucumbers“ über die dynamischen italienischen „Cetrioli“ bis hin zu den drolligen spanischen „Pepinos“. Unsere deutsche Gurke geht auf das polnische Wort „Ogórek“ (gesprochen: Ogurek) zurück.

Sehr anschaulich spricht manch einer auch von „Schlangengurke“; denn schließlich kann die grüne Stange bis zu 40 cm lang werden! So merkt man diesem ranken und schlanken Etwas wirklich nicht mehr an, dass es – streng botanisch gesehen – zu der eigentlich eher runden Familie der Kürbisgewächse gehört.

Reichlich herumgegurkt …

Über die Herkunft der Gurke gibt es zwei verschiedene Theorien. Die eine vermutet, dass Gurken schon vor rund 4000 Jahren an den Südhängen des Himalajas in Nordindien geerntet wurden, die andere meint, dass die saftige Frucht ihre Wurzeln im tropischen Afrika hat und sich über Ägypten im Mittelmeerraum verbreitete. Die alten Griechen und Römer jedenfalls wussten diese knackige Erfrischung schon sehr zu schätzen, und der antike Feinschmecker Apicius widmete ihr zahlreiche Rezepte.

Speziell bei den Briten scheinen Gurken bereits sehr lange „my favorite“ zu sein: In den römerzeitlichen Schichten Londons wurden bei Ausgrabungen verkohlte Gurkensamen gefunden, und im 19. Jahrhundert wurden in England die ersten Gewächshausgurken gezüchtet.

Schön (r)eingelegt!

Neben der frühlingsfrischen Salatgurke „gurkt“ noch so manches mehr auf unseren Tellern herum. Schmorgurken zum Beispiel, die man in Gemüsegerichten ähnlich wie Zucchini verwenden kann; und vor allem eine bunte Vielfalt an Einlegegurken, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat: Gewürzgurken, niedliche kleine Cornichons, exquisite Delikatessgurken, Senf- bzw. Aziagurken, Zuckergurken, Salzgurken, Salzdillgurken oder Saure Gurken …

Diese pikanten Häppchen lassen sich bestens als kalorienarmer Snack zwischendurch wegknabbern oder in herzhafte Salate, Eintöpfe und Fleischgerichte geben. Die Einlegeflüssigkeit von Gewürzgurken kann man auch gut zum Würzen von Salatsaucen und Majonäsen verwenden.

Vergurken Sie’s ruhig mal in der Küche!

Bei den im Sommer geernteten Gurken kann die recht dünne Schale mitgegessen werden, die härtere Schale der im Gewächshaus gezüchteten Wintergurken dagegen sollte entfernt werden, da sie bitter schmeckt und schwer verdaulich ist. Immer von der Spitze zum Stil schälen! Kühl gelagerte Gurken halten sich einige Tage. Wenn Schale und Endstücke gelblich und weich werden und die Gurke sich leicht verbiegen lässt, ist sie zu alt.
Bei der Dekoration fürs Partybuffet sind der Gurkenfantasie kaum Grenzen gesetzt. Basteln Sie doch mal ein Krokodil! Dazu die Gurke zirka zu einem Drittel im Zickzack aufschneiden, einen Streifen rote Paprika als Zunge dazwischenklemmen und über dem Maul zwei gefüllte Oliven als Augen mit Zahnstochern aufspießen. Viel Spaß!


Inhaltsstoffe in 100 g verzehrbarem Anteil (Mittelwerte)
 
Wasser 97 g
Kohlenhydrate 0 g
Eiweiß 0 g
Fett 0 g
Kalium 141 mg
Kalzium 15 mg
Magnesium 8 – 10 mg
Eisen 0,5 mg

Vitamin C 8 – 10 mg

Brennwert 50 – 52 kJ bzw. 10 – 12 kcal

mimu

Fotos: convenience-guide food studio (2)